Börse Frankfurt: Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende

Börse Frankfurt
Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende

Der Dax hat eine solide Woche hinter sich – doch für ein neues Jahreshoch reichte es nicht. Der Bundestag hat die neuen Griechenland-Hilfen genehmigt und Anleger waren so entspannt wie lange nicht mehr.
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FrankfurtDie Impulse für Anleger waren durchwachsen. Kauflaune kam deshalb nicht wirklich auf, doch schlecht war sie auch nicht. Der US-Haushaltsstreit sorgte für Optimismus wie auch für Besorgnis. Der Dax schloss deshalb mit einem moderaten Plus von 0,06 Prozent bei 7.405 Punkten. Damit schloss der Dax nahe seines Jahreshochs von 7.478 Punkten, das er am 21. September aufgestellt hatte. Auf Wochensicht hat der Dax rund 1,4 Prozent zugelegt.

Politische Börse vom Feinsten

„Im Mittelpunkt des Interesses stehen weiterhin die sich zwischen Demokraten und Republikanern mühsam gestaltenden Verhandlungen um den US-Haushalt“, sagte Aktienmarkt-Experte Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets. „Zuversichtliche Äußerungen von den politischen Verhandlungsführern manifestieren sich umgehend in Aufschlägen, relativierende bis skeptische Einschätzungen führen zu entsprechenden Rücksetzern an den Märkten.“ Das sei eine politische Börse „par excellence“.

Während Politiker am Mittwoch noch positive Signale ausgesandt hatten, warfen sich Republikaner und Demokraten am Donnerstag gegenseitig vor, keine ernsthaften Vorschläge für eine Einigung vorzulegen. In den USA laufen zum Jahreswechsel Steuererleichterungen aus und es stehen automatische Ausgabekürzungen an, sofern sich Präsident und Kongress nicht auf einen neuen Haushalt einigen.

Nach Ansicht der Experten könnte die weltgrößte Volkswirtschaft über diese sogenannte „Fiskalklippe“ in eine Rezession stürzen. Die meisten Analysten gehen aber nicht davon aus, dass es soweit kommen wird.

Griechenland: Aufgeschoben, nicht aufgehoben

„Kicking the can down the road“, würden die Amerikaner sagen. Hierzulande würden wir es „auf die lange Bank geschoben nennen.“ Der Bundestag hat am Freitag dem neuen Hilfspaket für Griechenland mit breiter Mehrheit zugestimmt. Für das Maßnahmenbündel stimmten 473 Abgeordnete, mit Nein votierten 100 bei elf Enthaltungen, wie Parlamentsvizepräsident Hermann Otto Solms (FDP) mitteilte.

Vorgesehen sind ein Schuldenrückkaufprogramm, Zinssenkungen und längere Kreditlaufzeiten; mit dem Paket verbunden ist zudem die grundsätzliche Freigabe von Hilfszahlungen in Höhe von insgesamt 43,7 Milliarden Euro an Griechenland. Griechenland erhält damit mehr Zeit, und zwar bis 2014. Schäuble erklärte am Vormittag, dass es die eine große Aktion nicht geben könne. Anleger werden somit wohl weiter von Ast zu Ast hangeln müssen.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax geht mit Gewinnen ins Wochenende"

Alle Kommentare
  • Hoffen wir mal, dass wenigstens diesmal das Fiscal-Cliff zuschlägt, damit der Einfluß der FED endlich zusammenbricht und dies unheilige Konstrukt ein für allemal zerschlagen wird. Obama sollte das fortführen/aufgreifen was JFK damals vorhatte.

  • @Holzbock

    Keine Reaktion?

    Doch nur heiße Luft oder eben doch zu arg morsch im Kopf, Sie Holzpfeife!

    Btw, die Börse spiegelt die Zukunft wieder – Brüller – seit wenigstens 3 Jahren nicht mehr.
    Weltweit gekauftes Mini-Wachstum sorgt für verdoppelte Indizes seitdem. Lächerlich.
    Und diese Fake-Show wird nicht ewig weitergehen, Sie Gierhals oder doch Blindfisch.

    Game-over, Asche.

  • Ich schiebe gerade noch mal ein Stück Holz in meinen Ofen und muß unweigerlich an Sie denken ... nur war's weniger morsch ...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ist die Euphorie am größten ist der Absturz am nächsten.
    Der Sumpf in dem Europa sich befindet kann nicht durch Massen wertlosen EURO-Papiers, das man hineinkarrt, trockengelegt werden. Diejenigen, welche den EURO herankarren, sind selbst über beide Ohren verschuldet. Man kann niemanden mit einem Bindfaden aus Treibsand retten.

  • @Ralph,

    ich pack's nicht, dass du's nicht auf die Reihe bringst mich endlich aus Deinem albernen E-Mail-Verteiler zu entfernen. Ich hatte Dich bereits mehrmals liebevoll dazu aufgefordert.

    Vielen Dank im Voraus
    und Schiheil in Ischgl

    P.S.: wär das mindeste was man von einem trader von gottesgnadentum erwarten kann, oder?

  • Bingo! Und was macht der professionelle Marktteilnehmer jetzt?
    Er zieht seine Stopps vorsichtig nach oben hoch, und lässt die Gewinn laufen. Warum nur den Spatz in der Hand (7500), wenn man auch die Taube auf dem Dach haben kann (7800 + x).

  • An anderer Stelle ist zu lesen:

    "Teuerungsrate sinkt deutlich
    EZB kann aufatmen"

  • CNBC produziert ähnliche Bullshit-Headlines wie unser Propaganda-Blatt hier:

    "Sandy Takes Toll on Spending; No Growth in Income"

    Hallo erstmal. Diese Zahlen sind aus Oktober und meines Wissens ist Sandy am 30.10. durchgezogen.
    Mit anderen Worten: Welchen negativen Kauf-Einfluß hatte Sandy hier bitteschön?
    Wenn eher einen positiven durch "Panikkäufe / Eindeckungskäufe" in einer dicht besiedelten Region.

    Diese Blendgranaten-Berichterstattung ist sowas von unrealistisch & verlogen und geht einem irgendwann auf die E...

    Kein Wunder, daß diese (von Politik & Finanz beschmierte) Kaste langsam den Bach runter geht.

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