Börse Frankfurt
Dax geht zum Wochenschluss die Puste aus

Ein stärker werdender Euro wird zum Bremsklotz für den Aktienmarkt. Der Dax büßt seine Gewinne ein, auch weil positiven Zahlen der amerikanischen Großbanken keinen rechten Schwung in den Handel bringen.
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Frankfurtv

Nach den zuletzt kräftigen Kursanstiegen ist den europäischen Börsen am Freitag die Puste ausgegangen. Dax und EuroStoxx 50 notierten am Nachmittag schwächer. Das deutsche Börsenbarometer ging nach einem Tag ohne jegliche Impulse letztlich 0,1 Prozent schwächer bei 12.631 Punkten aus dem Handel. „Es sieht ein wenig danach aus, als hätte der Markt seine Kraft für diese Woche schon am Mittwoch für den Zwischenspurt vollständig aufgebraucht“, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. „Bleibt zu hoffen, dass die nun startende Bilanzsaison in den USA für neue Impulse sorgen kann.“

Auf Wochensicht behauptet der Dax aber ein Plus von fast zwei Prozent - vor allem dank des deutlichen Kursgewinns am Mittwoch, als die amerikanische Notenbankpräsidentin Janet Yellen die Anleger mit mit moderaten geldpolitischen Signalen beruhigt und dem Dax wieder nachhaltig über die Marke von 12.500 Punkten verholfen hatte. Der MDax gewann 0,33 Prozent, der TecDax 0,44 Prozent.

Zahlen der amerikanischen Großbanken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup brachten trotz Milliardengewinnen im Quartal keinen Schwung. Die Aktien verloren um bis zwei Prozent. „Unternehmen, die die Erwartungen verfehlen oder einfach nur treffen und keine starken Ausblicke liefern, werden von den Investoren abgestraft“, erläuterte Stratege J.J. Kinahan vom Handelshaus TD Ameritrade.

Auch die europäischen Finanztitel weiteten ihre Verluste daraufhin aus, Deutsche Bank-Papiere büßten einen Prozent ein. Commerzbank verloren 1,2 Prozent. Volkswagen, der neue Ausrüster der Fußball-Nationalmannschaft, setzte sich mit einem Plus von 1,5 Prozent an die Dax-Spitze.

Ein Bremsklotz für den europäischen Aktienmarkt war auch der starke Euro, der um 0,6 Prozent bis auf 1,1468 Dollar kletterte. Die steigende Gemeinschaftswährung macht Waren im Welthandel teurer und dämpft die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Unternehmen aus dem Euro-Raum. Der Dollar geriet stärker unter Druck, nachdem die Inflation in den USA im Juni überraschend deutlich nachgelassen hatte. Die Verbraucherpreise stiegen nur noch um 1,6 Prozent. Das ist das kleinste Plus seit Oktober 2016. Im Mai lag die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent.

Börsianern zufolge rückten Zinsanhebungen der US-Notenbank dadurch in weitere Ferne. Fed-Chefin Janet Yellen hatte in den vergangenen Tagen bereits vorsichtige Töne angeschlagen und behutsame Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Das kam an den Aktienmärkten wiederum gut an, da niedrige Zinsen Dividendenpapiere im Vergleich zu Anleihen generell attraktiv machen. An der Wall Street zeichnete sich eine etwas höhere Eröffnung ab.

Anleger deckten sich mit Aktien des bayerischen Biotechunternehmens Morphosys ein. Der Lizenz-Partner Janssen erhielt von der US-Behörde FDA die langersehnte Zulassung für Guselkumab, ein Mittel zur Behandlung von Schuppenflechte. Die im TecDax notierten Aktien schossen um sieben Prozent nach oben. Analysten der Berenberg Bank bezeichneten die Zulassung als "Wendepunkt" für Morphosys.

Rund 1,3 Prozent bergauf ging es in Stockholm für die schwedische Bank SEB. Sie verdiente im vergangenen Quartal mit umgerechnet rund 600 Millionen Euro mehr als erwartet.

Im Stahlstreit mit China droht US-Präsident Donald Trump mit Handelshürden. Es gebe zwei Optionen: Quoten oder Zölle, betonte er. Stahlwerte in Europa legten daraufhin zu. Outokumpu, ArcelorMittal und Tenaris gewannen bis zu 4,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Im Handelsblatt kommentieren nur die Besten der Besten, wo aber bleibt die Augenweide des Handelsblattes ? Die wartende Leserschaft, enttäuscht, frustriert, vor ihrer letzten Hoffnung sitzend, einer Flasche Alkohol,hat umsonst gewartet.
    Wie verehrte Redaktion können sie, mit so einer Schuld weiterleben?
    Mit freundlichem Gruß Ihr völlig verzweifelter Fink.

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