Börse Frankfurt
Dax geht mit Allzeithoch aus dem Handel

Die 9900 Punkte-Marke knackte der Dax am Montag nicht, doch mit 9893 Punkten schloss der deutsche Leitindex auf Rekordniveau. Die Wahlen auf dem europäischen Kontinent verliehen Rückenwind – ebenso wie Mario Draghi.
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FrankfurtDie Händler verabschiedeten sich mit einem neuen Allzeithoch aus dem ersten Handelstag der Woche: Der Dax kletterte kurz vor Börsenschluss auf 9894 Zähler und schloss nur eine Punkt darunter. „Nun ist die 10.000er-Marke zum Greifen nahe, sie könnte als spätes Geschenk für den Mai auf den Tisch kommen“, sagte Sarah Brylewski, Finanzmarkt-Expertin des Brokerhauses Ayondo.

Nach den Wahlen in Europa und der Ukraine machte sich an den Aktienmärkten Erleichterung breit. Auch in der zweiten Reihe überwog die positive Stimmung. Der MDax notierte 1,1 Prozent fester auf 16.794 Punkte. Der TecDax legt um 1,6 Prozent zu und steht bei 1277 Zählern.

Der deutliche Sieg des Milliardärs Viktor Poroschenko bei der Präsidentenwahl in der Ukraine weckte unter den Anlegern Hoffnung auf eine Stabilisierung der Lage. Auch die hohen Stimmengewinne für populistische und EU-kritische Parteien bei der Europawahl brachten Investoren nicht aus dem Konzept.

„Obwohl zahlreiche Wähler ihre Wut und Unzufriedenheit mit der EU klar zum Ausdruck gebracht haben, ist zumindest auf europäischer Ebene kein großer Macht- oder Richtungswechsel zu erwarten“, betonte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. 

Die linken Reformgegner in Griechenland verstärken nach dem Sieg bei der Europawahl ihren Druck auf die konservative Regierung. Der Chef des Wahlbündnisses Syriza, Alexis Tsipras, forderte am Montag Neuwahlen in dem von Rekordarbeitslosigkeit geschlagenen Land und eine Abkehr von den Reformauflagen der internationalen Geldgeber. Mit 26,5 Prozent der Stimmen wurde Syriza zwar die stärkste politische Kraft.

Größter Gewinner im Dax waren die Aktien der Commerzbank mit einem Plus von 3,0 Prozent. Der Bund will nach einem Magazinbericht bis mindestens 2016 Großaktionär bei dem Finanzinstitut bleiben. Im Finanzministerium gibt es laut „Spiegel“ die Hoffnung, dass der Kurs der Commerzbank-Aktie sich weiter erholen und der Bund bei einem späteren Verkauf mehr erlösen kann.

Ebenfalls nach oben ging es für die Titel der Deutschen Post, die sich um 1,8 Prozent verteuerten. Anleger setzten darauf, dass der Konzern sein Online-Handelsgeschäft im Ausland ausbaut. Bei Handelsschluss lagen im Dax alle Papiere im Plus.

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  • "Wer ist denn jetzt die Herde? "

    Die Kurse gehen doch schon seit der letzten EZB-Sitzung nach oben, oder nicht? Ich würde da jetzt mal so schätzen, dass es mehr Käufer als Verkäufer gegeben hat... könnte sein, oder? *g*

    Ich weiß nicht ob du das mit dem Put-Call-Sentiment in den richtigen Hals bekommen hast....

  • @DrKaffeesatz

    Was heisst denn ein bisschen "long" sein? Entweder ist man long oder eben nicht. Den Rest steuert man über seine Asset Allokation.

    Falls Sie planen Gewinne mitzunehmen bzw. die "longs" zu reduzieren, würde mich interessieren, wie Sie den Ein- und Ausstiegszeitpunkt festlegen?

    Meine Versuche vor vielen, vielen Jahren sind eigentlich immer fehlgeschlagen:-) Seitdem buy & hold & rebuy.

  • Wer ist denn jetzt die Herde? Die Putkäufer, die in der Mehrzahl sind oder die Wenigen, die investiert sind, aber eben fest von der 10000 ausgehen?

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