Börse Frankfurt

Dax geht knapp unter Rekordniveau ins Wahl-Wochenende

Aller Unsicherheiten, die mit den Wahlen in Europa und der Ukraine verbunden sind zum Trotz, verbuchte der Dax am Freitagabend stabile Gewinne. Ob die Rekordjagd nächste Woche weitergeht, hängt maßgeblich vom Sonntag ab.
Update: 23.05.2014 - 17:55 Uhr 28 Kommentare

Ungewissheit um Europa - Zurückhaltung an der Börse

FrankfurtAm Freitag hat sich der Dax in einem widrigen Umfeld behauptet und weiter nach vorne gewagt. Vor den richtungsweisenden Wahlen am Wochenende in Europa und der Ukraine herrschte über weiter Strecken Zurückhaltung auf dem Parkett. In einem engen Handel verharrte der deutsche Leitindex lange Zeit knapp über seinem Vortagsniveau, ehe er kurz vor Handelsschluss anzog. Ein schwächerer Ifo-Index für den Mai wurde ebenfalls gelassen wahrgenommen.

So schloss der Dax 0,5 fester bei 9768 Punkten und damit in unmittelbarer Schlagdistanz zu seinem Allzeithoch von 9810 Punkten. Der MDax rückte 0,6 Prozent vor auf 16.600 Punkte, der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 1256 Zähler.

Der Eurozonen-Leitindex, der Euro-Stoxx-50, drehte früh aus dem Minus und lief danach 0,4 Prozent fester bei 3200 Punkten. An der Wall Street verbuchte der Dow-Jones moderate Zuschläge - zum Frankfurter Handelsschluss bedeutet 16.596 Punkte ein Plus von 0,3 Prozent.

Der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts für den Mai ist nach 111,2 Punkten im Vormonat auf 110,4 Punkte gefallen. Experten sahen den Index bei 110,9 Zählern. Andere Stimmungsindikatoren waren zuletzt aufgrund der Ukraine-Krise gefallen. Unter dem Strich dürfte die Laune in den Chefetagen aber weiter glänzend bleiben.

Die deutsche Konjunktur scheint sich zwar zu Beginn des zweiten Quartals abzuschwächen. Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im Mai stärker als erwartet eingetrübt. Sie hält sich aber auf hohem Niveau. „Die Fantasie auf Zinssenkungen bleibt erhalten“, schrieb Volkswirt Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba.

„Insgesamt heißt Zurückhaltung weiter das Gebot der Stunde, immerhin stehen am Wochenende Wahlen an“, sagt Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX. In der Ukraine könnten die Präsidentschaftswahlen am Sonntag neue politische Unruhen und militärische Gewalt hervorrufen und das Thema wieder auf die Tagesordnung der Finanzmärkte zurückbeordern.

Bei der Europawahl werden Investoren darauf achten, wie sich die Europa-Kritiker schlagen werden. „Die Rekordjagd dürfte also wenn überhaupt erst einmal in die kommende Woche verschoben sein. Aber die Gefahr, dass sich die vermeintliche Ruhe und niedrige Volatilität an den Märkten alsbald in fallenden Kursen auflösen, bleibt weiter unübersehbar“, so Klatt.

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28 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax geht knapp unter Rekordniveau ins Wahl-Wochenende"

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  • Egal wie meine Repliken sein mögen, Sie sehen sich immer genötigt, diese zu kommentieren.

    Zwei Probleme sehe ich: Neid und Missgunst.

    Ihre prognostischen Fähigkeiten sind an dieser Stelle geradezu legendär, daher gebe ich nicht viel auf Ihre Einschätzung meiner Fähigkeiten bzgl. des Risikomanagements.

    Hauptsache, Sie beglücken uns weiterhin mit erheiternden Kommentaren.

  • Ihre Repliken werden schwächer.


    Das charakterliche Problem wollte ich noch etwas deutlicher darlegen. Zwei Hauptprobleme sehe ich: Anerkennungssucht und Unaufrichtigkeit.

    So lange alles gut funktioniert, sind Sie der "Beste". Für sich selbst und in der Außendarstellung. Ihr Charakter versagt im Moment, wenn es nicht so gut läuft (was beim Investieren nie ausbleiben kann).

