Börse Frankfurt
Dax packt die 12.000 Punkte nicht

Lange hat es danach ausgesehen, dass der Dax wieder über 12.000 Punkten schließt. Am Ende überwogen jedoch die Zweifel. Ein schwacher ZEW-Index und schlappe US-Börsen haben den Leitindex ausgebremst.
  • 6

FrankfurtDer Dax bleibt auf seinem Erholungskurs. Allerdings hat die sich Wachstumsdynamik im Laufe des heutigen Handelstages zunehmend abgeschwächt. Am Ende schloss der Leitindex 0,4 Prozent fester auf 11.940 Punkten. Zwischenzeitlich konnte er die 12.000-Punkte-Marke wieder knacken. Den Tageshöchststand markierte der Dax bei 12.079 Zählern.

Doch einen wirklichen Kaufgrund gab es heute eigentlich nicht. Denn selbst die von einigen Händlern angeführte Euro-Schwäche rechtfertigte nicht die heutigen Kursgewinne des Dax, zumal der Euro am Nachmittag gegenüber dem Dollar deutlich aufholen konnte und am Abend bei 1,0761 Dollar 0,2 Prozent im Plus lag.

Vielmehr hatten die Anleger etliche Gründe ihre Depots auszudünnen. Zum einen lag der ZEW-Konjunkturerwartungsindex mit einem Wert von 53,3 Punkten deutlich unter den prognostizierten 55,3 Zählern. Zum anderen konnten die Vorgaben aus den USA nicht überzeugen. Nach Frankfurter Börsenschluss lag der Dow Jones 0,4 Prozent im Minus auf 17.964 Punkten. Außerdem bleibt die Schuldenkrise Griechenlands weiterhin ein Thema an den Börsen.

Die Anleger sind besorgt, dass sich auch bei dem Treffen der Finanzminister der Euro-Zone am Freitag keine Einigung abzeichnen dürfte und ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone damit immer wahrscheinlicher wird. Bisher hat Athen keine Vorschläge gemacht, die die Billigung der Geldgeber finden. Griechenland benötigt dringend Geld, um seine Verbindlichkeiten weiter bezahlen zu können.

Vor diesem Hintergrund verlor die Athener Aktienbörse 3,5 Prozent. Der griechische Bankenindex fiel sogar um mehr als acht Prozent auf ein Rekordtief von 421,81 Punkten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, den griechischen Finanzinstituten könnte der Zugang zu Notkrediten der EZB – im Fachjargon ELA genannt – erschwert werden. Analyst Connor Campbell vom Brokerhaus Spreadex erklärte, demnach versuche die EZB den Finanzhahn für die griechischen Banken etwas zuzudrehen. Dieser Schritt würde die ohnehin schon fatale finanzielle Situation der Institute noch schlimmer machen, ergänzte er.

Seite 1:

Dax packt die 12.000 Punkte nicht

Seite 2:

Bahn-Streik belastet deutsche Stahlwerte

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax packt die 12.000 Punkte nicht"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Leider ist es in den vergangenen Wochen unter diesem Artikelformat vermehrt zu unsachlichen und beleidigenden Kommentaren gekommen. Dadurch war keine themenbezogene Diskussion mehr möglich. Aus diesem Grunde wird die Kommentarfunktion bis auf Weiteres deaktiviert. Ein Kommentieren ist somit vorläufig nicht mehr möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es gibt eben Experten, die mit ihrem Wissen viel, sehr viel Geld an den Märkten machen.

    Und es gibt Experten, die ihr Wissen veröffentlichen, Reporter, Journalisten u.s.w.

    Mann soll aber NIE die eine Experten-Gruppe mit der anderen verwechseln.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%