Börse Frankfurt
Dax kann Verlustserie nicht brechen

Der Leitindex setzte seine Talfahrt am Montag fort. Die Stimmung war aufgekratzt und Investoren fürchteten einen Dax-Rückschlag um 1.000 Punkte. Besonders hart erwischte es einen Geldautomatenhersteller.
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DüsseldorfDie Handelswoche beginnt für den Dax wie die vorherige Woche endete: im Minus. Am Montag wollten sich Anleger nicht aus Deckung trauen und verkauften überwiegend ihre Dax-Papiere. Der Leitindex ging schließlich 0,5 Prozent schwächer bei 9.598 Punkten aus dem Handel. Nach einem moderaten Start baute der Dax am Nachmittag seine Verluste aus – nachdem die Wall Street negativ gestartet war.

„Angesichts der Krisen in der Ukraine und im Gaza-Streifen, aber auch in Libyen oder im Irak scheuen Anleger das Risiko“, kommentierte Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. Krisenängste hatten den Dax bereits am Freitag um anderthalb Prozent nach unten gedrückt.

„Beim Dax steht das Risiko eines Rückschlags um bis zu 1000 Punkte im Raum“, sagte Hellmeyer. Ähnlich äußerte sich Kapitalmarkt-Experte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser: „Die geopolitischen Spannungen überschatten positive Konjunkturdaten wie heute aus China.“

Positive chinesische Konjunkturdaten konnten nur wenig ausrichten: Chinas Industrieunternehmen verdienten offiziellen Angaben zufolge im Juni 17,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Mai betrug das Plus lediglich 8,9 Prozent. Dies schüre Hoffnungen auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum in China, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Börsianer erwarten insgesamt eine turbulente Woche. Auf der konjunkturellen Seite rückt Ulrich Wortberg von der Helaba zufolge am Mittwoch die Notenbanksitzung in den USA in den Fokus und am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht. Beide Termine könnten noch für ordentlich Bewegung sorgen.

Russische Börse unter Druck

An der russischen Börse ging es ebenfalls abwärts. Die EU verdächtigt die Moskauer Regierung, die pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine militärisch zu unterstützen und will über weitere Sanktionen gegen Russland beraten. Außerdem verurteilte ein internationales Gericht das Land zu 50 Milliarden Dollar Schadenersatz an die ehemaligen Aktionäre des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos. „Das Verfahren läuft zwar schon seit 2007“, schrieben die Analysten der Sberbank in einem Kommentar. „Das Urteil wird aber sicher als Gradmesser für die Beurteilung Russlands durch Europa gewertet.“

Der Leitindex Micex der Moskauer Börse fiel um fast zwei Prozent auf 1.361 Punkte. Die russische Währung geriet ebenfalls unter Druck. Der Dollar legte ein knappes Prozent zu und kostete 35,55 Rubel.

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  • Ziele: USDRUB, Raytheon und Statoil neues ATH, Gazprom neues Jahrestief. Wegen des hohen Hebels bei FX ist das Renditeziel 100% für das Gesamtpaket.

    Der heutige Tag war ein Fest! Jetzt widme ich den angenehmeren Dingen des Lebens.

  • Und ich dachte immer, Lügner und Schwindler sind Synonyme... Kaum zu glauben, der Unterhaltungswert steigt immer noch!

  • @delta Imitator

    lassen Sie sich davon nicht verschrecken.
    Ihre delta Satire war absolut passend,deshalb bellt er auch jetzt so,denn beissen kann er rechtlich nicht.

    Er bekommt ihre IP-Adresse nicht.

    Googeln Sie mal das Urteil eines Arztes der gegen die Nichtherausgabe einer IP gegen ein Bewertungsportal geklagt hat,nix is,keine Herausgabe.
    Deshalb machen Sie bitte weiter.
    Sie mit ihrer Satire über delta und H. P. mit seiner Kunstdarstellung des X_TRADERS, einfach herrlich.

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