Börse Frankfurt
Dax kämpft sich 300 Punkte nach oben

Eine optimistische Wall Street hat dem Dax am Donnerstag ins Plus verholfen. Zwischen Höchst- und Tiefstkurs liegen rund 300 Punkte. Dabei sind die Sorgen um den griechischen Schuldenstreit keineswegs beigelegt.

FrankfurtDie Politik bestimmt in diesen Tagen die Märkte. Am Mittwochabend sprach die Fed-Chefin Janet Yellen Klartext über die Leitzinsen. „Eine Anhebung in diesem Jahr ist möglich“, sagte sie auf der Pressekonferenz der US-Notenbank. Zugleich senkte die Fed die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft für das laufende Jahr.

Die Botschaft taugt eigentlich nicht unbedingt dazu, gute Laune zu verbreiten. Und so verharrte der Dax den größten Teil des Tages im Minus. Erst die optimistische Wall Street verhalf dem Index zu Gewinnen. Die US-Anleger interpretierten Yellens Aussagen als einen Hinweis auf eine sanfte Zinswende. Mit ihrem Optimismus steckten sie auch die europäischen Anleger an. Der Dax gewann am Ende der Tages 1,1 Prozent und schloss bei 11.100 Punkten. Dabei schwankte der Index heftig. Zwischen dem Höchstkurs (11.109) und dem Tiefstkurs (10.806) lagen rund 300 Punkte.

Dabei schläft die Griechenlandkrise nicht, im Gegenteil Die Lage wird immer dramatischer. Das zeigte sich auch am Zustand des griechischen Aktienmarktes. Der Leitindex fiel am Donnerstag um 4,3 Prozent auf 651,78 Punkte. Das war der niedrigste Stand seit September 2012, als ebenfalls die Schuldenkrise die Anleger verunsichert hatte. Der Bankenindex sank um 5,8 Prozent. Ein überraschender Primärüberschuss und die Aussage Angela Merkels, dass eine Einigung mit Griechenland auch in letzter Minute noch möglich sei, schoben die Athener Börsen allerding für einige Zeit auch ins Plus.

Griechenland und seine Geldgeber stehen unter hohem Zeitdruck, ihren Schuldenstreit beizulegen. Das laufende Hilfsprogramm, auf dessen Basis die Regierung in Athen auf kurzfristige Zahlungen von rund 7,2 Milliarden Euro hofft, läuft Ende des Monats aus.

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