Börse Frankfurt
Dax kann die 10.000 Punkte nicht halten

Die Dax-Tafel zeigte heute nach fünf Monaten wieder eine fünfstellige Zahl an. Zwischenzeitlich lag das Allzeithoch nur 13 Punkte entfernt. Doch die Hochphase dauerte nicht lange an. Am Ende ging dem Dax die Kraft aus.
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FrankfurtDer Dax sich heute kurz über die 10.000-Punkte-Marke gewagt. Zum zweiten Mal in diesem Jahr stand auf der Dax-Tafel eine fünfstellige Zahl. In der Spitze erklomm der Leitindex rund 10.038 Punkte. Von seinem Allzeithoch trennten ihn weniger als 13 Punkte. Doch die Gewinne schmolzen schnell dahin. Am Ende schloss der Dax trotz positiv notierender US-Börsen 0,3 Prozent im Minus auf 9934 Punkte.

In New York lag der Dow Jones nach Frankfurter Börsenschluss 0,4 Prozent höher bei 17.838 Zählern. Der S&P-500 stieg ebenfalls um 0,4 Prozent. Der Nasdaq konnte 0,5 Prozent zulegen.

Analysten hatten bereits seit Tagen auf die 10.000 Punkte gewartet. „Die Jahresend-Rally ist bereits in vollem Gang“, sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. „Der Dax wird die Zehntausender-Marke sicher knacken und sich darüber halten.“

Terry Torrison, Geschäftsführer des Brokerhauses McLaren Securities pflichtete Klude bei: „Die Mehrheit der Anleger will offenbar in den Markt zurückkehren, sagte Terry Torrison. Er gehe daher davon aus, dass die Aktienkurse bis zum Jahresende sukzessive anziehen werden.

Andere Händler zeigten sich ebenfalls optimistisch: „Der Dax will nach oben – neue Bestmarken sind nur noch eine Frage der Zeit“, sagte ein Börsianer. Im Juni hatte der Leitindex ein Allzeithoch von 10.050,98 Punkten markiert.

Grundsätzlich treiben die Hoffnung auf weitere Anleiheaufkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Angst vor Minuszinsen auf Spareinlagen die Anleger in Aktien, sagte Kapitalmarktstratege Oliver Roth von der Bank Close Brothers Seydler mit Blick auf den erneuten Höhenflug an den Börsen.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte in den letzten Tagen immer wieder angedeutet, im Notfall die Bilanzsumme der EZB auszuweiten, sollte die drohende Deflation mit herkömmlichen Mitteln nicht abgewendet und die Konjunktur in der Euro-Zone nicht angekurbelt werden.

Spannend wird es deswegen am Donnerstag, wenn der EZB-Rat zusammenkommt. Entgegen den Spekulationen der vergangenen Tage rechnet Commerzbank-Analyst Michael Schubert aber nicht damit, dass Notenbank-Chef Mario Draghi umfassende Wertpapierkäufe ankündigen wird. Das sogenannte Quantitative Easing (QE) komme frühestens Anfang 2015. „Denn erst dann wird die EZB den Effekt ihrer bisherigen Maßnahmen einschätzen können.“, sagt er. Den möglichen Ankauf von Unternehmensanleihen als Zwischenschritt beurteilt Schubert skeptisch. „Damit würde die EZB signalisieren, dass sie am Erfolg der bisherigen Maßnahmen zweifelt, bevor diese überhaupt richtig begonnen haben.“

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  • Waren Sie das Herr Edi Haas oder gar der Schwarze Drache.
    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/geheime-maulwurfjagd-undichte-stelle-bei-us-fed-brachte-haendlern-profitable-tipps/v_detail_tab_comments/11064840.html

  • Die Amis schon Plus 70 Punkte aber der
    NAchmittagsabverkauf
    hält weiter an.
    Diese Maschinen der Mächtigen sind schon unglaublich,wenn einmal der Wunschkurs im System einprogrammiert ist dann läuft das mit dem Gewinn.
    Der 10.050er Put immer noch verdreifacht

  • Das läuft doch wider für die Mächtigen
    der 10.050er Put jetzt schon verdreifacht und
    obwohl die Amis im Plus sind geht der Dax auf das
    gestrige VORbörsliche TT zu denn das muss noch bestätigt werden
    so laufen die Programme der Mächtigen
    und der Kleinanleger hat ,weil er dachte es geht nur kurz runter, wieder einen Call bei 9.950 gekauft,
    deshalb ist der Call auch das meistgehandelte Derivat aber die big Player mit ihren Puts,die fast wertlos waren,verdienen Millionen

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