Börse Frankfurt
Dax kratzt an 9400 Punkten

Der Dax setzt seine Rekordfahrt fort. Am Donnerstag kletterte das Börsenbarometer zeitweise auf ein neues Allzeithoch und verfehlte die 9400er-Marke nur um Haaresbreite. Bester Wert im Leitindex war die Commerzbank.
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FrankfurtDer Deutsche Aktienindex befindet sich weiter im Höhenflug. Am Donnerstag ging der Leitindex mit 9383 Punkten aus dem Handel und verbuchte damit einen Rekordschlussstand. Bereits am Morgen markierte er mit 9399 Zählern erneut ein Allzeithoch. Der MDax legte um 0,22 Prozent auf 16.281 Punkte zu. Für den TecDax ging es um 0,14 Prozent auf 1151 Stellen nach oben.

Allerdings fußten die Kursgewinne auf sehr dünnen Umsätzen. „Die Kursgewinne sind darauf zurückzuführen, dass diejenigen, die schon im Markt sind, keine Aktien verkaufen wollen. Und wer noch nicht drin ist, wartet auf einen Rücksetzer, der aber nicht kommt“, sagte ein Händler.

Wegen des Feiertages „Thanksgiving“ in den USA blieb in New York die Wall Street geschlossen. Am Freitag wird dort nur für wenige Stunden gehandelt. Somit fehlte der wichtigste Impulsgeber für die Märkte weltweit. Trotz geschlossener Börse kamen positive Impulse aus den USA. Dort fielen der Konjunkturindex aus Chicago und der von Reuters und der Uni Michigan berechnete Verbrauchervertrauensindex deutlich besser aus, als von Analysten erwartet. Auch die Frühindikatoren für Oktober waren stärker als gedacht angezogen.

Analyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus erklärte, es sehe so aus als gingen die USA mit einer positiven Grunddynamik ins neue Jahr. Ein Wermutstropfen sei aber der etwas stärkere Rückgang der Industrieaufträge in den USA im Oktober.

Gewinner im Dax war die Commerzbank mit einem Plus von 2,13 Prozent. Laut Händlern haben die Analysten von Morgan Stanley die Aktien des Frankfurter Geldhauses auf „equal-weight“ hochgestuft. Lanxess und Heidelberg-Cement legten jeweils rund 1,7 Prozent zu. Am Ende des Leitindex standen am Abend Fresenius MC (-0,92 Prozent), Continental (-0,81 Prozent) und VW (-0,48 Prozent).

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  • Ich freue mich doch für alle, die an der Börse richtig Geld verdienen. Steigende Kurze, Allzeithoch, alles schön und gut, nur darf man hier nicht vergessen, dass trotz aller Rekorde alles nur davon abhängig ist, dass die EZB weiter Geld zum Nulltarif verleiht. Nichts hat das mit Politik und nichts mit Wirtschaftsleistung zu tun. Nur Dank des billigen Geldes fliegt die Börsenrakete,...,bis sie explodiert.

  • @Schaarschmidt

    Danke, das unterstreicht meinen Punkt. Ich sehe wenig Sinn darin, wie einige hier im Forum oder auch Dirk Müller predigen, sich jetzt schon im Hinblick auf eine kommende Korrektur Short-Positionen aufzubauen.

    Wie sind Sie aktuell positioniert? Noch in Aktien?

    Interessanterweise - habe ich lange nicht mehr reingeschaut - waren heute tatsächlich die meistgehandelten Derivate Calls (OS & Zertifikate) in Frankfurt. Aber viele fangen ja jetzt erst an dran zu glauben, dass der Markt steigt. Von Euphorie oder Sorglosigkeit (noch) keine Spur.

  • Die eigentliche Korrektur z.B. beim 11.September 01 ging ja viel früher los.Bis zum 10.September 01 hatten DAX,Nemax,Nemax 50,Nasdaq,Dow Jones etc. punktuell schon das Gröbste hinter sich.Im Gegenteil,nach dem 11.September und einer Zeit der Besinnung- konnte man alles auf die Anschläge schieben und es setzte eine Ralley ein-die uns bis auf über 5400 im PDAX führte.Erst die Pleiten von Enron,Worldcom und die Vorbereitungen für den im Jahre 2003 beginnenden Irakkrieg, führten die Börsen ab März 2002 wieder nach unten.Ansonsten hatten wir eher Salamiecrashs-wie 2000.Hier erreichte der PDAX schon im März das ATH-aber er stand noch Anfang September bei über 7400 Punkten.Das waren auf Jahressicht von 12 Monaten immer noch gute 40% plus-und das steuerfrei.Zeit zum Ausstieg war also genug.Erst zum Jahresende 2000 kam der Dax wieder ins ins negative Terrain.

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