Börse Frankfurt Dax pendelt sich bei über 12.000 Punkten ein

Der Dax hat sich am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten knapp über der Marke von 12.000 Punkten gehalten. Zum Handelsende gewann der Leitindex 0,09 Prozent auf 12.027,32 Punkte. Der EuroStoxx schloss fester.
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Frankfurt ist der wichtigste deutsche Börsenplatz. Quelle: Reuters
Frankfurter Börse

Frankfurt ist der wichtigste deutsche Börsenplatz.

(Foto: Reuters)

FrankfurtVor der französischen Präsidentschaftswahl am Sonntag schalteten die Märkte nun in den Sicherheitsmodus, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Für größere Engagements sei vor der Wahl kein Platz mehr. „Am Montag nach der Frankreich-Wahl werden die Karten neu gemischt“, so Stanzl.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, rückte am Donnerstag um 0,18 Prozent auf 24.036,26 Zähler vor. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,16 Prozent auf 2017,32 Punkte zu.

Nach einem überraschenden Gewinn- und Umsatzsprung im ersten Quartal sprangen die Aktien von BMW zunächst um 1,6 Prozent nach oben, drehten dann aber rasch wieder ins Minus. Zum Handelsende standen sie nur 0,12 Prozent höher. Die Signale für das Gesamtjahr bleiben unverändert verhalten. So peilt BMW weiter nur eine leichte Steigerung des operativen Gewinns (Ebit) an.

Die Anleger-Lieblinge im ersten Quartal

DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008232125
Börse
FSE

-0,58 -2,09%
+27,13€
Chart von DEUTSCHE LUFTHANSA AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Top 10: Lufthansa
1 von 10

Die Lufthansa gehört zu den Werten, welche die Anleger im ersten Jahresquartal besonders gern hatten. Die Aktien der Fluggesellschaft stiegen um gut ein Fünftel ihres Wertes am Jahresende.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 22,8 Prozent

STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007493991
Börse
FSE

-4,30 -6,94%
+57,60€
Chart von STROEER SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Top 9: Ströer
2 von 10

Auch die Papiere der Kölner Werbefirma sind bei Anlegern begehrt. Grund könnte sein, dass die Firma zum Jahresstart ihre erste Umsatzmilliarde knackte. Vor allem im Online-Geschäft verzeichnet das Unternehmen, das Bushaltestellen und Plakatwände bestückt, kräftiges Wachstum.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 23 Prozent

WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007472060
Börse
FSE

-0,62 -0,62%
+98,50€
Chart von WIRECARD AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 8: Wirecard
3 von 10

Die Wirecard-Aktionäre mussten ende Februar einen Kurssturz hinnehmen. So berichtete das „Manager-Magazin“ von Ungereimtheiten in der Bilanz des Zahlungsdienstleisters. Doch die Anleger schöpften Zuversicht, die Aktie stieg.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 25,2 Prozent

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008019001
Börse
FSE

+0,11 +0,79%
+13,95€
Chart von DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 7: Deutsche Pfandbriefbank
4 von 10

Auch die deutsche Pfandbriefbank-Papiere sind im vergangenen Quartal kräftig gestiegen. Während der Fall Hypo Real Estate gerade wieder vor Gericht ist, scheint sich ihre Nachfolgerin an der Börse gut zu schlagen.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 28,2 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
FSE

+0,34 +2,12%
+16,61€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Top 6: RWE
5 von 10

RWE profitiert von Spekulationswelle bei den Energieversorgern. Die Aktie des Unternehmens aus NRW zählt zu den begehrtesten Titeln im Dax.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 29,1 Prozent

PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006916604
Börse
FSE

+0,30 +0,20%
+150,10€
Chart von PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG INHABER-AKTIEN O.N.
Top 5: Pfeiffer Vacuum
6 von 10

Auch der Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum wird derzeit von Spekulationen auf eine Übernahme getrieben. Zuletzt startete der Rivale Busch den erneuten Versuch einer Übernahme.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 32,7 Prozent

ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005103006
Börse
FSE

-0,01 -0,25%
+6,00€
Chart von ADVA OPTICAL NETWORKING SE INHABER-AKTIEN O.N.
Top 4: ADVA Optical Networking
7 von 10

ADVA bietet Telekommunikationsausrüstung an und sitzt in München. Bei den Anlegern ist das 1994 gegründete TecDax-Unternehmen so beliebt, dass es auf Platz vier aller in den Dax-Indizes notierten Werte schafft.

