Börse Frankfurt
Dax gewinnt knapp ein Prozent

Kauflaune in Frankfurt: Überraschend gute US-Konjunkturdaten aus den USA haben die Kurse steigen lassen. Auftrieb erhielten Autowerte, die seit Jahresbeginn bereits überdurchschnittlich zugelegt haben. Nur Versorgertitel enttäuschten.
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HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach positiven US-Arbeitsmarktdaten Gewinne verbucht und wieder die Marke von 6 200 Punkten geknackt. Bis zum Handelsschluss stieg der Dax um 0,93 Prozent auf 6 221 Punkte. Zwischenzeitlich hatte er sogar bei mehr als 6 233 Punkten notiert und damit auf seinem höchsten Stand seit rund einem Monat. Für den MDax ging es am Ende um 1,66 Prozent auf 8 659 Punkte nach oben. Der TecDax stieg um 0,78 Prozent auf 766 Punkte.

Sowohl der Wochenbericht vom US-Arbeitsmarkt als auch die Handelsbilanz für Juli waren etwas besser ausgefallen als erwartet: In den USA war in der vergangenen Woche die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gesunken. Die Zahl fiel auf 451 000, Analysten hatten mit 470 000 Anträgen gerechnet. Die Daten wurden auch an den US-Börsen mit Erleichterung aufgenommen, die zum Handelsschluss in Europa klar im Plus lagen.

"Diese Zahlen lassen ein wenig mehr Licht am Ende des Tunnels erkennen", kommentierte Analyst Johannes Bollongino von IG Markets. Das sei ein Hoffnungsschimmer, aber gerade auf dem Arbeitsmarkt würden erst die nächsten Wochen zeigen, wie nachhaltig die Entwicklung sei, ergänzte Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus.

Zudem sorgte Händlern zufolge eine erfolgreiche Ausgabe irischer Staatsanleihen für eine freundliche Stimmung am Markt. "Das war ein weiterer kleiner Baustein auf dem Weg nach oben", sagte Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory.

Im MDax gehörten die Aktien der Postbank mit einem Plus von 4,7 Prozent zu den gefragtesten Werten. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank verteuerten sich um 2,1 Prozent. Am Markt sei man zu der Einschätzung gelangt, dass die Beschlüsse zur Eigenkapital-Regelung (Basel III) doch nicht so nachteilig ausfallen könnten wie zunächst gedacht, sagte ein Händler.

Commerzbank-Chef Martin Blessing äußerte sich gelassen, dass es Übergansfristen geben werde, bis die neuen Regelungen voll in Kraft träten. Der europäische Bankenindex gewann 1,9 Prozent.

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  • Die Wochenzahl hat wegen starker Schwankungen fast keinen Aussagewert, der geglättete Durchschnitt liegt um 470000. Für Abbau der Arbeitslosigkeit müssen monatlich über 250000 neue(!!) Stellen geschaffen werden - auf Jahre hinaus. Zu Recht findet diese Wochen-Statistik bei Fachleuten keine beachtung. An der börse läßt sich mit manipulativer Stütze natürlich einiges produzieren, um ein wenig Geld zu machen. Der Kater folgt erfahrungsgemäß kurz danach.

  • "Der Dax kletterte am Nachmittag um 0,8 Prozent auf 6 215 Zähler. Die Stimmung ist nach guten Daten vom US-Arbeitsmarkt bestens." stand 14:55

    alles "bestens", wie prognostiziert.

    "Neue US-Konjunkturdaten schieben den Dax an. Sowohl der Wochenbericht vom Arbeitsmarkt als auch die Handelsbilanz waren etwas besser als erwartet ausgefallen." stand 14:55

    besser als erwartet ausgefallen, soso. kein wort zur abwärtsrevison der daten der vorwoche? die haben nämlich die prognosen in negativer hinsicht im rückblick übertroffen (schlechter als erwartet hätte freilich nicht zum labor-day-wochenende gepasst, aber das nur am rande; 476000 vs 478000)

    ein weiterer beitrag, der zur ver- und entblödung beiträgt. genau wie gestern die nummer mit dem chef-volkswirt der commerzbank. dessen (!) erwartungen im hinblick auf die produktion im produzierenden gewerbe zwar übertroffen wurden, die erwartungen des konsens allerdings deutlich verfehlt wurden; 0,1 vs 1,1).

    schlimmer als die biLD. ehrlich.

    wir machen uns die welt wie sie uns gefällt.

  • aruba, danke für's regelmäßige "senf dazugeben" ;)

    ansonsten denk ich mal, dass das noch 'ne "patriotische" woche wird, am samstag ist 9/11. da können die arbeitsmarktdaten sein, wie sie wollen. blick auf den chart und tenor: alles bestens.

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