Börse Frankfurt
Dax kommt nach wechselhaftem Tag zurück

Bis zum frühen Nachmittag sah es für den deutschen Leitindex nicht gut aus. Als aber dann erste Ergebnisse des EU-Sondergipfels durchsickerten, konnte sich der Dax wieder fangen und stark aus dem Handel gehen.
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FrankfurtErmutigende Zahlen von Morgan Stanley sowie die Hoffnung auf eine Linderung der Schuldenkrise durch den Euro-Gipfel haben die Anleger am Donnerstag an die Wall Street gelockt. Die anderen Euro-Länder wollen Griechenland mit einem Mix aus Laufzeitverlängerungen, niedrigeren Zinsen bei Krediten und einer Beteiligung des Privatsektors bei der Lösung seiner Probleme helfen.

Die Schuldenkrise in Europa war in den vergangenen Wochen an den US-Börsen eine der größten Belastungen für die Aktienkurse. Zwar habe niemand eine umfassende Lösung beim Euro-Gipfel erwartet, hieß es am Markt. Immerhin habe das Treffen aber die Krise in den Hintergrund rücken lassen, was kurzfristig gut für den Aktienmarkt sei, erklärte Tom Wirth von Chemung Canal Trust.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte 1,2 Prozent auf 12.724 Punkte, nachdem er zwischen 12.566 und 12.751 Punkten geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 1,4 Prozent auf 1343 Zähler. Beim Index der Technologiebörse Nasdaq belief sich das Plus auf 0,7 Prozent. Er schloss mit einem Stand von 2834 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 1,0 Prozent bei 7290 Punkten aus dem Handel.

In New York sorgte insbesondere Morgan Stanley für Optimismus. Auch dank eines unerwartet robusten Handels und florierender Geschäfte im Investmentbanking fiel der Quartalsverlust der Großbank deutlich geringer aus als am Markt befürchtet. Der Aktienkurs des Geldhauses zog um mehr als elf Prozent an. Auch die Papiere vieler anderer Banken stiegen dank Morgan Stanley deutlich, der S&P-Branchenindex gewann 2,5 Prozent.

„Insgesamt zeigt sich, dass die Geschäftsbilanzen weiter positiv überraschen“, resümierte Janna Sampson von OakBrook Investments den bisherigen Verlauf der US-Bilanzsaison. Auch Transportwerte gehörten zu den größten Gewinnern, weil der Eisenbahnkonzern Union Pacific einen unerwartet hohen Gewinn präsentierte und seinen Aktienkurs damit gut vier Prozent in die Höhe trieb.

Auf der Verliererseite stand dagegen der Chipkonzern Intel, dessen Aktien um 0,8 Prozent nachgaben. Intel weckte mit einer Senkung der PC-Absatzprognose Zweifel an den Aussichten für die Computerindustrie. Dabei trat in den Hintergrund, dass das Unternehmen aus Silicon Valley im abgelaufenen Quartal besser verdient hat als von Analysten erwartet.

Die Aktien von American Express konnten kaum von den Geschäftszahlen der Kreditkarten-Firma profitieren. Sie legten lediglich um 0,9 Prozent zu. An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,97 Milliarden Aktien den Besitzer. 2418 Werte legten zu, 581 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Milliarden Aktien 1752 im Plus, 814 im Minus und 98 unverändert.

Unterdessen bereiten sich an der Wall Street Banker und Spekulanten auf den „Tag X“ vor. Sie entwerfen einem Bericht der „New York Times“ zufolge bereits Planspiele, wie sie darauf reagieren könnten, falls sich Regierung und Opposition in Washington bis zum Stichtag 2. August nicht auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigen sollten. Dann droht die Zahlungsunfähigkeit der USA.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat den USA wegen des anhaltenden Streits um die Anhebung der Schuldengrenze mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht. Washington könne innerhalb der nächsten drei Monate seine Bestnote „AAA“ verlieren, teilte S&P am Donnerstag mit. Die Wahrscheinlichkeit für eine Herabstufung betrage mehr als 50 Prozent. Seit der ersten Warnung vor einer Verschlechterung der Bonität im April habe sich die Lage der USA noch verschärft.

Von den positiven Signalen, die vom EU-Sondergipfel ausgingen, konnten insbesondere Finanztitel profitieren. Gestern schon hatten Banken- und Versicherungsaktien zu den größten Gewinnern gehört. Im Dax gewannen Commerzbank-Titel 8,9 Prozent auf 2,73 Euro und besetzten damit abermals den Spitzenplatz.

Die zwischenzeitlich schwächelnden Papiere der Deutschen Bank stiegen um 3,4 Prozent auf 38,97 Euro und Munich Re rückten um 2,2 Prozent auf 106,35 Euro vor. Nach Schätzungen von Analysten erreicht die Bank im zweiten Quartal fast zwei Milliarden Euro Gewinn. Das wäre eine Steigerung von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Handelsergebnis klaffen die Schätzungen allerdings weit auseinander. Für das Gesamtjahr trauen die 15 von Reuters befragten Experten der Bank im Schnitt einen Vorsteuergewinn von 8,67 Milliarden Euro zu. Die Bank will am Dienstag über die Entwicklung im zweiten Quartal berichten.

Ein skeptischer Ausblick von Intel hat Infineon zu schaffen gemacht. Die Aktien des Unternehmens gut einen Prozent und gingen mit 7,14 Euro aus dem Handel. Intel hatte seine Prognose für das Wachstum im PC-Bereich gesenkt. „Wer keine PCs kauft, kauft auch keine Chips oder Software“, kommentierte ein Händler die Auswirkung der Aussagen für die deutschen Chip- und Softwarehersteller.

Große Enttäuschung über die Zwischenergebnisse von Scania hatte am Donnerstag auch VW (3,5 Prozent), MAN (1,1 Prozent) und Daimler (0,3 Prozent) ins Minus gedrückt. Scania hatte mit seinem Betriebsergebnis im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal die Analystenschätzungen verfehlt. Die Aktien der Schweden brachen an der Stockholmer Börse stark ein.

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  • wer hat dir denn diesen floh ins ohr gesetzt???
    1. regel in dem business lautet, wer kein geld verlieren kann, kann auch keins gewinnen, und hat von daher per se schon mal nix an der börse verloren.
    und wenn man 180 pkt. vorne liegt, kann man auch ganz easy 30 pkt. wieder auszahlen.
    im übrigen, generiere ich schon seit über 10 jahren systemisch und dauerhaft positive ergebnisse an der börse mit meiner strategie und disziplin.

  • Genau dieses Verhalten zeigt mir, daß du auf Dauer zum Verlierer wirst. Was wolltest du an diesem Tag denn noch "obendrauf packen" an Gewinnen? Warst doch dick im plus. Aber es geht dir wie allen Zockern, deine Gewinne werden dich auffressen.

  • ist mir alles ein bissel zu optimistisch momentan. und die rosa-rota brille hab ich auch nicht auf. nach einem fast 200 pkt.-swing kauf ich hier zumindest nix mehr dem niveau. aber runter kommen will er wohl heute auch nicht mehr so richtig.
    also füße stillhalten. morgen neues spiel, neues glück.

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