Börse Frankfurt Dax kaum verändert nach US-Daten und Trump-Tweets

Der jüngste Arbeitsmarktbericht aus den USA hat die Börse nur kurz beschäftigt. Der Leitindex Dax kann seine Verluste eindämmen, die Wochenbilanz ist positiv. International sorgen Trump-Drohungen für Irritationen.
Update: 06.01.2017 - 18:20 Uhr Kommentieren

Dax mit leichtem Plus - Wochenbilanz ist positiv

Dax mit leichtem Plus - Wochenbilanz ist positiv

FrankfurtDer Dax hat am Freitag nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten seinen Verlust auf ein Minimum verringert. Letztlich schloss er 0,1 Prozent stärker bei bei 11.599 Punkten. Dass der deutsche Leitindex auf ein Wochenplus von rund einem Prozent zurückblicken kann, ist im Grunde nur dem steilen Anstieg um rund 100 Punkte in der ersten Handelsstunde des neuen Börsenjahres geschuldet.

Der MDax, in dem die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert sind, sank am Freitag um 0,12 Prozent auf 22.255 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,1 Prozent auf 1838 Punkte nach. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,19 Prozent auf 3321 Zähler.

Die US-Stundenlöhne stiegen im Dezember um 0,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. „Die Lohnentwicklung nimmt an Fahrt auf“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen blieb dagegen mit 156.000 hinter der Prognose von 178.000 zurück. Die Arbeitslosenquote ist wie erwartet um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat hatte die Quote noch mit 4,6 Prozent den niedrigsten Stand seit August 2007 erreicht. „Die Entwicklung ist solide und macht deutlich, dass der Arbeitsmarkt weiter in Richtung Vollbeschäftigung steuert“, sagt Umlauf.

Mit diesen Aktien machten Anleger 2016 Kasse

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
FSE

-0,11 -1,14%
0,00€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
1 von 30

Platz 30: Commerzbank:

Deutschlands zweitgrößte Privatbank leidet wie andere Institute auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen – 24,3 Prozent Anschlag bedeuten den letzten Platz im Dax-Jahresranking. Mit einem Spar- und Schrumpfkurs und radikalen Umbau will der seit Mai amtierende neue Vorstandschef Martin Zielke das Institut auf Kurs bringen.

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
FSE

-0,17 -1,64%
+10,32€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
2 von 30

Platz 29: Deutsche Bank

Investoren sind schlechte Nachrichten von der Deutschen Bank gewöhnt. Zwar stabilisierte sich die Aktie im vierten Quartal, insgesamt war es aber ein Jahr zum Vergessen. Zwischenzeitlich rutschten die Papiere sogar unter die Marke von zehn Euro. Für das Jahr 2016 bleibt ein Minus von 23,4 Prozent. Vorstandschef John Cryan ist jetzt mehr denn je gefordert.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
FSE

+0,08 +0,30%
+26,69€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
3 von 30

Platz 28: ProSieben Sat 1

Nach dem Dax-Aufstieg im März 2016 war die Luft bei den Papieren des Medienkonzerns raus. Gegen Jahresende gerieten die Aktien nach einer Kapitalerhöhung dann richtig unter Druck. Zur Ehrenrettung ist zu sagen, dass sich die gesamte Branche im Jahr 2016 schlechter als der Gesamtmarkt entwickelte. Unterm Strich bleibt ein Minus von 21,7 Prozent.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
FSE

+1,70 +0,77%
0,00€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
4 von 30

Platz 27: Continental

Auch hinter dem Automobilzulieferer liegt ein turbulentes Jahr. Die Aktie notiert noch immer auf einem vergleichsweise hohen Niveau bei 183,70. Auf Jahressicht allerdings verloren die Papiere 17,9 Prozent an Wert.

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
FSE

+0,26 +1,08%
0,00€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
5 von 30

Platz 26: Lufthansa

Der scheinbar nie enden wollende Tarifkonflikt setzt dem Kranich immer mehr zu. Der Imageschaden ist enorm – und auch an der Börse ging es in diesem Jahr bergab. Lufthansa-Papiere notieren nur noch bei 12,27 Euro und damit 15,8 Prozent tiefer als noch zu Jahresbeginn.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
FSE

-0,09 -0,95%
+9,15€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
6 von 30

Platz 25: Eon

Der Energieriese blickt erneut auf ein tristes Jahr zurück. Die Aufspaltung brachte nicht den gewünschten Auftrieb. Auf Jahressicht hat der Versorger circa 15 Prozent seines Börsenwerts verloren.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
FSE

+0,24 +0,23%
0,00€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
7 von 30

Platz 24: Bayer

Die Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto war eines der Kernthemen des vergangenen Jahres. Letztlich zahlen die Leverkusener 128 US-Dollar pro Monsanto-Aktie. Die Aktionäre versetzte das nicht in Jubelstimmung. Der Chemieriese verlor fast 15 Prozent an Börsenwert.

Die Scheu vieler Anleger vor größeren Aktienkäufen begründete Analyst Jochen Stanzl vom Online-Brokers CMC Markets mit der nahenden Amtseinführung von Donald Trump als 45. US-Präsidenten am 20. Januar. „Die schon jetzt stattfindende Einmischung in die Unternehmenspolitik der Konzerne, die in Mexiko statt in den USA produzieren, wirft einen langen Schatten voraus.“

Jüngstes Beispiel ist Toyota: Trump drohte dem Autobauer aus Japan mit hohen Strafzöllen, sollte er das Modell „Corolla“ für den US-Markt in Mexiko produzieren lassen. Die Toyota-Aktien sackten um 1,7 Prozent ab und zogen die Papiere von Rivalen wie Nissan und Honda mit ins Minus. Vor einigen Tagen hatte der Milliardär General Motors (GM) aus ähnlichen Gründen attackiert.

In Deutschland fielen die Einzelhandelsumsätze im November real (preisbereinigt) um 1,8 Prozent zum Vormonatsniveau. Nominal (inklusive Preiseffekte) lagen sie 1,6 Prozent niedriger. Der Rückgang fällt stärker aus, als Analysten erwartet hatten. Die deutsche Industrie erhielt im November nach einem starken Vormonat 2,5 Prozent weniger Aufträge. Der Rückgang folgte jedoch auf einen starken Anstieg von korrigiert 5,0 (zunächst 4,9) Prozent im Oktober.

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