Börse Frankfurt
Dax legt müden Wochenstart hin

Beim Deutschen Leitindex ist nicht wirklich Kauflaune aufgekommen. Die Diskussionen um ein weiteres Hilfspaket für Griechenland sorgten für trübe Stimmung. In den Fokus gerieten gebeutelte deutsche Unternehmen.
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FrankfurtDax-Anleger haben sich zum Wochenstart überwiegend zurückgehalten. Der Leitindex pendelte zwischen Minus und Plus und schloss schließlich 0,25 Prozent höher bei 8.359 Punkten. Der Dax steckt damit seit Wochen in der Spanne zwischen 8.200 und 8.400 Punkten fest.

Die Schuldenprobleme in Griechenland und Spekulationen über ein neues Hilfspaket für das Krisenland drückten den Dax am Vormittag zunächst ins Minus. „Es gibt kaum Impulse am Markt, und dann sorgen solche Nachrichten natürlich schnell für Verkäufe“, sagte ein Händler. Auch der Euro musste Federn lassen und fiel zeitweise wieder unter 1,33 Dollar.

Auslöser der Spekulationen war ein „Spiegel“-Bericht, wonach die Bundesbank für nächstes Jahr mit neuen Finanzhilfen für Griechenland rechnet. Im Rahmen zweier Hilfsprogramme wurde und wird das Land seit 2010 von seinen europäischen Partnern und dem IWF mit insgesamt fast 240 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Eine Sprecherin des Finanzministeriums bemühte sich darum, die Wogen zu glätten. Die Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF habe erst vor kurzem bestätigt, dass Griechenland alle geforderten 22 Vorrang-, Spar- und Reformmaßnahmen erfüllt habe. Zudem bekräftige ein Sprecher, dass ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland nicht in Frage käme.

Für Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz war dagegen die neu entfachte Debatte über das Euro-Sorgenkind Griechenland ein Warnsignal: Die umfangreichen Berechnungen der Troika seien wohl nicht viel wert, wenn jetzt schon wieder Geld fehle, schrieb er in einem Kommentar.

Tochter der Deutschen Börse im Visier der Behörden

Im Dax zählten die Aktien der Deutschen Börse mit einem Abschlag von 2,8 Prozent zu den größten Verlierern. Händler begründeten den Kursrückgang mit einem Bericht des „Wall Street Journal“, wonach der Informationsdienstleister „Need To Know News“ (NTKN) - eine Tochter der Deutschen Börse - in den Fokus amerikanischer Aufsichtsbehörden geraten ist. Zusätzlich belastet wurden die Titel durch eine Verkaufsempfehlung von Equinet.

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Deutsche Krisenunternehmen im Fokus

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  • Bei 8340 Dax Long weil der Schlusskurs bei
    8360 lag
    3000 für 1,54 mal abwarten ob es so einfach geht

  • Das war ein sehr schöner Handelstag. Hab nur meinen Call zu früh verkauft, aber man darf nicht gierig sein. Morgen kann es gerne genauso laufen - wieder erst 50-100 Punkte runter und dann rauf. Schaun wir mal.

    Einen schönen Abend!

  • Warum gegen den Trend lasse DOW ins Plus laufen
    und die Systeme im Dax laufen mit auf 8400
    Stopp mitziehen ist viel lukrativer

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