Börse Frankfurt
Dax knickt zum Wochenschluss ein

Enttäuschende Unternehmensbilanzen, Krisen in der Ukraine und in Gaza und schwache Konjunkturdaten: Für Anleger gab es kaum Gründe zum Kaufen. Der Dax geht tiefrot ins Wochenende. Einziger Lichtblick: Die Commerzbank.
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FrankfurtKein schöner Wochenschluss für den Dax. Nach soliden vier Handelstagen sollte ein Wochenplus auf der Tafel stehen, doch der verlustreiche Freitag verhagelte die Bilanz. Der Dax ging 1,5 Prozent schwächer bei 9.644 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht hat der Dax damit 0,8 Prozent verloren.

Am letzten Wochenhandelstag gab es für Anleger kaum Kaufimpulse. Unternehmensbilanzen enttäuschten und die Ukraine-Krise und der Konflikt in Gaza sorgten für einen trüben Hintergrund. Konjunkturdaten konnten kaum etwas bewirken. Wegen des Risikos einer Eskalation der Lage rund um die Konfliktherde Ukraine und Gazastreifen gingen die Investoren den Wochenausklang ruhig an, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn vom Broker IG.

Der Ifo-Index brachte überraschenderweise keine Bewegung in den Markt. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft trübte sich im Juli bereits zum dritten Mal in Folge ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 109,7 auf 108,0 Punkte, wie das Ifo Institut um 10 Uhr in München mitteilte. Die Kurse reagierten nicht.

Vielmehr richteten Investoren ihr Augenmerk auf Unternehmensnachrichten. Aber auch da gab es wenig Lichtblicke.

Für Diskussionen sorgte ein Bericht des Handelsblatts über die Deutsche Bank. Demnach wolle das größte deutsche Bankhaus zusätzlich bis zu 2,5 Milliarden Euro einsparen. Das laufende Programm, mit dem die Bank bis Ende 2015 rund 4,5 Milliarden Euro einsparen wolle, solle ausgedehnt werden - bis 2018 sollten die Kosten dann um insgesamt sechs bis sieben Milliarden Euro gesenkt werden. Ein entsprechendes Vorhaben bereite die Spitze der Deutschen Bank vor. Die Aktie begann den Handel mit einem kräftigen Plus, drehte am Nachmittag jedoch und schloss 0,86 Prozent schwächer.

Einziger Gewinner im Dax waren die Aktien der Commerzbank. Diese stiegen um 0,6 Prozent. Überwiegend lag dies am überraschend guten Ergebnis der RBS, das die gesamte Branche beflügelte. Die Royal Bank of Scotland (RBS) verdiente eine Milliarde Pfund und erlebte ein Kursfeuerwerk. Die RBS-Aktien stiegen um bis zu 15 Prozent und waren mit 378 Pence so teuer wie zuletzt im Januar.

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Luxus-Aktien auf Talfahrt

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