Dax kaum verändert nach US-Daten - Positive Wochenbilanz

Börse Frankfurt
Dax kaum verändert nach US-Daten und Trump-Tweets

Der jüngste Arbeitsmarktbericht aus den USA hat die Börse nur kurz beschäftigt. Der Leitindex Dax kann seine Verluste eindämmen, die Wochenbilanz ist positiv. International sorgen Trump-Drohungen für Irritationen.
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FrankfurtDer Dax hat am Freitag nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten seinen Verlust auf ein Minimum verringert. Letztlich schloss er 0,1 Prozent stärker bei bei 11.599 Punkten. Dass der deutsche Leitindex auf ein Wochenplus von rund einem Prozent zurückblicken kann, ist im Grunde nur dem steilen Anstieg um rund 100 Punkte in der ersten Handelsstunde des neuen Börsenjahres geschuldet.

Der MDax, in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, sank am Freitag um 0,12 Prozent auf 22.255 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,1 Prozent auf 1838 Punkte nach. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,19 Prozent auf 3321 Zähler.

Die US-Stundenlöhne stiegen im Dezember um 0,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. „Die Lohnentwicklung nimmt an Fahrt auf“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen blieb dagegen mit 156.000 hinter der Prognose von 178.000 zurück. Die Arbeitslosenquote ist wie erwartet um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat hatte die Quote noch mit 4,6 Prozent den niedrigsten Stand seit August 2007 erreicht. „Die Entwicklung ist solide und macht deutlich, dass der Arbeitsmarkt weiter in Richtung Vollbeschäftigung steuert“, sagt Umlauf.

Die Scheu vieler Anleger vor größeren Aktienkäufen begründete Analyst Jochen Stanzl vom Online-Brokers CMC Markets mit der nahenden Amtseinführung von Donald Trump als 45. US-Präsidenten am 20. Januar. „Die schon jetzt stattfindende Einmischung in die Unternehmenspolitik der Konzerne, die in Mexiko statt in den USA produzieren, wirft einen langen Schatten voraus.“

Jüngstes Beispiel ist Toyota: Trump drohte dem Autobauer aus Japan mit hohen Strafzöllen, sollte er das Modell „Corolla“ für den US-Markt in Mexiko produzieren lassen. Die Toyota-Aktien sackten um 1,7 Prozent ab und zogen die Papiere von Rivalen wie Nissan und Honda mit ins Minus. Vor einigen Tagen hatte der Milliardär General Motors (GM) aus ähnlichen Gründen attackiert.

In Deutschland fielen die Einzelhandelsumsätze im November real (preisbereinigt) um 1,8 Prozent zum Vormonatsniveau. Nominal (inklusive Preiseffekte) lagen sie 1,6 Prozent niedriger. Der Rückgang fällt stärker aus, als Analysten erwartet hatten. Die deutsche Industrie erhielt im November nach einem starken Vormonat 2,5 Prozent weniger Aufträge. Der Rückgang folgte jedoch auf einen starken Anstieg von korrigiert 5,0 (zunächst 4,9) Prozent im Oktober.

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