Börse Frankfurt

Dax geht unter 9300 Punkten ins Wochenende

Anleger holten den Dax am Mittag überraschend aus dem Verlusten – und das trotz schwacher US-Daten. Dennoch hat sich die positive Stimmung nicht gehalten. Der Dax geht unter 9300 Punkten ins Wochenende.
Update: 05.02.2016 - 18:00 Uhr

Anleger suchen Sicherheit: Bund-Future greift nach Allzeithoch

Frankfurt am MainDer Optimismus der Börsianer war nur von kurzer Dauer: Trotz schwacher US-Konjunktur haben sie den Dax am Nachmittag zwar ins Plus getrieben. Doch zum Handelsschluss ging es noch einmal rapide abwärts. Am Ende schließt der deutsche Leitindex mit einem Minus von 1,14 Prozent auf 9282 Zählern.

„Der Index verabschiedet sich auf sehr gefährlichem Terrain ins Wochenende“, sagt Andreas Paciorek, Analyst von CMC Markets. „Aus charttechnischer Sicht bleibt die Lage im Dax kritisch und die 9.250er Marke im Fokus. Bei einem nachhaltigen Bruch dieser Marke könnte die 9.000 anvisiert werden, darunter die 8.750. Erst über 9.600 Punkten entspannt sich die Lage ein wenig.“

Auf dem Devisenmarkt hielt die positive Lesart des schwachen US-Monatsreports aber stand: Der Euro verlor 0,7 Prozent auf 1,113 Dollar, was den Kursen der europäischen Unternehmen hilft, verbilligt es doch deren Exporte.

Statt erwarteter 190.000 neuen Beschäftigungen schuf die US-Ökonomie im Januar nur 151.000 Jobs, auch der überragende Dezemberwert musste nach unten korrigiert werden. Gleichzeitig fiel aber die separat berechnete Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent, was den niedrigsten Stand seit 2008 bedeutete. Im guten Sinne überraschen konnte auch der leicht gestiegene Stundenlohn. Beides spricht gegen eine Konjunkturabkühlung, die dieswöchig schwache Daten aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor nahegelegt hatten. Zuletzt hatten Eingaben aus den Staaten nicht allzu positives verheißen und die Sorge vor einem Erlahmen des Aufschwungs genährt, zumindest aber die Unwägbarkeiten für das weitere Vorgehen der Federal Reserve vergrößert.

Die Hidden Champions der Börse
Hidden Champions
1 von 18

Seit 1985 gelang insgesamt 44 US-Unternehmen, ihren Wert um mindestens 10.000 Prozent zu steigern, berichtet das „Wall Street Journal”. Unter den Top-Aktien finden sich Giganten wie Apple, Nike und Philip Morris. Doch nicht wenige der Erfolgsbringer Hidden Champions. So wie...

Platz 17: Gentex Corporation
2 von 18

...Gentex Corporation. In den letzten 30 Jahren stieg die Aktie des Automobilzulieferers jedes Jahr im Schnitt um rund 19,1 Prozent. Auf den gesamten Zeitraum gerechnet, stieg die Aktie um 19.095 Prozent. Das Unternehmen stellt unter anderem sich automatisch dimmende Rückspiegel und kamerabasierte Assistenzsysteme für Autofahrer her.

Platz 16: Expeditors International of Washington
3 von 18

Das Logistikunternehmen Expeditors International of Washington hat seinen Firmensitz in Seattle. Seit 1985 erzielt es jährlich im Durchschnitt eine Wertsteigerung von 19,3 Prozent. Insgesamt macht das einen Kursanstieg von 20.127 Prozent in den vergangenen 30 Jahren.

Platz 15: Stryker Corporation
4 von 18

Stryker Corporation produziert und verkauft orthopädische und weitere medizintechnische Produkte. Das US-amerikanische Unternehmen erzielte in den vergangenen 30 Jahren eine Wertsteigerung von durchschnittlich 19,6 Prozent pro Jahr. Insgesamt stieg die Aktie um 21.329 Prozent in den vergangenen 30 Jahren. Die Zentrale des deutschen Ablegers Stryker GmbH befindet sich übrigens in Duisburg.

Platz 14: Monster Beverage Corporation
5 von 18

In den USA hält Monster Beverage Corporation mit Energydrinks nicht nur müde Studenten, sondern auch Anleger wach. Mit einem jährlichen Kurszuwachs von 20,3 Prozent landet der Getränkehersteller auf Platz 14 des Rankings. Insgesamt stiegt die Aktie um 25.323 Prozent.

Platz 13: Holly Frontier Corporation
6 von 18

Dass sich trotz des jüngsten Preisverfalls Geschäfte mit dem Erdöl lohnen können, beweist die Holly Frontier Corporation. Der Betreiber von Erdöl-Raffinerien bringt es auf Platz 13 im Ranking. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg seit 1985 jährlich im Schnitt um 20,4 Prozent. Gesamtsteigerung seit 1985: 26.249 Prozent.

Platz 12: Paychex
7 von 18

Paychex hat sich auf das Outsourcing von Dienstleistungen bei Betrieben spezialisiert. Insbesondere bietet das Unternehmen Hilfe bei Lohnabrechnungen, Unternehmensbesteuerung und Verwaltungstätigkeiten an – offenbar erfolgreich. In den vergangenen 30 Jahren steigerte Paychex jährlich seinen Wert im Schnitt um 20,4 Prozent. Gesamtsteigerung: 28.432 Prozent.

Denn gerade von der Beschäftigungslage macht die Washingtoner Zentralbank ihre Geldpolitik abhängig. Die Fed um Chefin Janet Yellen hatte erst Ende vergangenen Jahres die lang erwartete Zinswende eingeläutet. Und nach den schwierigen Entwicklungen seit Jahresanfang sind es nicht mehr wenige Experten, die – bestätigt durch die aktuellen Aussagen ranghoher Dollar-Notenbanker – von keinem weiteren Zinsschritt für 2016 ausgehen. Bisher hatten die Märkte mit drei bis vier weiteren Leitzinserhöhungen gerechnet.

Und nun eine solche Marktreaktion. „Der Arbeitsmarktbericht ist sicherlich nicht geeignet, die Fed wieder optimistischer zu stimmen“, bewerte etwa Analyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank den maßgebenden Input. „Allerdings ist dennoch fraglich, ob die US-Notenbank tatsächlich alle Zinserhöhungsschritte für dieses Jahr abblasen wird.“ Und so herrschte nun eine gewisse Ratlosigkeit auf dem Parkett. Vor allem weil im Februar keine Sitzung des zuständigen Offenmarktausschusses der Fed stattfindet und sich damit genug Raum für Spekulationen und Gedankenspiele bietet.

Branchenprimus drückt Thyssen-Krupp
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%