    Sie werden das Risiko hochschrauben, um die Defizite zu kompensieren. Irgendwann geht das schief. Sie werden von 5 und mehr Sigmas reden. Sich mit "professionellen" Ausreden davonstehlen wollen.


    Mal wieder ein "Übrigens": Meine Methoden werden auch empirisch unterstützt. Empirisch beweisen kann man ja nicht. Aber sie funktionieren und - großer Vorteil - ich bin vielfältig diversifiziert, nicht nur in finanzieller Hinsicht.

    Es mag mich in vielerlei Hinsicht hinhauen. Aber ich werde mit einer akzeptablen Wahrscheinlichkeit wieder aufstehen; auch empirisch nachgewiesen (jedoch nicht theoretisch fundiert).

    Wenn ich nicht mehr aufstehe, bleibe ich liegen. Auch ok. Das gehört dann dazu.

  • Meine Strategie ist theoretisch fundiert und empirisch bestätigt. Können Sie das von Ihren Anlageentscheidungen auch behaupten?

    Ich benötige keine Kunden und keine Werbung.

    Meines Erachtens unterschätzen Sie mich maßlos. Dauerhaft scheinen Ihre Methoden zu versagen. Vorübergehend mögen Sie die Augen davor verschließen.
    Aber irgendwann wird es Sie richtig umhauen.
    Finanziell bedingt.

    Denken Sie an dem Tag an mich.

  • Strategie: zu haben ist gut, wenn die Strategie gut ist. Ansonsten nicht.
    Disziplin: ist wichtig für denjenigen, der ansonsten keine hätte.
    Meinung: Wer glaubt, ohne Meinung anzulegen, also quasi rein objektiv, irrt wahrscheinlich
    Bauchgefühl: Kommt auf den Bauch an. Ein dummer Bauch hilft definitiv nicht.

    Ich frage mich, ob ihre Werbung ankommt. Konnten Sie schon Anlagegelder einwerben? Vielleicht erzeugen ihre Äußerungen Vertrauen.

    Meines Erachtens überschätzen Sie sich maßlos. Vorübergehend mögen ihre Methoden funktionieren. Aber irgendwann wird es Sie richtig umhauen. Charakterbedingt.

    Denken Sie an dem Tag an mich.

  • Kaufkriterium erfüllt bei 9770 (+200 Punkte seit letztem Verkauf) ->
    Kauf Short Dax ETF, wie immer für den gleichen Betrag.
    Strategie und Disziplin - statt Meinung und Bauchgefühl.

  • Endlich merkt mal einer, das der Maya-Kalender auch seine Rolle zu spielen hat. Die ganze Menschheitsgeschichte hat uns, die Kleinanleger auf den baldigen Crash bestens vorbereitet.

    Vmtl. sogar die 2000 vor den Sommerferien. Dann kommt Draghis große Stunde!!

    Die Welt, besonders D, kann einen weiteren Crash-Propheten gut gebrauchen.

  • Freunde und Frauen: von beidem kann man nicht genug haben...

  • Ich möchte mich ganz herzlich beim Handelsblatt und den Teilnehmern hier im Forum bedanken.

    Dieses Forum ist so etwas wie mein zweites Zuhause, quasi meine Familie geworden. Gerade jetzt, in dieser für mich schweren Zeit, wo ich seit mehreren Tausend Punkten short bin, baut es mich ungemein auf zu sehen, dass es noch Hoffnung gibt.

    Eine Welt voller Gewinner. Geht nicht, gibts hier einfach nicht. Ich bin ja ein Typ, der überall schnell Anschluss findet. Weil ich eben sehr gut mit Menschen kann - auch mit Frauen.

    Freunde sind ja das Salz in der Suppe des Lebens, das ist ja ganz wichtig! Ich sach ma so Frauen sind wie Zahnbürsten, nützlich, wichtig, und so weiter, aber man sollte ein und dieselbe nicht allzu lange ben...äh haben. Freunde dagegen, das ist ja was fürs Leben…

    Und ich bin froh, Euch hier als meine Freunde zu haben.

    Schönes Wochenende!

  • Das ist doch dann gut für mich und meine Short-Strategie, oder?

  • Aus meiner Sicht verlieren die Börsenkurse aktuell den Bezug zur Realität. Mal sehen, wie lange das so läuft.

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