Börse Frankfurt
Dax kommt nicht aus dem Minus

Geduldsprobe in Athen: Am Mittwoch gab es wieder keinen Durchbruch im Schuldenstreit. Das Dauerthema trübt die Stimmung an den Märkten merklich – der deutsche Leitindex kommt nicht mehr in Schwung.
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FrankfurtAm Mittwoch ist der Dax noch gut aus den Startlöchern gekommen und hat am Morgen die 12.000 Punkte übersprungen. Schnell drehte der Leitindex aber tief ins Minus. Das Börsenbarometer hat schließlich mit einem Abschlag von 0,6 Prozent auf 11.867,37 Zählern geschlossen. Auch der Handel in der zweiten Reihe verlief wenig erfreulich: Der MDax verlor ebenfalls 0,6 Prozent auf 21.214,56 Punkte, der TecDax blieb aber praktisch unverändert und schloss bei 1.666,33 Zählern.

Am Freitag hatte das Börsenbarometer wegen Sorgen um eine Staatspleite Griechenlands und ein Ausscheiden aus dem Euro den größten Verlust innerhalb einer Woche seit Anfang November 2011 verzeichnet. An den ersten beiden Handelstagen dieser Woche war es mit den Kursen noch nach oben gegangen.

„So richtig trauen sich die Bullen nicht aus der Deckung. Die Unsicherheit um die griechische Schulden-Odyssee und ein wieder anziehender Euro bremsen die Euphorie“, stellte CMC-Analyst Andreas Paciorek fest. Der Regierung in Athen läuft die Zeit davon, die Aktienmärkte sind zunehmend beunruhigt. In den kommenden Monaten muss sie ein Konzept vorlegen, dass die internationalen Geldgeber akzeptieren – ansonsten droht das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone.

Unterdes schwindet die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch. Der Athener Finanzminister Yanis Varoufakis sprach am Mittwoch zwar von einer „klaren Annäherung“. Dennoch sei noch keine umfassende Vereinbarung von dem Treffen der Euro-Finanzminister am Freitag im lettischen Riga zu erwarten.

Auch das Bundesfinanzministerium ist skeptisch: „Wir gehen mit sehr überschaubaren Erwartungen nach Riga“, sagte Ministeriumssprecher Martin Jäger. Es sei kein Beschluss zu einem Gesamtpaket von Reformmaßnahmen in Sicht, allenfalls „eine Art Zwischenbilanz“.

Bisher hat die Regierung in Athen keine Reformvorschläge vorgelegt, mit denen EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds (IWF) und EZB zufrieden sind. Sie schließt auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer in Urlaubsgebieten sowie Rentenkürzungen aus.

„Die Geldgeber haben Forderungen gestellt, dis bislang nicht akzeptiert wurden“, sagte Staatsminister Nikos Pappas.

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