Börse Frankfurt

Dax schließt ein Prozent fester

Der deutsche Leitindex notierte zum Börsenschluss ein Prozent höher bei 6.590 Punkten und verabschiedete sich damit nur knapp unter seinem Tageshoch aus dem Handel.
Update: 24.04.2012 - 18:09 Uhr 135 Kommentare

Börse Frankfurt am Abend

DüsseldorfDer Dax hat am Dienstagnachmittag positiv auf US-Konjunkturdaten reagiert und seine zwischenzeitliche Schwäche überwunden. Zum Börsenschluss notierte der deutsche Leitindex ein Prozent höher bei 6.590 Punkten und verabschiedete sich damit nur knapp unter seinem Tageshoch aus dem Handel.

Am Vortag hatten schwache Wirtschaftsdaten und politische Unsicherheiten das Börsenbarometer noch auf den niedrigsten Stand seit Ende Januar gedrückt.

Für den MDax ging es am Dienstag um ein Prozent auf 10.372 Punkte hoch und der TecDax gewann 1,3 Prozent auf 767 Punkte.

Für gute Laune sorgten die US-Hausbaupreise, diese fielen mit einem Plus von 0,3 Prozent 0,2 Prozent besser aus als erwartet. Auch die Neubauverkäufe im März verbuchten 328.000 Zuwächse, erwartet wurden 320.000 nach 313.000 zuvor.

Die Stimmung der US-Konsumenten ist im April dagegen leicht gesunken. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel auf 69,2 Punkte von revidiert 69,5 Zählern im März, wie das Forschungsinstitut Conference Board mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Wert von 69,7 Zählern gerechnet. Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

Am Dienstagvormittag sorgte bereits für Erleichterung, dass sich die Niederlande trotz des Rücktritts der Regierung problemlos refinanziert haben. Zudem war die Nachfrage nach spanischen Geldmarktpapieren und italienischen Anleihen robust ausgefallen. Italien musste bei der erfolgreichen Anleihen-Platzierung jedoch den höchsten Zins seit Jahresbeginn zahlen. Dies begründeten Experten mit den bestehenden Sorgen vor einem Scheitern des Projekts Europa, die allgegenwärtig seien und weiterhin für Unsicherheit sorgen dürften.

Auch mittelfristig sollte die Dax-Schwäche nach Einschätzung der DZ Bank ein Ende haben. Bis zu den im Mai anstehenden Wahlen in Frankreich und Griechenland dürfte die Verunsicherung zwar noch anhalten, schrieb Analyst Christian Kahler in einer Kurzstudie. Danach sollten die Kapitalmärkte jedoch schnell wieder zur Tagesordnung übergehen. Im Dax sieht er mittelfristig Spielraum bis auf 7.200 Punkte - das wäre vom aktuellen Stand von 6.560 Zählern ein Plus von knapp zehn Prozent. Die Erholung wird nach Kahlers Einschätzung aber nicht von Dauer sein - zum Jahresende prognostiziert er einen Dax-Stand von 6.600 Punkten.

Gewinner und Verlierer an den Märkten
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Dax geht mit großem Plus aus dem Handel

135 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Dax geht mit großem Plus aus dem Handel"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ja, er war heute zeitweilig mal gefallen.....

  • den Rest werden wir, wie wir es stets getan haben: begnadeten Systemtheoretikern überlassen.

    Das ist schon eigenartig, sich a la bon ton verunglimpfen zu lassen.

    Gleichwohl: la nave va.

  • mangelndes Nivau wurde gestern hier im Forum in fast schon operettenhafter Pose redeQcklamiert.

    so einfach geht das.

    Niveau, Damen und Herren ist eine Haltungsfrage.

  • Kann die Hamburger Börse nicht tiefer fallen,
    muß sie wieder steigen

  • Longseite des straddles hat gezogen.

  • Wegen eines Blickes ins Langfristchart wird man noch lange nicht zum Chartisten. Denn da sieht man, mit welchen Zuwachsraten ein Unternehmen normalerweise wächst und ob momentan eine Übertreibung stattfindet.

  • @ penhose99

    So geht das schon eher. Genau das war / ist die Euro-Schwäche! Deshalb müssten die Südländer eben weniger konsumieren. Staattdessen machen die Staatsschulden auf Teufel komm raus, quasi um den "Beistandsfall" auszulösen.

    Die Verantwortlichkeit liegt nicht bei den wirtschaftlich erfolgreichen Ländern. Deshalb ist es eine Mär, Exportsteuern wären der richtige Weg. Ich könnte noch damit "leben", wenn Südländer eine Importsteuer erheben sollten, damit der Konsum auf Pump reduziert wird. Auch das hätte Auswirkungen auf die Exporte aus dem Norden, würde aber an der Ursache ansetzen.

    Außerdem: Wer kritisiert die unendlich reichen Ölländer für ihre unendlichen Exportüberschüsse? Die leben davon nämlich in Saus und Braus. Liegt das etwa daran, dass deren Währungen falsch bewertet sind?

    Ihre Sichtweise (Exporte sind schuld, Exportländer müssen Exporte einschränken) ist vereinzelt anzutreffen, wird aber ganz überwiegend nicht geteilt. Recherchieren Sie mal mit Google.

    Analog: Nicht der Mediamarkt ist schuld, wenn Kunden sich mit Unterhaltungselektronik zukaufen, die sie dann in den Ruin treibt!
    Insofern: Nicht ich bin in der Einbahnstraße .....!

  • Für 16.00 h steht ein Straddle auf dem Programm.

  • Fein. Und raus.

  • Dax auf Tagestief und in der Nähe des gestrigen Tagestiefs. Gleiches Spiel wie gestern, gehe long, diesmal aber vor 16.00 h raus oder neutralisiere.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%