Börse Frankfurt
Dax nimmt Kurs aufs Ungewisse

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche halten sich die Anleger zurück. Der Leitindex pendelt richtungslos - und schließt leicht im Plus. Die Ruhephase könnte aber bald vorbei sein. Wichtige Konjunkturdaten stehen aus.
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Frankfurt/DüsseldorfMit einer über weite Strecken unmotivierten Performance ist der Dax in die neue Woche gestartet. Im Tagesverlauf fand der Leitindex keine klare Linie und schwankte um seinen Schlusskurs der Vorwoche. Erst dank eines kleinen Endspurts konnte das Börsenbarometer mit einem Plus von 0,13 Prozent und 6.565 Punkten seine starken Gewinne aus der Vorwoche doch noch weiter ausbauen. Der MDax schloss 0,3 Prozent fester bei 10.655 Zählern und der TecDax notierte zum Handelsschluss 0,5 Prozent besser auf 755 Punkten. Der Euro kostete am Abend 1,2265 Dollar (+ 0,1 Prozent).

Nach einem kaum veränderten Verlauf habe der Dax am Nachmittag zunächst unter der Entwicklung an den europäischen Anleihemärkten, insbesondere in Spanien und Italien, sowie schwachen US-Einzelhandelsdaten gelitten, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Dass der Markt danach ins Plus fand, begründete Huber damit, dass am Dienstag US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Senat sprechen wird. „Viele Marktteilnehmer hoffen auf Aussagen, dass zusätzliche Maßnahmen zur Stimulierung des Wachstums nicht mehr weit entfernt sind.“ Die schlechten US-Daten an diesem Tag hätten berechtigten Grund zur Besorgnis gegeben und viele Anleger sähen gerade dadurch die Chance steigen, dass die Fed bald zur Hilfe eilen werde.

Der Einzelhandel in den USA hat ein ungewöhnlich schwaches zweites Quartal hingelegt. Im Juni mussten die Einzelhändler zum dritten Mal in Folge einen Rückgang ihrer Umsätze hinnehmen. Eine derartige Minus-Serie habe es zuletzt Ende 2008 nach dem Kollaps der US-Bank Lehman Brothers gegeben, kommentierte Berenberg-Ökonom Christian Schulz am Montag. Kurz darauf fiel nicht nur die Wirtschaft der USA, sondern auch die globale Konjunktur in eine schwere Rezession. Allerdings waren die Umsätze seinerzeit rund sechsmal so stark rückläufig wie aktuell.

Im Juni - dem letzten Monat des zweiten Quartals - lag das Umsatzminus bei 0,5 Prozent, nach 0,2 Prozent im Mai und ebenfalls 0,5 Prozent im April. Die Markterwartungen wurden klar verfehlt. Bis auf wenige Bereiche wie den Lebensmittel- oder Bekleidungshandel gaben die Umsätze durchweg nach. Im Jahresvergleich blieben die Zuwächse aber klar im positiven Bereich. Experten gehen davon aus, dass das schwache zweite Quartal im Einzelhandel auch das gesamtwirtschaftliche Wachstum spürbar belasten dürfte.

Unbeeindruckt ließ den Dax indes die Nachricht, dass die 17 Länder des Euro-Raums im Mai einen deutlich höheren Export-Überschuss erwirtschaftet haben als im Vormonat. Dank leicht gestiegener Ausfuhren erreichte das Plus in der Handelsbilanz 6,9 Milliarden Euro, nach 3,7 Milliarden Euro im April, wie das europäische Statistikamt Eurostat auf Basis erster Schätzungen am Montag in Luxemburg mitteilte. Auf Monatssicht stiegen die Ausfuhren im Mai saisonbereinigt um 0,3 Prozent, während die Einfuhren um 0,9 Prozent schrumpften.

Die gesamte Europäische Union verbuchte im Mai hingegen ein Minus von 3,8 Milliarden Euro im Außenhandel. Im April war das Defizit 12,6 Milliarden Euro hoch. Die Exporte stiegen binnen Monatsfrist saisonbereinigt um 1,7 Prozent, erklärten die Statistiker. Die Importe fielen im Mai um ebenfalls 1,7 Prozent.

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  • Jemand, der in Griechische Aktien investiert,
    stellt im HB Fragen ?
    Wer glaubt eigentlich den Mist ?

  • Griechische Aktien wie eine OTE sind fundamental extrem günstig bewertet und haben enorme Kursphantasie nach oben.

    Leider ist die Volatilität extrem hoch. Als konservativer Anleger würde ich nicht in Griechenland investieren, trotz der enormen Renditechancen. Da gibt es genug amerikanische und europäische Blue Chips mit hoher Dividenrendite und solidem, nachhaltigen Geschäftsmodellen.

    Dort werden sie bestimmt fündig. Wenn Sie nur mit geringen Beträgen investiert sind und die Verluste noch begrenzt sind, sollten Sie über einen Verkauf dieser Titel nachdenken und den von mir beschriebenen Titeln investieren. Es sei denn sie haben die Nerven über einen längeren Zeitraum eine extrem günstige OTE zu halten. Das Kurspotenzial ist, mein Fall wäre es trotzdem nicht.

    Viel Erfolg. An der Börse trifft jeder seine Entscheidungen allein.

  • Hallo an Alle!

    Vor einiger Zeit habe ich mir von einem Teil meines Gehalts ein paar griechische Aktien in mein bescheidenes Depot gelegt.

    Heute Vormittag war soweit alles sehr zufriedenstellend nur hat sich binnen nich einmal 10 minuten das komplette Blatt gewendet.

    Eine OTE hat sich von Plus 10% auf Minus 4-7% reduziert
    Public Power nahezu selbes Bild ebenfalls 2-stellig...

    könnten mir die hier anwesenden experten diesen enorm krassen Kursverfall erklären?

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