Börse Frankfurt: Dax macht Verluste teilweise wett

Börse Frankfurt
Dax macht Verluste teilweise wett

Der Dax wurde heute von starken Zahlen aus Amerika und einer gut gelaufenen deutschen Anleihe-Auktion getrieben. Doch ein altes Problem macht sich wieder bemerkbar. Die Euro-Krise scheint sich zurückzumelden.
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FrankfurtDer Deutsche Aktienindex konnte einen Teil seiner großen Verluste vom Vortag wieder wettmachen. Nach einem wechselreichen Start arbeitete sich der Dax kontinuierlich nach oben und schloss den heutigen Handelstag ein Prozent im Plus auf 6.675 Punkte. Der MDax beendete den Tag ebenfalls ein Prozent fester auf 10.437 Punkte. Der TecDax, der bis zur Mittagszeit im Minus verweilte, ging mit 0,3 Prozent auf 767 Zähler ebenfalls mit einem Plus aus dem Handel.

Doch trotz des erfolgreichen heutigen Handelstages kann von einer Entspannung an den Aktienmärkten nicht die Rede sein. Denn die Lage an den Börsen bleibt weiterhin Unsicher. Dies bestätigte heute auch der nervöse Handelsbeginn, der durch mehrere Faktoren ausgelöst wurde.

Positiv wirkten sich gute Unternehmenszahlen des US-Aluminiumkonzerns Alcoa aus. Das Unternehmen, das traditionell die Berichtsaison in den USA einläutet, konnte überraschenderweise einen Gewinn verschreiben. Damit hatten die Anleger nicht gerechnet.

Allerdings waren die guten Zahlen des US-Konzerns im Vergleich zu den Problemen in Europa nur eine Momentaufnahme. Deswegen konnte bei den Zahlen von Alcoa in erster Linie nicht von einem Impuls für die Aktienmärkte gesprochen werden. Vielmehr nutzten wohl einige Anleger die seit Tagen sinkenden Aktienkurse für günstige Aktienzukäufe.

Negative Stimmung an den Börsen verbreiteten die schwachen Anleihe-Auktionen in Spanien und Italien. Die erhöhten Renditen auf zehnjährige Staatspapiere rief bei vielen Investoren die Euro-Krise wieder in Erinnerung. Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz führte die Schwäche des europäischen Anleihemarktes auf die Liquiditätsschwemme der Europäischen Zentralbank zurück. „Mit ihren Drei-Jahres-Tendern hat die EZB die Geschäftsbanken in Spanien und Italien in die Lage versetzt, massiv Staatsanleihen des eigenen Finanzministers zu kaufen,“ schreibt er in einem Kommentar. Nun, nachdem das Geld langsam ausgegeben sei, kletterten die Renditen für die Bonds der hoch verschuldeten Staaten wieder in die Höhe.

Unsicherheit herrschte in den ersten Handelsstunden dann bezüglich der Auktion deutsche Staatspapiere. Doch die Befürchtungen verflüchtigten sich, nachdem das Ergebnis der Emission bekannt wurde. Laut den Daten konnte der Bund rund 3,9 Milliarden Euro einnehmen. Zwar lagen sie damit hinter der angepeilten Summe von fünf Milliarden Euro, jedoch waren die Renditen, die für die Papiere gezahlt werden müssen, auf rekordverdächtig niedrigem Niveau. Zehnjährige Bundesanleihen erreichten am Mittwoch eine Risikoprämie von 1,75 Prozent. Bei der letzten Auktion lag sie noch bei 1,83 Prozent. Im Anschluss an die Daten baute der Dax seine Gewinne aus und hielt diese dann bis Handelsschluss.

Doch längst nicht alle Experten bewerteten die Emission positiv. Marktstrategin Annalisa Piazza von Newedge Strategy in London vermerkte kritisch: „Die Nachfrage war sehr schwach, ohne den Eigenbehalt der Bundesbank wäre die Auktion technisch nicht einmal voll gezeichnet gewesen“.

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  • Können Sie mir bitte erklären, wie ein knallharter Optimist denkt? Was ist daran so schwer mit der Realität zu leben? Sind Sie auch der Typ der sich sagt, wenn er vor einem brennenden Haus steht, dass alles nicht so schlimm aussieht? Diese Realitätsverweigerung möchte ich gerne verstehen!

  • Die schlausten Äußerungen sind die "Der Ball ist rund"- und "Das Spiel dauert 90 Minuten"-Weisheiten vom User Kostolany.

    @Titanium: Guter Plan. Wenn du gewinnst, dann wenigstens richtig.

  • Hab grad alle Stop-Loss gecancelt und in normale Verkaufsorders für DAX10.000 umgewandelt. Fühlt sich für mich an wie die Ruhe vor dem Ansturm, windstill wie im Auge des Hurrikans.

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