Börse Frankfurt

Dax holt Verluste auf

Japans Zentralbank hat wider Erwarten die Geldschleusen nicht weiter geöffnet und den Nikkei auf Talfahrt geschickt. Der Dax notiert dennoch knapp im Plus. Die Deutsche-Bank-Aktie kletterte an die Spitze.
Update: 28.04.2016 - 17:41 Uhr

Überraschender Tagessieg: Die Deutsche Bank legt zu

FrankfurtAn den Börsen in Europa haben Anleger am Donnerstag mehrheitlich Aktien verkauft und sich damit an Vorgaben aus Japan orientiert. Die dortige Notenbank hatte unerwartet von weiteren Lockerungen der Zins- und Geldpolitik abgesehen. Daraufhin korrigierte der lokale Aktienmarkt heftig und der Yen wertete schlagartig auf.

In Europa führte das zu zeitweise kräftig nachgebenden Indizes. Anschließend wurden die Verluste leicht eingegrenzt, der Dax holte seine Verluste auf und schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 10 312 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex Eurostoxx 50 verlor 0,3 Prozent auf 3 121 Zähler.

“Die Bank of Japan hat enttäuscht und hinterlässt die Investoren noch unsicherer über die Entwicklung an den Aktienmärkten“, sagte Christoph Riniker von der Privatbank Julius Bär in Zürich. Die jüngste Rally sei vor allem auf den Mangel an Anlagealternativen zurückzuführen gewesen, und kaum wegen starker Fundamentaldaten erfolgt. Überdies sei der Markt nicht gerade günstig bewertet.

An einem aktiven Tag der Berichtssaison mangelte es bei Einzelwerten nicht an Impulsen. Dabei wurden unerwartet starke Ergebnisse in hohe Kursgewinne umgesetzt, so wie bei der Deutschen Bank. Für das erste Quartal überraschte der deutsche Branchenprimus mit einem Gewinn, was an der Börse mit knapp vier Prozent Kursplus honoriert wurde. Mitgezogen wurde die zögerlich ins Plus drehende Commerzbank.

Andere Banken in Europa schlugen die Gegenrichtung ein. Das betraf die um 8,6 Prozent einbrechende Aktie der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, die damit in Madrid auf einen um 54 Prozent nachgebenden Quartalsgewinn reagierte. Auch bei der Lloyds Banking Group waren Ertrag und Gewinn gefallen und die Aktie gab in London 2,1 Prozent nach.

Die 7 wertvollsten Unternehmen der letzten 20 Jahre
General Electric
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Mit der Glühlampe feierte General Electric in den 1880er Jahren seinen ersten großen Erfolg – rund 100 Jahre später war der Mischkonzern das wertvollste Unternehmen der Welt. 1996 besaß GE eine Marktkapitalisierung von rund 137 Milliarden US-Dollar. Im Jahr darauf waren es schon 223 Milliarden. Abgelöst wurde GE 1998 ebenfalls von einem Technologiekonzern.

Microsoft
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Mit einer Marktkapitalisierung von rund 272 Milliarden US-Dollar stieß Microsoft den damaligen Primus GE 1998 vom Thron. Mit dem Erfolg der Betriebssysteme Windows 95 und Windows 98 verbreitete sich die Software des Konzerns aus Redmond wie ein Lauffeuer: Office-Suiten, Webbrowser, Grafiksoftware auf Computern in aller Welt kamen in den 90er Jahren wie selbstverständlich aus dem Hause Microsoft. In den Jahren 2000 bis 2002 sowie ab 2003 übernahm GE zwar wieder die Spitze an der Liste der wertvollsten Konzerne der Welt – doch bis heute bleibt Microsoft unter den Top Ten.

Exxon Mobil
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Mit Öl und Gas schwang sich Exxon Mobil 2005 zum wertvollsten Konzern der Welt auf – bei einer Marktkapitalisierung von rund 372 Milliarden US-Dollar. Viele Jahre blieb Exxon an der Spitze, nur zeitweise unterbrochen von ...

PetroChina
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... dem chinesischen Konkurrenten PetroChina. Im vierten Quartal 2007 sowie vom zweiten Quartal 2009 bis zum zweiten Quartal 2010 lief der größte Ölkonzern Chinas Exxon den Rang ab (Marktkapitalisierung 2007: 724 Milliarden US-Dollar; 2009: 367 Milliarden US-Dollar). Auch diese Serie wurde zeitweise unterbrochen – für genau einen Tag. Denn am 28. Oktober 2008 ...

Volkswagen
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... schoss die Aktie von Volkswagen für eine kurze Zeit dramatisch in die Höhe. Damals steckten zahlreiche Spekulanten, insbesondere Hedgefonds, in einem sogenannten Short Squeeze: Sie hatten mit Leerverkäufen auf fallende Kurse der VW-Aktie gesetzt, bevor der Porsche-Vorstand bekanntgab, zusätzlich zu seiner Beteiligung an VW in Höhe von 42,6 Prozent weitere Anteile in Höhe von 31,5 Prozent über Optionen gesichert zu haben. Weil das Land Niedersachsen allerdings weitere 20 Prozent hielt, blieben weniger als 6 Prozent der VW-Aktie frei handelbar. Das Problem: Die Spekulanten hatten sich für ihre Leerverkäufe zwölf Prozent der Aktien geliehen – durch den Nachfrageüberhang war VW einen Tag lang der teuerste Konzern der Welt, mit zeitweisen Kursen von 1005 Euro pro Aktie.

Exxon Mobil
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Ab dem zweiten Quartal 2010 übernahm Exxon erneut die Spitze des Rankings von PetroChina. Bis Mitte 2011 blieb der Rohstoffkonzern (Marktkapitalisierung Q2/2011: 401 Milliarden US-Dollar) ungeschlagen – als im dritten Quartal erneut ein Technologie-Konzern zum wertvollsten Unternehmen der Welt wurde.

Apple
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Mit iPhones, iPads und iMacs überrollte der Apple-Gründer Steve Jobs die Technik-Welt und schuf nicht nur den wertvollsten Konzern, sondern auch die wertvollste Marke der Welt. Rund 354 Milliarden US-Dollar legten Investoren im dritten Quartal 2011 in Apple-Aktien an. Zwei Quartale (Q4/2011 und Q2/2013) gingen seither zwar noch an Exxon, insgesamt blieb Apple aber viele Jahre an der Spitze. Seinen Höchstwert erreichte das Unternehmen im ersten Quartal 2015 mit einer Marktkapitalisierung von 724,8 Milliarden Euro.

Ein um 23 Prozent gefallener Gewinn und die Warnung vor neuen kostspieligen Problemen beim der Produktion von Militärtransportern drückte Titel von Airbus um 6,1 Prozent.

Zusätzlich zur Enttäuschung über die Geldpolitik in Japan musste die frühe Wall Street schwache Konjunkturdaten in den USA verarbeiten. Schwacher Konsum und sparsamere Investitionen drückten im ersten Quartal das Wachstum auf den niedrigsten Wert seit zwei Jahren. Der S&P 500 sank um 0,4 Prozent auf 2087 Punkte und der Dow gab 0,5 Prozent nach. Positiv überraschen konnte am Vorabend das Sozialnetzwerk Facebook, deren Aktien im frühen Handel um 9,5 Prozent gewannen.

  • dpa
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