Börse Frankfurt

Dax geht mit leichtem Minus ins Wochenende

Am Freitag ging es für den Dax zwar leicht abwärts, doch die Wochenbilanz fällt für den Deutschen Leitindex positiv aus. Um 1,6 Prozent ging es seit Montag nach oben.
Update: 27.11.2015 - 17:40 Uhr

Trotz Unsicherheiten: Verbraucher zu Weihnachten in Shoppinglaune

FrankfurtDeutsche Aktien sind am Freitag am Ende ihrer Kräfte angelangt. Nach einer guten Entwicklung seit Mittwoch machten die Anleger am Freitag zumindest etwas Kasse. Der Dax, mit deutlicheren Abschlägen gestartet, notierte im späten Handel aber nur noch 0,2 Prozent leichter bei 11.293 Punkten. Auf Wochensicht gab es ein Plus von 1,6 Prozent.

Vor der richtungsweisenden Sitzung des EZB-Rats in der nächsten Woche, fehlten dem deutschen Leitindex die Argumente für einen weiteren Anstieg. Ganz im Gegenteil: In China hatte ein überraschender Kurssturz an den Börsen für Verunsicherung gesorgt.

Die Gerüchte um eine mögliche weitere Regulierung der kriselnden Wertpapiermärkte in China drückte die Stimmung. Insidern zufolge plant die Pekinger Börsenaufsicht eine Eingrenzung bestimmte Derivate-Deals zur Finanzierung von Aktiengeschäften. Damit sollen die Börsenspekulation auf Pump, die die heftigen, sommerlichen Börsenabstürze der überhitzten Märkte in Shanghai und Shenzen ausgelöst hatten, eingedämmt werden. Die beiden wichtigsten Indizes des Landes beendeten den Freitag bis zu sechs Prozent tiefer.

Das sind die Dividendenkönige im Dax

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

+0,22 +1,47%
+14,81€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 10: Deutsche Telekom
1 von 10

Jahrelang zählte die T-Aktie zu den dividendenstärksten Werten. Diese Zeiten sind vorbei. Denn der Aktienkurs steigt nach langer Flaute wieder, allein in den vergangenen zwölf Monaten um 35 Prozent. Das lässt die Dividendenrendite fallen. Mit 3,1 Prozent liegt sie aber immer noch über dem Durchschnitt. Alle 30 Dax-Konzerne zusammen erbringen im Schnitt nur 2,7 Prozent.

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

+1,69 +1,79%
+96,21€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
Platz 9: BMW
2 von 10

Weltweit starke Geschäfte bescheren dem Premiumhersteller einen Rekordgewinn nach dem nächsten. BMW „plagt“ ein Luxusproblem: Die Dividende steigt Jahr für Jahr rasant, der Aktienkurs ebenso. Deshalb stagniert die sich am Kurs orientierende Dividendenrendite. Sie liegt „nur“ bei 3,3 Prozent.

SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007236101
Börse
L&S

+0,67 +0,54%
+124,38€
Chart von SIEMENS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 8: Siemens
3 von 10

Ein Klassiker unter Dividendenjägern ist der Münchener Elektronikriese. In jedem Jahr taucht Siemens unter den Top-10 der höchsten Renditen im Dax auf. Auch Siemens kauft eigene Aktien zurück und muss deshalb weniger Geld für seine Dividenden ausgeben. 2016 dürfte die Ausschüttungsrendite 3,6 Prozent betragen.

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
L&S

-0,58 -0,60%
+97,31€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 7: BASF
4 von 10

Der weltweit größte Chemiehersteller überzeugt Jahr für Jahr mit hohen Dividenden und Renditen. Fast immer steigen die Ausschüttungen. Seltene Ausnahme war zuletzt die Wirtschaftskrise 2009, von der auch BASF nicht verschont blieb. Die Devise heißt: In guten Jahren gibt es mehr, in mäßigen oder schlechteren Jahren nur genauso viel. 2015 war bislang ein mäßiges Jahr, deshalb dürfte die Dividende 2016 bei 3,6 Prozent „nur“ stabil bleiben.

