Börse Frankfurt
Dax im Plus – 7.400 Punkte in Reichweite

An Geld mangelt es derzeit nicht. Von überall fluten die Notenbanken die Börsen mit Liquidität. Doch mittlerweile sind die Reaktionen darauf verhaltener. Für einen positiven Abschluss des Dax reichte es heute dennoch.
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FrankfurtDie heutige Dax-Kurve kann mit einem Tal verglichen werden. Anfangs noch getrieben von Japans Notenbank verlor der Leitindex schnell an Fahrt. Danach folgte bis zum Nachmittag ein Schleichen im minimalen Plusbereich. Kurz vor Handelsschluss nahm das Marktbarometer dann aber wieder Fahrt auf. Am Ende kam der Deutsche Aktienindex immerhin auf ein Plus von 0,6 Prozent auf 7.391 Punkte und liegt damit in Schlagdistanz zur 7.400 Punkte-Marke.

Die Bank of Japan teilte am Mittwoch mit, ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen um 10 Billionen Yen (rund 97 Milliarden Euro) auf 80 Billionen Yen auszuweiten. Wie erwartet ließ die Zentralbank zudem den Schlüsselzins unverändert bei nahe null. Einige Anleger hatten den Umfang des Anleihekaufprogramms so nicht erwartet und stiegen daraufhin in die Aktienmärkte ein, was das anfängliche Kursplus erklärt.

Allerdings verflog die Freude über das Zentralbankgeld schnell. Denn nach den Ankündigungen der EZB und der Fed, Anleihen in großem Stil aufzukaufen, konnte die Meldung aus Japan kaum noch für langanhaltende Kaufimpulse sorgen. Besonders weil der Grund für das Anleihe-Programm Japans die Anleger nachdenklich stimmen dürfte. Die zusätzliche Liquidität soll nämlich das exportabhängige Japan wieder auf den Wachstumspfad zurückbringen. In den letzten Monaten musste das asiatische Land starke Defizite im Export hinnehmen, da die globale Nachfrage, aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft, zurückgeht. Die Gefahr einer weltweiten Rezession sei von den Aktienmärkten noch längst nicht eskomptiert, hieß es. Solche Überlegungen veranlassten Anleger zu einer vorsichtigeren Einstellung gegenüber Aktien.

"Auf den ersten Blick sind die Anleihe-Käufe natürlich eine Stützungsmaßnahme für die Konjunktur", sagte ein Börsianer. "Da wir zuletzt alle paar Tage Eingriffe der Notenbanken gesehen haben, darf man dabei aber nicht übersehen, dass wir uns mitten in einem Abwertungswettlauf befinden." Im Kampf gegen ihre jeweiligen wirtschaftlichen Schwierigkeiten könnten sich weder die USA noch die Euro-Zone oder Japan eine starke Währung leisten. "Bei diesem Spiel kann es keinen Gewinner geben", fasste ein Aktienhändler die derzeitige Lage zusammen.

Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank dagegen hält die Aussichten für die Aktienmärkte durchaus positiv. „Anleger waren zuletzt sehr optimistisch gestimmt und so ist eine mehrtägige Konsolidierung möglich“, sagte der Experte. „Die Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt sind aber so gut wie lange nicht mehr“, betonte Jasper.

In den USA deuten indes die Immobiliendaten auf eine langsame Erholung des seit Jahren kriselnden Häusermarktes. Die Zahlen hatten jedoch kaum Auswirkungen auf die Wall Street. So wie in Europa stehen auch die US-Börsen noch unter dem Einfluss der Notenbankgelder. Diese sorgen nun für eine Phase der Konsolidierung der Aktienmärkten.

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  • Der anonyme Kommentar "spätestens seit heute" ist gerade an der Grenze des Unmöglichen.

  • VIX am Jahrestief.

    Vergeßt nicht den Sell-Button zu drücken.

    Das war's ...

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