Börse Frankfurt
Dax nimmt sich die 12.000 Punkte vor

Die Stimmung hellt sich mit der vorläufigen Griechenland-Lösung auf. Zusammen mit der Berichtssaison in den USA und Deutschland steigen die Kurse. Der Dax schließt auf dem höchsten Stand seit zwei Monaten.
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FrankfurtDer Dax nimmt die 12.000 Punkte wieder ins Visier. Vor allem das vorläufige Ende der Griechenland-Krise löst den Druck an den Börsen. Am Ende notierte der Leitindex 0,5 Prozent fester auf 11.736 Punkten – der höchste Schlusskurs seit zwei Monaten.

Das Sorgenthema Griechenland verschwinde zusehends aus den Köpfen der Anleger, sagten Börsianer. „Anleger sind zunehmend gewillt, wieder Risiken einzugehen“, erklärt Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black. In den Mittelpunkt rücken nun die Quartalsberichte aus den USA, schrieb LBBW-Analyst Uwe Streich in einem Kommentar. „Und diese verheißen durchaus Positives.“

So konnte die US-Investmentbank Morgan Stanley trotz eines um neun Prozent gesunkenen Nettogewinns die Einnahmen im Tagesgeschäft um rund 13 Prozent auf 9,74 Milliarden Dollar erhöhen. Die Vermögensverwaltung, deren Ausbau Morgan Stanley weniger schwankungsanfällig machen soll, legte um fünf Prozent zu. Überraschend gab es auch im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren ein Plus, während die Rivalen hier durch die Bank deutliche Abschläge hinnehmen mussten. Die Aktien legen im US-Geschäft 1,3 Prozent auf 40,69 Dollar zu und steuern damit auf ein Sieben-Jahres-Hoch zu.

Neben Morgan Stanley standen auch die Aktien des Börsendebütanten Paypal im Fokus der Marktteilnehmer. Wie sehr, das zeigen die Umsätze an der Wall Street. In den ersten sind mehr Papiere von PayPal ge- und verkauft worden als Aktien der Dax-Umsatzspitzenreiter Deutsche Telekom, Commerzbank, Deutsche Bank und Infineon zusammengerechnet. Der Aktienumsatz des Online-Bezahldienst lag bei etwa 14,6 Millionen Papieren.

Auch hierzulande versprechen die wirtschaftlichen Kennzahlen positive Auswirkungen auf die Börsen. Nach Ansicht der Bundesbank habe das Wachstumstempo in Deutschland im Frühjahr zugelegt. Wesentliche Impulse dafür liefere der kräftige Konsum. Die gute Lage am Arbeitsmarkt und Lohnzuwächse sorgten dafür, dass die Verbraucher in Kauflaune blieben. Die Volkswirte der Bundesbank legten sich zwar auf keine konkrete Prognose für das zweite Quartal fest. Sie rechnen aber mit einem wesentlich höheren Wachstum.

Die anstehende Bilanzsaison in Deutschland könnte bereits erste Hinweise liefern, wie stark sich das Wachstum forcieren könnte. Am Dienstag läutet SAP den Zahlenreigen in Deutschland ein. Aus dem Dax wollen außerdem noch der Autobauer Daimler am Donnerstag und der Chemiekonzern BASF am Freitag ihre Bücher öffnen.

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  • Also "Schneider" ist mir lieber geehrtes HBO-Team.

  • Welches Ende welcher Krise?

    Der Euro ist kaputt und konnte nie reüssieren, denn nie existierte eine Gemeinschaftswährung unter souveränen Staaten. Diese nämlich haben eigene Parlamente als Gesetzgeber, eigen Ökonomien sowie unterschiedliche Kulturen und Mentalitäten (siehe Griechenland u. all die vielen anderen).

    So lebt der Euro schon nicht mehr - er ist einer dieser wenigen lebenden Toten, die noch ein Weilchen politisch am Leben gehalten sehr viel Unheil anrichten, besonders bei denen, die noch dran glauben.

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