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
L&S

+0,29 +0,38%
+75,39€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 6: Daimler
5 von 10

Anders als der skandalgeplagte VW-Konzern dürfte der Stuttgarter Autobauer seine Dividende im nächsten Frühjahr kräftig erhöhen. Denn ungeachtet des sich abflauenden Wirtschaftswachstums in China legt Daimler in dem größten Schwellenland in atemberaubenden Tempo zu. Auch in den USA laufen die Geschäfte hervorragend. Das treibt die Gewinne, den Aktienkurs – und die Dividende. Laut Berechnungen des Handelsblatt könnte sie im kommenden Jahr auf 3,9 Prozent steigen.

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
L&S

+1,54 +0,80%
+192,63€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 5: Münchener Rück
6 von 10

Seit 1969 hat der Rückversicherer seine Dividende nicht mehr gesenkt. Erklärtes Ziel ist eine absolut verlässliche Dividendenpolitik. Die Münchener Rück kauft fleißig eigene Aktien zurück. Das versetzt den größten Rückversicherer der Welt die Lage, die Dividendenrendite im nächsten Frühjahr zu auf 4,3 Prozent zu erhöhen, ohne dass die Dividendenausschüttung steigt.

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
L&S

+0,35 +0,17%
+205,09€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Platz 4: Allianz
7 von 10

Der Versicherer ist ein Garant für üppige Dividenden und Renditen. Gemessen an Dividendenverlässlichkeit, Dividenden-Steigerungen und Dividenden-Rendite zählt die Allianz nicht nur jetzt, sondern seit Jahren zu den attraktivsten Werten im Dax. 2016 wird die Dividendenrendite voraussichtlich 4,6 Prozent betragen.

Diese neuerliche Verwerfung verunsicherte die europäischen Marktteilnehmer zwar, auf die Kurse hatte das ganze aber keine allzu starken Auswirkungen. Händlern zufolge, zahle der Dax jetzt einfach den Preis seiner starken Entwicklung. In den vergangenen zwei Wochen machte der Leitindex über fünf Prozent gut und erreichte ein Drei-Monats-Hoch.

Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 3.487 Punkten aus dem Handel. Ein ähnliches Bild lieferte die zweite Reihe deutsche Papiere. Der MDax kam mit 21.421 Punkten auf ein Minus von 0,2 Prozent. Der TecDax hingegen legte ein halbes Prozent zu auf 1.843 Punkten.

Größere Eingaben von Konjunkturseite bleiben aus, zum Wochenende hin wurde mit einem ruhigen Handel gerechnet – was sich auch bestätigen sollte. Lediglich am Vormittag stand mit der Veröffentlichung der monatlichen Geschäfts- und Verbraucherstimmung in der EU ein interessanter Termin an. So ist die Stimmung in der Wirtschaft der 19 Euro-Länder unverändert auf vergleichsweise hohem Niveau geblieben.

Derzeit vielbeachtete US-Daten gab es heute keine. Von ihnen erhoffen sich die Börsianer Aufschluss über den Kurs der Federal Reserve, die eine erste Zinserhöhung seit der Finanzkrise von 2007 noch für den Dezember in nicht minder vage Aussicht gestellt hat. Ohnehin ist die Geldpolitik das entscheidende Thema dieses letzten Jahresquartals.

Während sich die Währungshüter des Greenbacks aufmachen, die Zügel wieder anzuziehen, gehen die europäische Zentralbanker in die andere Richtung, und bereiten gar eine weitere Expansion ihrer Maßnahmen vor. Nach der Sitzung des EZB-Rats in der nächsten Woche könnte Mario Draghi der Presse womöglich eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms präsentieren. Zuletzt hatte der Italiener einmal mehr die Handlungsbereitschaft seiner Institution betont und die Hoffnungen der Börsianer auf weiterhin billiges Geld aus der Notenbankpresse befeuert.

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