Börse Frankfurt
Dax nähert sich dem Allzeithoch

Auch am Freitag zeigten sich die Anleger in Kauflaune. Grund zu Kauflaune gibt die robust wachsende Wirtschaft in der Euro-Zone. Das letzte Korrekturtief rückt in weite Ferne - es fehlt nicht mehr viel bis zum Allzeithoch.
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FrankfurtDer Aufschwung am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Freitag fortgesetzt. Der Dax schloss 0,7 Prozent fester bei 9662 Punkten. Damit beendete der deutsche Leitindex sieben der letzten acht Handelstag mit einem Plus. Gegenüber dem jüngsten Korrekturtief hat er damit knapp sechseinhalb Prozent gut gemacht. Damit liegt das Allzeithoch bei 9794 Punkten wieder in Reichweite.

„Jeder noch so kleine Kursrücksetzer wird zum Kauf genutzt“, sagte ein Händler. Die Märkte hätten die Unsicherheit wegen der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer und die enttäuschenden Bilanzen in den vergangenen Tagen abgeschüttelt, kommentierten die Analysten von Allianz Global Investors.

Der MDax stieg um 0,7 Prozent auf 16754 Punkte. Der TecDax rückte 0,1 Prozent vor auf 1257 Zähler. Der EuroStoxx 50 legte um 0,7 Prozent zu auf 3119 Stellen. Der Dow Jones stand zum Frankfurter Handelschluss bei einem Plus von 0,5 Prozent bei 16105 Punkten.

Beobachter sprachen von einer ungebrochen starken Dynamik an Europas Börsen, die von guten Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone zusätzlichen Schub erhielt. Vor allem das Wachstum bei den Schwergewichten Deutschland, Frankreich und Italien sorgt für Kauflaune. Das Bruttoinlandsprodukt im Währungsraum stieg zwischen Oktober und Dezember um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Europäische Statistikamt mitteilte.

Deutschland steuerte ein Plus von 0,4 Prozent bei und übertraf die Erwartung von Fachleuten. Die Konjunktur im Euroraum profitiert davon, dass die Sorgenkinder wieder besser Fuß fassen. So konnte Italiens Wirtschaft erstmals seit Mitte 2011 wieder zulegen - wenn auch nur um magere 0,1 Prozent. Frankreichs Wirtschaft wuchs um 0,3 Prozent und damit stärker als erwartet.

Bergauf geht es auch in Portugal (plus 0,5 Prozent) und Spanien (plus 0,3 Prozent). Die Wirtschaft in Zypern hingegen schrumpfte um ein Prozent zum Vorquartal. Trotz der Lichtblicke schrumpfte die Wirtschaft im Euroraum im Gesamtjahr 2013 um 0,4 Prozent. Für 2014 sagt die EU-Kommission dem Währungsgebiet aber nach zwei Rezessionsjahren wieder ein Wachstum von rund einem Prozent voraus.

In den USA ist die Industrieproduktion im Januar durch den strengen Winter unerwartet stark zurückgegangen. Dies belastete den Handelsstart der Wall Street nur kurz, denn ein starkes Verbrauchervertrauen, gemessen von der Uni Michigan, lies die Kurse in New York schnell drehen. Auch der Dax schlug nur kurzfrsitig aus. Schon am Morgen konnten schwache Vorgaben aus Tokio dem Bullen auf dem Frankfurter Parkett nichts anhaben.

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  • Im FOMC melden sich schon die ersten Stimmen zur Zinserhöhung. Die Fed achtet natürlich auch darauf, dass sich keine AKtienblasen wie im Moment bilden, weil der absehbare Crash dann auf die Realwirtschaft durchschlägt. Die Zinswende kommt ganz sicher viel früher als in 2 Jahren.
    Aber vorher wird sie das überschüssige Geld wieder einsammeln indem sie ihre Anleihen verkauft um solche Crashszenarien zu verhindern. Das erzählen die natürlich heute keinem, damit keine schlafenden Hunde geweckt werden und die Märkte nicht über Gebühr verunsichert werden, weil sich nämlich sonst alle von heute auf Morgen aus den Märkten stürzen - daran hat die Fed kein Interesse.

  • Ich bin jetzt enttäuscht der DOW hat 100 Punkte gemacht seit 17.30 Uhr
    der Dax geht nicht mit. Das einzige womit man was verdienen kann sind Aktien und
    noch mehr bringt natürlich der Derivatehandel wenn man es beherrscht

  • Die grosse Korrektur an den Börsen kommt, wenn endlich eine Zinswende der Zentralbanken erfolgt, also in 1 bis 2 Jahren. Dann muss aber auch die Inflation steigen. Bis dahin, Aktien kaufen egal wie die Resultate sind. Anderes bringt nichts, aber immer auf der Hut bleiben, den der grosse Crash kommt so sicher wie das Amen im Gebet. Alles hat eben ein Ende.

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