Börse Frankfurt
Dax mit erstaunlicher Wiederauferstehung

Der deutsche Leitindex erlebte am Donnerstag eine rasante Berg- und Talfahrt. Nach anfänglichen Gewinnen verlor er mehr als 300 Punkte innerhalb kurzer Zeit, kämpfte sich aber wieder ins Plus zurück. War das die Wende?
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FrankfurtDer Dax gewann zum Schluss 0,36 Prozent auf 8602,95 Zähler - obwohl er mit 8355 Zählern ein neues Jahrestief markierte. Auch der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen erholte sich Tagesverlauf, blieb aber 14.733,19 Punkte knapp unter dem Vortagesschluss. Der TecDax der Technologiefirmen verlor 0,66 Prozent auf 1112,91 Punkte.

Anleger hoffen nun wieder auf Hilfen von der US-Notenbank. Genährt wurden die Spekulationen auf eine längerfristig lockere US-Geldpolitik von Aussagen des Chef der Federal Reserve Bank von St. Louis, James Bullard. Dieser brachte in einem Interview mit Bloomberg TV eine Pause bei der Drosselung der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank ins Gespräch. Abhängig von der Konjunkturentwicklung könnten sie sogar wieder ausgeweitet werden. Damit schürte er Börsianern zufolge Spekulationen auf eine Verschiebung der geplanten US-Zinserhöhung. Bislang rechnen Anleger für Mitte 2015 mit diesem Schritt.

Sorgen bereiteten im Handelsverlauf vor allem die Rendite-Anstiege der Anleihen aus den südeuropäischen Ländern. Die bewegten sich zwischen rund 15 Basispunkten bei Ländern wie Spanien und rund 110 Basispunkten bei Griechenland. Die wachsenden Sorgen der Anleger spiegelten sich auch in einer Auktion spanischer Titel wider, die mit 3,2 Mrd. Euro unter dem Maximalziel von 3,5 Mrd. Euro geblieben war.

An der Wall Street gab der Dow Jones Industrial Average kurz nach der Eröffnung um 0,9 Prozent auf 16.006 Punkte nach. Der S&P 500 büßte 1,1 Prozent auf 1842 Zähler ein. Wal-Mart Stores Inc. notierten 1,8 Prozent niedriger. Der Einzelhändler hatte die Umsatzprognose für 2014 auf 2 bis 3 Prozent Wachstum von zuvor bis zu 5 Prozent gesenkt. Der Aktienkurs von Goldman Sachs Group fiel um 2,2 Prozent, obwohl die Bank mit einem Gewinn je Aktie von 4,57 Dollar im dritten Quartal deutlich über den erwarteten 3,21 Dollar lag.

Mit den Titeln der Deutsche Bank AG und der Commerzbank AG, die um 2,72 Prozent und 1,2 Prozent absackten, gerieten zwei Bankwerte unter die Räder. „Es ist eine Mischung aus Sorgen zum Ausblick für das weltweite Wirtschaftswachstum und zum Inflationsausblick angesichts einer Reihe enttäuschender Daten“, sagte Jeremy Batstone-Carr, Leiter des Research von Charles Stanley & Co. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Erwartungen an die Unternehmensergebnisse für das vierte Quartal angesichts des makroökonomischen Abschwächung nochmals zurückgenommen werden könnten.

Der Stoxx Europe 600 fiel um 0,35 Prozent auf 310,28 Zähler. Der Euro Stoxx 50 sank um 0,46 Prozent auf 2879,10 Punkte. Zu den größten Verlierern gehörten auch in diesem Index Bankenwerte, die angesichts der wachsenden Konjunktursorgen und der Renditeanstiege um drei Prozent fielen. Insbesondere italienische Titel wie Monte dei Paschi di Siena, die Banca Popolare dell'Emilia Romagna und Carige setzten ihre Talfahrt ungebremst fort. Sie verloren zwischen knapp acht und 4,4 Prozent, der Handel wurde zeitweise ausgesetzt.

Händlern zufolge steigt vor der Veröffentlichung des EZB-Bankenstresstests am 26. Oktober die Nervosität. Derzeit scheuten Anleger das Risiko, sagte ein Börsianer. Der Bankenindex der Euro-Zone verlor 2,7 Prozent. In Paris gaben die Aktien der BNP Paribas fast drei Prozent nach.

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  • Meine klare Empfehlung, sämtliche Aktienanteile sofort verkaufen und das Geld besser in physisches Gold und Silber investieren, welches dann natürlich zu Hause gelagert wird.

    Denn es ist schließlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der nächste große Crash kommt, der die westliche Zivilisation dann endgültig in die Steinzeit zurückkatapultiert. Seit 2008 ist das eigentlich nur noch ein Spielchen auf Zeit, da die Ursache nie wirklich angegangen, sondern lediglich an dem Symptomen herumgedoktert wurde. Ich prophezeie daher, dass unser derzeitiges Währungssystem binnen eines Jahres am Ende ist und damit auch der verbundene Wohlstand. Kein Essen, kein Strom, keine Heizung...so wird das Ganze für die meisten wohl ausgehen, die nachwievor an Ihren Papieren festhalten.

  • http://www.fondsprofessionell.de/news/markt-strategie/nid/endet-mit-der-expansion-der-fed-bilanz-die-aktienhausse/gid/1016534/ref/4/

  • Die Meinungsäußerung von James Bullard ist alt(vom 14.09.14).Ich sprach sie schon heute morgen an.Aber sie wurde so lange in den Medien lanciert,bis sie wirklich in den Köpfen der Börsianer ankam.
    Meiner Meinung nach,ist der Leidensdruck noch nicht groß genug.Die FED wird die Linie halten und das QE im Oktober auslaufen lassen.Erst unter 15000 wird sie einschreiten.

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