Börse Frankfurt
Dax geht schwächer aus dem Handel

Ernüchterung macht sich breit auf dem Frankfurter Börsenparkett, Anleger schalten in den Verkaufsmodus. Schlusslicht im Dax ist die Deutsche Bank, die Papiere verlieren vier Prozent. Im MDax hält Hugo Boss die rote Laterne.
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FrankfurtDer Dax verliert zum Start in die neue Börsenwoche deutlich an Schwung. Aus Enttäuschung über das fehlende Bekenntnis der G20-Staaten zum Freihandel trennten sich Anleger am Montag von Dax-Papieren. Das deutsche Börsenbarometer geht 0,4 Prozent niedriger bei 12.053 Punkten aus dem Handel. Immerhin konnte die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten damit gehalten werden. Dem Leitindex habe es an Impulsen gefehlt, hieß es. „Nach oben durchstarten will er nicht, aber Anzeichen für eine Korrektur gibt es ebenfalls nicht“, merkte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets an.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,3 Prozent auf 23.613 Punkte. Dem Technologiebarometer TecDax gelang im frühen Handel mit 2.002,21 Punkten erstmals seit dem Jahr 2001 wieder der Sprung über die Marke von 2.000 Punkten. Am Ende des Tages stand der Index bei 1993 Zählern etwas unter der runden Marke und 0,3 Prozent tiefer als am Freitag. Der Nachfolger des Nemax 50 hatte Anfang Dezember Fahrt aufgenommen und seither rund 20 Prozent an Wert hinzugewonnen.

Auch der positive ökonomische Ausblick der „Wirtschaftsweisen“ konnte die Kauflust der Anleger nicht anregen. Die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft trotz politischer Unsicherheiten rund um den Globus auf Wachstumskurs bleibt. Für dieses Jahr korrigierten sie ihre Prognose leicht nach oben: „Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2017 im Aufschwung.“ Die Experten trauen Europas größter Volkswirtschaft nun ein Wachstum von 1,4 Prozent zu. Zuletzt war der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten von einem Plus von 1,3 Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt dann um 1,6 Prozent steigen.

Auch die Bundesbank erwartet einen anhaltenden Aufschwung in Deutschland. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs“, schreibt sie in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Im Schlussquartal 2016 war das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent gestiegen. Die meisten Experten erwarten im laufenden ersten Quartal eine Beschleunigung.

Die Verbraucher müssen sich der Bundesbank zufolge darauf einstellen, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen auch weiterhin kräftiger steigen als 2016. Die Inflationsrate dürfte in den kommenden Monaten um die Zwei-Prozent-Marke schwanken. Im Februar hatte sie mit 2,2 Prozent den höchsten Stand seit Mitte 2012 erreicht.

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Deutsche Bank-Aktie verliert fast vier Prozent

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