Börse Frankfurt: Dax knackt 6.900 Punkte-Marke

Börse Frankfurt
Dax knackt 6.900 Punkte-Marke

Die Umsätze waren gering und die Nachrichtenlage uneindeutig. Anleger warten auf die morgige Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Trotzdem schafft es der Dax ins Plus - und erobert die 6.900 Punkte.
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DüsseldorfDer Deutsche Aktienindex beendet einen zähen Handelstag mit 0,3 Prozent auf 6.901 Punkte leicht im Plus. Die zweite Reihe gab ein geteiltes Bild ab. Der MDax schloss 0,2 Prozent höher auf 10.530 Punkte, der TecDax ging mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 765 Zähler aus dem Handel.

Viele Anleger konnten aus der heutigen Nachrichtenlage keine klaren Schüsse ziehen. Einerseits kamen gute Konjunkturdaten aus den USA, andererseits macht das Thema Griechenland den Börsen immer noch zu schaffen. In Amerika erholte sich der Arbeitsmarkt, China erwirtschaftet ein massives Handelsbilanzdefizit. Die Schwerpunkte sind schwer auszumachen und so bleiben die Börsen weiterhin volatil.

„Im Moment hofft jeder, dass sich die US-Wirtschaft weiter belebt und hiesige Unternehmen davon profitieren können“, sagte ein Händler. Die Konjunkturdaten der weltgrößten Volkswirtschaft hatten zuletzt sehr zuversichtlich gestimmt. Damit sank allerdings auch die Wahrscheinlichkeit auf ein neuerliches geldpolitisches Stützungsprogramm der US-Notenbank (Fed). „Diese Erwartungshaltung bremst die Märkte derzeit aus.“ Die Fed wird am Dienstag ihre aktuelle Konjunktureinschätzung abgeben.

Dies war unter anderem auch ein Grund für die heutige Zurückhaltung der Anleger. Die meisten wollen erst abwarten, wie sich die Zentralbank morgen entscheiden wird und dann dementsprechend weiter investieren. Experten gehen davon aus, dass die Fed weiterhin an ihrer Nullzinspolitik festhalten wird.

Auf dem Frankfurter Handelsparkett zeigten sich heute vor allem die Finanz- und Automobiltitel in glänzender Form. Am Vormittag sorgten sie, aufgrund sehr niedriger Umsätze, für starke Impulse, die den Dax kurz deutlicher ins Plus trieben.

Die Aktien der Deutschen Bank präsentierten sich heute am stärksten. Sie schlossen heute 1,2 Prozent im Plus. Die Papiere der Allianz verteuerten sich am Montag um 0,6 Prozent. Die schwach gestarteten Aktien der Commerzbank kehrten am Vormittag kurz ins Plus zurück, tauchten aber schnell wieder ab und verzeichneten am Ende ein Minus von 2,7 Prozent. Der bayrische Autobauer BMW stieg um 0,8 Prozent und Daimler-Aktien schlossen den Handel 1,6 Prozent fester ab.

Langfristig könnten Aktien trotz der unklaren Lage an den Märkten dennoch an Attraktivität gewinnen. Denn die immer weiter sinkenden Renditen für Bundesanleihen lässt die Anleger nach Alternativen suchen. Diese könnten sie vor allem in deutschen Unternehmen finden.

Volkswagen macht eine Pause

Während die Papiere von BMW und Daimler Kursgewinne verzeichnen konnten, mussten Volkswagen-Aktien ein Minus von 2,1 Prozent auf 139,80 Euro hinnehmen. VW-Boss Martin Winterkorn konnte mit seiner mäßigen Erwartung für das laufende Jahr die Anleger nicht für sich gewinnen. Er erwartet, dass das operative Ergebnis des Vorjahres höchsten in gleicher Höhe erreicht werden kann. Dass es nächstes Jahr kein Wachstum geben soll, führte der Manager auf die kostspielige Einführung des Baukastenprinzips zurück.

Der am Freitag aus dem TecDax scheidende Pennystock Q-Cells machte heute einen wahren Kurssprung, nachdem bekannt wurde, dass neue Aufträge aus Griechenland kommen. Die Aktien verteuerten sich um bis zu 30 Prozent auf 0,30 Euro. "Aufträge kommen immer gut an, vor allem wenn sich Aktien auf diesem Niveau bewegen", sagte ein Händler.

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  • Zu dieser Prognose braucht man kein "Expertenwissen". Dazu reicht schon der normale Menschenverstand. Der Dax wird in den nächsten 2 Wochen die 7000er Marke deutlich übersteigen und auch längere Zeit halten. Es gibt keine bessere und sichere Anlage als im Dax zu investieren, wenn auch die Rendite keine Millionengewinne verspricht.

  • Oh der Oberlehrer hat gesprochen. Die 7 sehen wir bestimmt irgendwann. In 2-5 Jahren oder so. Aber in diesem Jahr nicht mehr. Sonst mal Dir doch eine. Denn siehst Du heute noch eine :->

  • Die Frage ist nicht, ob wir die 7000 sehen, sondern wie lange wir sie sehen werden.

    Die Frage lautet eigentlich nur, ob an der Anfangsdezimalstelle demnächst mit der gleichen Selbstverständlichkeit eine 7 stehen wird wie jetzt eine 6 (was noch vor vier Monaten auch keiner geglaubt hätte).

    Liquidität treibt den Markt... Mehr Geld kann man eigentlich nicht mehr drucken, als FED und EZB ständig weiter drucken, und China zieht auch demnächst wieder nach.

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