Börse Frankfurt
Dax gibt Gewinne weitgehend ab

Ein Kurssprung in Tokio hatte auch auf dem deutschen Börsenparkett zu Zuwächsen geführt. Doch zum Handelsschluss schmilzt das Kursplus deutlich dahin. Vor allem Autoaktien zählen dennoch zu den Gewinnern.

FrankfurtEin Kursfeuerwerk in Japan hat dem Dax am Mittwoch zunächst ordentlich Schwung verliehen. Der Dax stand am Nachmittag fast zwei Prozent höher, nachdem der Nikkei-Index in Tokio um 7,7 Prozent auf 18.770 Punkte geklettert war. Doch nach Eröffnung der US-Börsen verpuffte die große Euphorie und das Plus schmolz langsam dahin. Zum Handelsschluss notierte der Deutsche Aktienindex schließlich bei 10.303 Punkten und damit nur noch 0,31 Prozent im Plus.

Der Dax folgte am späten Nachmittag der Entwicklung der New Yorker Börse. Diese hatte zunächst die Kursrally des Vortags fortgesetzt, doch der Dow Jones bröckelte dann allmählich zur Nulllinie und lag um 17.30 Uhr deutsche Zeit nahezu unverändert bei etwa 16.500 Punkten. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen in den USA lag mit 5,75 Millionen höher als erwartet – ein Indiz, dass die Zentralbank bald zu einer Zinserhöhung bereit sein könnte. Das kann die Stimmung an der Börse drücken.

Viele Börsianer bezweifeln auch, dass die gute Stimmung an den Börsen von Dauer sein dürfte. „Keiner will den Zug verpassen, wenn er wieder in Richtung 11.000 Punkte fährt. Aber bei allem Optimismus bleiben Unsicherheiten”, sagte CMC-Markets Analyst Andreas Paciorek. Die weitere Entwicklung in China, aber auch die zukünftige Geldpolitik in den USA sorgten weiterhin für Bauchschmerzen. Ein Händler ergänzte: „Vermutlich sehen wir nichts anderes als eine ausgedehnte Erholungsrally.“

Zu den Gewinnern auf dem deutschen Markt zählten die Automobiltitel. Die BMW-Aktie schloss als bester Wert im Dax mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Nicht ganz so stark legten Daimler (+1,3 Prozent) und Volkswagen (+1,7 Prozent) zu. Ein Grund für den Aufwind der Autoaktien: Audi-Chef Rupert Stadler hatte sich verhalten optimistisch gezeigt, dass sich das China-Geschäft im August ordentlich entwickelt haben dürfte. Allerdings mache eine Schwalbe noch keinen Sommer. Außerdem hatte die chinesische Regierung Hoffnung auf weitere staatliche Stützungsmaßnahmen zur Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung gemacht.

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