Börse Frankfurt
Dax kann Verlustserie beenden

Der Dax kann seine Talfahrt stoppen. Allerdings herrscht weiterhin Unsicherheit an den Märkten. Das hat die letzte Handelsstunde gezeigt. Viele Anleger nutzten das hohe Kursniveau vom Nachmittag für Gewinnmitnahmen.
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FrankfurtZu Handelsschluss ging dem Dax die Puste aus. Viele Anleger neigten angesichts höherer Gewinne beim Dax von bis zu 1,1 Prozent zu Gewinnmitnahmen. Am Ende ging der Deutsche Aktienindex mit einem Plus von lediglich 0,5 Prozent auf 9308 Punkten aus dem Handel. In der zweiten Reihe konnte der MDax seine Gewinne nicht halten. Er schloss 0,1 Prozent schwächer auf 16.475 Punkten. Der TecDax konnte 0,1 Prozent zulegen auf 1268 Zähler.

Im Vergleich zur Wall Street schlug sich die Börse in Frankfurt allerdings verhältnismäßig gut. In den USA gab der Dow Jones nach Frankfurter Börsenschluss 0,3 Prozent nach. Der S&P-500 musste ebenfalls einen Abschlag von 0,3 Prozent hinnehmen. Der Nasdaq verlor 0,1 Prozent.

Händler begründeten die Stärke der Börse in Frankfurt mit der großen Verlusten der vergangen Tage. So hatte der Dax in der vorigen Woche 3,5 Prozent eingebüßt, während der EuroStoxx nur 1,7 Prozent verlor. Händler hatten dies vor allem mit der Anfälligkeit der deutschen Exportwirtschaft für Störungen im Osteuropa-Geschäft begründet.

„Die Anleger können auf geopolitische Risiken sehr verstört reagieren. Aber im Markt ist sehr viel Liquidität, die den Handel bei fallenden Kursen sofort stabilisiert“, sagte Fondsmanager Carsten Hilck von der Union Investment Privatfonds GmbH in Frankfurt.

„Die Marktteilnehmer bleiben auf der Hut. Einige denken darüber nach, sich nach der Achterbahnfahrt seit Jahresbeginn an die Seitenauslinie zurückzuziehen,“ erwiderte Guillaume Dumans, Co-Chef des Research-Hauses 2Bremans.

Auch für den Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black steht der Aktienmarkt auf wackligen Beinen. Der anhaltende Streit um die Krim und das rhetorische Säbelrasseln auf russischer und westlicher Seite drängten Konjunkturdaten und Firmenbilanzen in den Hintergrund, beschrieb er die Lage.

Ein weiteres Thema am Markt sind die Zinsen in Europa. Diese könnten nämlich noch weiter sinken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich nach Worten von EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger weitere geldpolitische Schritte offen. „Wir haben noch Spielraum“, sagte Lautenschläger dem „Wall Street Journal“. „Der Zinssatz für die Einlagefazilität könnte beispielsweise negativ werden.“

Vergangene Woche hatte sich die EZB trotz der politischen Risiken durch die Krim-Krise und der weiterhin mauen Konjunktur in der Euro-Zone entschieden, die Zinsen nicht weiter zu senken und auch nicht zu unkonventionellen Maßnahmen zu greifen. An den Märkten sorgte diese Zurückhaltung Enttäuschung aus.

Audi hat im vergangenen Jahr so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Doch mehr Geld hat dieser Rekord unterm Strich nicht in die Kassen der wichtigen Volkswagen-Tochter gespült. Das operative Ergebnis sackte um 6,2 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro ab, wie die VW-Tochter am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. Nach Steuern schrumpfte der Gewinn um 7,7 Prozent auf gut vier Milliarden Euro. Als Gründe nannte Finanzchef Axel Strotbek Preisnachlässe in Europa, wo zudem mehr kleinere Modelle gefragt waren, die weniger Gewinn abwerfen. Die in keinem großen Index verzeichneten Audi-Aktien gaben heute 0,7 Prozent nach.

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  • @ farmer.tom: Da hast du absolut recht. Als Zusatz möchte ich aber noch hinzufügen, dass man in Aktien nur Kapital investiert, welches man in einem Zeithorizont von 10,15 oder 20 Jahren auch nicht anderweitig benötigt. Und nur mit diesem Zeitfenster sollte man auch sein Geld in Aktien zur Altersvorsorge investieren.

    Aber als Börsenhändler hat man keine Ahnung vom investieren. Das muss ich einen Profi überlassen der sich mit Asset- und Portfoliomanagement auskennt (anderer Berufszweig). Mein Depot in der individuellen VV bei HSBC hat auch über 50 % Aktienquote allokiert.


    Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope.

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  • Die Börse ist und bleibt Psychologie.
    Wie man an den täglichen Beiträgen hier lesen kann, kann daher auch nicht für jeden eine generelle Strategie oder Börseneinschätzung mit definierten Kaufzeitpunkten o.ä. gültig sein.
    Jeder muss so anlegen wie er das psychologisch am besten aushält und durchsteht wenn der Dax halt mal wieder (O-Ton HB) einbricht, einknickt, rutscht, erholt.

    Wie immer gilt: Keine Aktien zu haben ist langfristig ein Renditerisiko.
    Und für alle die ruhig schlafen wollen: Die defensiven Titel sind derzeit (im Vergleich zu anderen Anlageformen) nicht allzu teuer.

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