Börse Frankfurt
Dax legt Atempause ein

Das deutsche Börsenbarometer ist in den vergangenen Tagen grandios gelaufen und hat am Mittwoch zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch erreicht. Doch am heutigen Handelstag kehrte am Markt insgesamt wieder etwas Ruhe ein.

FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Mittwoch nach dem jüngsten Kurssprung zurückgehalten. Der Dax schaffte am Morgen zwar noch knapp den Sprung auf ein bisheriges Jahreshoch bei 10 708 Punkten. Zum Handelsschluss notierte er aber bei 10.650 Punkten und damit 0,39 Prozent unter seinem Vortagesschluss. Der deutsche Leitindex sei nach seiner Rally heiß gelaufen und anfällig für einen Rückschlag, sagte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Der grundlegende Trend habe sich aber verbessert.

Der Markt müsse „seine Gewinne heute zunächst einmal verdauen, zumal die Vorgaben aus den USA und Asien keine Impulse liefern“, schrieb Analystin Antje Laschewski von der LBBW in einem Kommentar. Laschewski verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Ölpreis, der wieder im Minus lag.

Jüngst hatte die Billiggeldflut der Notenbanken die Laune der Anleger wieder deutlich aufgehellt. Alleine am Dienstag war der Dax um zweieinhalb Prozent gestiegen und hatte damit seine bisherigen Verluste im Jahr abgeschüttelt. Sorgen um die Weltwirtschaft und die Folgen der Brexit-Entscheidung der Briten scheinen wie weggeblasen.

Der ebenfalls zuletzt gut gelaufene Index der mittelgroßen Unternehmen MDax legte zur Wochenmitte 0,28 Prozent auf 21.636 Zähler zu, der Technologiewerte-Index TecDax hielt sich unverändert bei 1728 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 verlor 0,4 Prozent.

Auf der Unternehmensseite geht derweil die Quartalsberichtssaison weiter. Der Energiekonzern Eon wartet trotz seines radikalen Umbaus weiter auf eine Trendwende. Die Papiere purzelten als abgeschlagenes Schlusslicht im Dax um mehr als acht Prozent nach unten. Am MDax-Ende rutschten die Aktien des Stahlkochers Salzgitter nach der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen um 6,5 Prozent ab.

Beim Industriedienstleister Bilfinger hoffen die Anleger nach der Vorlage der Resultate für das zweite Quartal derweil auf wieder bessere Zeiten. Der Verlust ist geringer geworden. Die Bilfinger-Aktien gewannen 2,3 Prozent und gehörten damit zu den stärksten Werten im MDax. Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf blieben sie aber das Schlusslicht.

Gut schnitten die Anteile der Leoni AG mit 1,8 Prozent Aufschlag ab. Der Auto-Zulieferer hatte seinen Ausblick bestätigt. Mit der Grammer AG hatte ein anderes Unternehmen der Branche seinen Ausblick sogar angehoben, was mit 2,9 Prozent Plus honoriert wurde.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,21 Prozent am Vortag auf minus 0,24 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 144,30 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,24 Prozent auf 167,95 Zähler vor. Der Kurs des Euro stieg auf 1,1187 US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,8934 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs tags zuvor auf 1,1078 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9027 Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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