Börse Frankfurt
Dax fehlt der letzte Kick

So billig wie jetzt war das Geld schon lang nicht mehr. Und so viel Geld wie jetzt haben die Notenbanken auch schon lange nicht mehr in die Märkte gepumpt. Die 8.000 Punkte hat der Dax heute dennoch nicht knacken können.
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FrankfurtErwartungsvoll schauten die Anleger heute auf die Dax-Tafel. Alle wollten es sehen und am Vormittag sah es stark danach aus. Sie wollten mitbekommen, wenn der Dax erstmals seit fünf Jahren wieder die Marke von 8.000 Punkten durchbricht. Zwischenzeitlich trennten ihn nur 13 Punkte von der magischen Hürde. Doch es sollte nicht sein – nicht heute.

Selbst die freundliche Eröffnung der US-Börsen gab dem Dax nicht den nötigen letzten Kick. Am Ende schloss der Deutsche Aktienindex 0,6 Prozent fester auf 7.919 Zähler. Die zweite Reihe begann den Mittwoch ebenfalls stark, zu Handelsende ging ihnen aber dann die Luft aus. Der MDax sowie der TecDax beendeten den Handelstag unverändert auf 13.320 beziehungsweise 920 Punkte.

Die Kursrally der letzten Tage hat seine Gründe. Der wichtigste der Gründe ist: Das Geld ist billig und wenn es nur rumliegt verliert es an Wert. Auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten fallen die Festzinsprodukte durch. Zu stark haben die Notenbanken ihre Leitzinsen gesenkt, als dass sich ein Investment in Bundeswertpapiere ohne ähnlichem lohnen würde. Auch Rohstoffe liefern nicht die Performance, die die Aktionäre erwarten. Deswegen führt derzeit kaum ein Weg an Aktien vorbei.

„Der Anstieg des Dax auf ein Rekordhoch ist nur eine Frage des 'wann' und nicht des 'ob'“, sagt Folker Hellmeyer, Chef-Volkswirt der Bremer Landesbank.

Der Dow Jones konnte bereits Historisches erreichten. Gestern erklomm er ein neues Allzeithoch, heute ging es weiter aufwärts. Nach Frankfurter Börsenschluss notierte der wichtigste amerikanische Börsenindex 0,2 Prozent fester auf 14.285 Punkte.

Viele Anleger gingen davon aus, dass die Geldpolitik der Zentralbanken noch eine Weile sehr locker bleibe - das schaffe Raum für Aufwärtspotenzial, sagt Lionel Jardin vom Vermögensverwalter Assya Capital.

"Das ganze Geld muss irgendwo investiert werden und von Aktien versprechen sich Anleger derzeit die höchste Rendite," sagte ein Händler. Der Renditevorteil sei so hoch, dass selbst Dividendenkürzungen wie bei Versorger- und Telekomwerten die Beliebtheit von Aktien nicht schmälerten, schreibt LBBW-Analyst Ralph Herre in einem Kommentar.

Wie es mittelfristig an den Börsen weitergeht, hängt zum großen Teil von den Notenbanken ab. Ihre Geldpolitik bestimmt, ob die Rally weitergeht oder nicht. Am Donnerstag stehen die Notenbanksitzungen in der Eurozone und Großbritannien auf der Agenda.

"Während sich bei der Bank von England immer mehr Vertreter dafür aussprechen, das Anleihekaufprogramm zu erhöhen, dürfte die Europäische Zentralbank an ihrer Politik der ruhigen Hand vorerst festhalten", schreibt Helaba-Analyst Christian Schmidt in einem Kommentar.

Dennoch halten sich Spekulationen am Markt, die EZB könne den Leitzins wegen der rückläufigen Inflationsraten noch einmal weiter nach unten schrauben. Entscheidend dürfte sein, wie die Ökonomen und die Experten der 17 nationalen Notenbanken der Euro-Länder die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten einschätzen. Am Devisenmarkt blieben die Anleger wegen der unsicheren Gemengelage im Warte-Modus: Der Euro notierte mit 1,3031 Dollar in Reichweite seines New Yorker Vortagesschlusses.

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  • Übrigens, im Dow Jones Aktien Index sind die gezahlten Dividenden nicht enthalten.
    Also, wenn der DAX demnnächst seinen Rekord einstellt, dann ist das ganz etwas anderes als wenn der Dow Jones Aktienindex seinen Rekord einstellt.
    Denn der DAX wird durch die im Laufe der Zeit gezahlten Dividenden aufgebläht.
    Die wahre Blase ist der DAX selbst, er scheint teuer, ist es aber nicht, da in ihm etwas steckt, was so gar nicht mehr existiert in den Unternehmen, nämlich die ausgezahlten Dividenden.
    Habe lange gebraucht, um das zu begreifen.

  • Liebe Leute, eine Aktie mit einem KGV in dieser Situation von 10 ist nicht teuer sondern eher billig. Das Problem ist, dass viele mit einem DAX-Stand von 8000 noch irgend etwas anfangen können, weil sie einen Vergleich haben, z.B. DAX-Stand 2000 oder 2007, aber wenn sie die Begriffe KGV und KBV und KCV erklären sollen,dass es dann bei ihnen aufhört.Und wer diese Begriffe nicht aus dem Stand definieren kann, sollte über Aktien in Begriffen von teuer oder billig nicht reden."


  • Liebe Leute, eine Aktie mit einem KGV in dieser Situation von 10 ist nicht teuer sondern eher billig. Das Problem ist, dass viele mit einem DAX-Stand von 8000 noch irgend etwas anfangen können, weil sie einen Vergleich haben, z.B. DAX-Stand 2000 oder 2007, aber wenn sie die Begriffe KGV und KBV und KCV erklären sollen,
    dass es dann bei ihnen aufhört.
    Und wer diese Begriffe nicht aus dem Stand definieren kann, sollte über Aktien in Begriffen von teuer oder billig nicht reden.

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