Börse Frankfurt
Dax im Absturzmodus

Der Dax verliert innerhalb von zwei Tagen knapp 250 Punkte. Aus Sicht der Commerzbank könnte dies allerdings nur der Beginn einer größeren Korrektur sein. Größte Verlierer waren heute die Konjunkturwerte.
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FrankfurtEinander widersprechende Konjunkturdaten haben am Mittwoch an den Finanzmärkten für ein reges Auf und Ab gesorgt. Am Ende ging der Dax mit einem Verlust von 0,9 Prozent bei 9140 Punkten aus den Handel, nachdem er am Mittag zeitweise um bis zu 1,7 Prozent auf 9069 Punkte gefallen war. Dafür hatten Händler den unerwartet deutlichen Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft im November verantwortlich gemacht. Denn viele Anleger setzten daraufhin auf eine schnellere Drosselung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed. Der überraschend niedrige Stand des ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe im November dämpfte diese Spekulationen etwas wieder. Auch die Währungen bewegten sich entsprechend. Der Euro rutschte in der Spitze einen halben US-Cent auf ein Tagestief von 1,3529 Dollar ab, erholte sich bis zum Abend aber auf 1,3560 Dollar.

Die ADP-Daten legten nahe, dass auch der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag gut ausfallen werde, erklärte Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Der ISM-Index unterstützte nach Einschätzung von Helaba-Analyst Ulrich Wortberg zwar das Bild einer fortgesetzten Konjunkturbelebung in den USA. Doch habe sich die Beschäftigungskomponente so abgeschwächt, dass die Spekulationen über die Drosselung der Anleihekäufe nicht weiter angeheizt würden.

Am Rentenmarkt sorgten vor allem die ADP-Daten für Kursausschläge. Der Bund-Future verlor 0,65 Prozent auf 140,36 Punkte. Auch die US-Treasuries gaben nach. Entsprechend zogen die Renditen auf breiter Front an. „Der Markt preist eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit für eine Drosselung im Dezember oder Januar ein", erklärte Mike Cullinane, Anleihehändler bei D.A. Davidson in St. Petersburg, Florida.

Der nächste große Impulsgeber in Europa sei derweil die Sitzung der EZB, stellten die Analysten der Metzler Bank fest. „Hier sprechen die jüngsten Inflations- und Stimmungsdaten allerdings gegen eine akute Notwendigkeit weiterer expansiver Maßnahmen." Daher rechnen die meisten Analysten auch nicht mit einer weiteren Zinssenkung. Angesichts der niedrigen Inflation hatten die Notenbanker die Märkte vor vier Wochen mit einer Senkung des Leitzinses auf das Rekordtief von 0,25 Prozent überrascht. Im Fokus der Ratssitzung und möglicherweise auch der anschließenden Pressekonferenz dürfte daher die Inflation stehen. Die EZB-Ökonomen werden ihre aktualisierte Prognose für die Teuerung in der Euro-Zone veröffentlichen.

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  • Naja, der Chart zeigt den Dax der letzten 2 Tage. Die fallende Linie ist der GD200. Die bunten Striche sind der Kurs in Kerzendarstellung. Der Chart ist ein 5min Chart, als mit 1 Kerze = 5min.
    Und wo man da gut hätte einsteigen könne, sieht man ja wohl ganz gut.
    Und wenn du dir beliebige Charts von früher hernimmst und mal vergleichst, dann wird dir ein Muster auffallen.
    Da es dieses Muster sehr oft gibt und es auch schon sehr lange existiert, könnte man versuchen es zu handeln.

    Es gibt zwar keine Garantie, dass dieses Muster immer funktioniert, aber einen Versuch ist es ja wert, oder?

  • Ich rechne die Prozente von unten. Vom GD200 aus gesehen war der Dax in der Spitze +13% über dem GD200.
    Ich hoffe, dass er diese Strecke korrigiert. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht schläft er auch bei 9000 ein.

  • Eine Pyramide funktioniert so:
    Du kaufst eine Position. z.B. Größe 1
    Wenn diese Position ins Plus läuft sicherst du sie mit einem SL beim Einstiegskurs ab. Nun hast du kein Risiko mehr.
    Wenn der Kurs in deine Richtung läuft, kaufst du eine 2. Position mit Größe 1. Und du sicherst deine beiden Positionen mit einem neuen SL ab, der so liegt, dass du keinen Verlust hast. Die 2. Position kann als etwas ins Minus laufen, die erste gleicht das aber aus. Im schlimmsten Fall wird es also ein 0-Trade.
    Geht der Kurs weiter in deine Richtung, ziehst du den SL von beiden Positionen auf den Einstandswert der 2. Position nach. Damit hast einen Gewinn sicher. Geht der Kurs nun weiter läuft auch Position 2 ins Plus. Du kannst den SL nun beliebig nachziehen und hast kein Risiko mehr.
    Das verdoppeln der Position von 1 auf 2 geht beliebig oft: 1, 1, 2, 4, 8, etc...
    Du hast nachdem Position 1 im Plus ist kein Verlustrisiko mehr. Im schlimmsten Fall verlierst du alle Buchgewinne. Im besten Fall verdienst du dick Geld.

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