Börse Frankfurt
Dax kann sein Plus nicht ins Ziel retten

Die Euro-Krise gibt weiterhin den Ton an den Finanzmärkten an. Davon konnten sich heute die Anleger überzeugen. Denn selbst gute Konjunkturdaten hatten keine Chance gegen die Hiobsbotschaften aus Europa.
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FrankfurtAm Ende fehlte nicht viel: Der Dax verlor kurz vor der Zielgeraden sein Plus und schloss 0,3 Prozent im Minus bei 6.384 Punkten. Auch die zweite Reihe musste nachgeben. Am Ende lag der MDax 0,1 Prozent im Minus bei 10.331 Punkten und der TecDax sank um ganze 1,3 Prozent auf 760 Zähler.

Im gesamten Tagesverlauf zeigte der Dax jedoch eine positive Tendenz. Denn zur Eröffnung betrug das Minus noch knapp 1,5 Prozent. Sein Tagestief markierte der Leitindex bei 6.297 Punkten. Von diesem Punkt an arbeitete sich der Dax dann kontinuierlich nach oben.

Am Nachmittag gelang ihm, getrieben von guten US-Zahlen, der Sprung ins Plus. Es schien, als könnte der Dax die Probleme rund um Griechenland hinter sich lassen und den ersten Handelstag in dieser Woche im grünen Bereich beenden. Die Kursverluste zu Handelsschluss zeigten jedoch, dass der Großteil der Investoren immer noch zu wenig Vertrauen in Aktien hat. Sie bevorzugen es, ihre Gewinne mitzunehmen anstatt weitere Risiken einzugehen.

Auch der Euro musste am Abend einen Gang zurückschalten. Er wurde nach Frankfurter Börsenschluss mit 1,2720 Dollar bewertet und lag damit 0,1 Prozent im Minus.

Die US-Börsen eröffneten stark, bewiesen aber ebenfalls keine Kondition. Der Dow-Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss nur noch 0,1 Prozent im Plus auf 12.641 Punkte, der S&P-500 notierte 0,1 Prozent fester auf 1.332 Zähler und der Nasdaq-100 fiel 0,2 Prozent ins Minus auf 2.577 Punkte.

Der heutige Handelstag zeigte, dass die Nervosität die Börsen weiterhin fest im Griff hat und dass sich gute Konjunkturdaten gegen die Hiobsbotschaften aus der Euro-Zone nur kurzfristig beweisen können. Denn solange keine funktionierende Regierung in Athen zustande kommt, solange werden auch die Märkte ängstlich und übertrieben auf die Entwicklung in Griechenland reagieren. Und selbst wenn nach den Neuwahlen am 17. Juni eine Regierung stehen sollte, kann mit einer Entspannung nicht gerechnet werden. Denn sollte das "worst-case-Szenario" eintreffen, also das Bündnis der linksradikalen Syriza die Wahl gewinnen, würde die neue Regierungskoalition dem europäischen Spardiktat entsagen und die Troika den Geldhahn abdrehen. In der Finanzwelt macht das Horrorszenario mit dem Namen "Grexit" – ein griechischer Zahlungsausfall und Austritt aus der Eurozone – mittlerweile die Runde.

„Die schlechte Nachricht ist, dass dies ein durchaus denkbares Szenario ist“, sagte Devisenexpertin Carolin Hecht von der Commerzbank. „Die gute ist, dass jeder Komponente dieser Wirkungskette noch Alternativen gegenüberstehen, die diesen vermeintlichen Teufelskreis unterbrechen könnten.“

Ein anderer Händler betonte: "Der Eintritt in die Euro-Zone sollte eigentlich unwiderruflich sein. Sie hatten alle Brücken eingerissen, damit niemand auf die andere Seite des Flusses zurückgelangen kann. Nun sieht es aber danach aus, als ob die Griechen hinüberschwimmen wollen."

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  • Danke deltaone.
    As so long

  • @Mary: Wird gemacht, ab 31.5 also erneut.

  • @deltaone

    Können Sie bitte mit einer Ankündigung bis zum 31.5. warten oder danach noch einmal posten. Ich werde keinen Internetzugang haben.
    Zum heutigen Markt: Zustimmung für daytrader_ wave; mit einer Ausnahme. Die Großen sind short nach wie vor. Und sie haben ihre Symbolaktien. Ich habe offensichtlich andere Quellen als Sie.

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