Kursveränderung 31.12.2016-31.03.2017: + 37,3 Prozent

Die Papiere der Gea Group fielen nach vorläufigen Zahlen für das Startquartal am MDax-Ende um 3,96 Prozent. Ein Börsianer monierte den schwachen Auftragseingang und die sehr niedrige Marge. Der Anlagenbauer habe den Ausblick auf 2017 zwar bekräftigt, doch dies könnte sich ändern. Die Aareal Bank hob indes wegen eines positiven Sondereffekts im Zusammenhang mit dem Kauf der Corealcredit die Jahresziele an. Die Titel legten weit vorne in dem Index um 2,09 Prozent zu.

Stahlwerte präsentierten sich nach ihrer Vortageserholung wieder schwächer. Salzgitter-Aktien verloren im MDax 0,87 Prozent. Verhaltene Analystenstudien hatten belastet. Im Dax büßten die Anteile von Thyssenkrupp als Schlusslicht 1,72 Prozent ein.

Schwungvolles Wachstum und Bewertungsfantasie - dies lockte neue Käufer in die Aktien von Zooplus. Die Papiere des Onlinehändlers für Heimtierbedarf kletterten nach Eckdaten für das erste Quartal auf ein Rekordhoch von 154,35 Euro und standen zum Schluss bei 154,10 Euro und einem Plus von 7,65 Prozent nur knapp darunter. Der Kursgewinn bedeutete Platz eins im Kleinwerteindex SDax.

Die größten Anlegerfehler
Privatanleger machen vermeidbare Fehler
1 von 13

Eine Studie der Wirtschaftsprofessoren Andreas Hackethal und Steffen Meyer für das Magazin „Finanztest“ hat knapp 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden im Zeitraum von 2005 bis 2015 ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anleger weit hinter den Wertzuwächsen des Gesamtmarktes liegen. Während eine Rendite von jährlich 8,7 Prozent realistisch gewesen wäre, kommen die Anleger nur auf einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent. Mangelnde Finanzkenntnisse müssen nicht die Ursache sein. Zu Einbußen führen meist kurzfristiges Denken, Gier und Aktionismus. Die vier gängigsten Fehler sind leicht zu beheben. Wir stellen sie vor – und entsprechende Gegenstrategien.

Das Bild zeigt die Börse von Abu Dhabi. Hier handeln Privatanleger mit größeren Beträgen als in Deutschland.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
2 von 13

Befund Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage – dennoch vernachlässigen sie viele Anleger: die Risikostreuung. Wie die Studie zeigt, streuen Anleger ihre Wertpapiere zu wenig; die Aktienkonzentration ist höher als noch vor zehn Jahren. Eines der untersuchten Depots beinhaltet heute im Schnitt zwölf Aktien.

In Santiago de Chile bedient ein Mitarbeiter der chilenischen Zentralbank eine Sicherheitstür.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
3 von 13

Folgen Zwischen der Streuung und dem Chance-Risiko-Verhältnis besteht laut den Autoren ein klarer Zusammenhang. Selbst die relativ breit aufgefächerten Depots reichen nicht entfernt an das Verhältnis des Weltaktienindexes MSCI World heran.

In manchen Depots befindet sich nur eine einzige Aktie. Wenn diese auch noch ein spekulativer Titel ist, unterliegt das Depot enormen Kursschwankungen.

Am 24. Oktober 1929, dem „Schwarzen Donnerstag“ kommen Menschen vor der New York Stock Exchange zusammen.

Fehler 1: Mangelnde Streuung
4 von 13

Gegenmittel Es ist leicht, ein breit gestreutes Depot aufzubauen: durch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie beteiligen Anleger, je nach Art, an 1600 bis 2500 internationalen Aktien. Für Staatsanleihen gibt es ebenfalls ETFs.

Bestehende Depots umzubauen, ist nicht nicht ganz einfach. Anleger sollten sich von Verlustpositionen trennen. Ein Papier erst zu verkaufen, wenn es seinen einstigen Kaufpreis erreicht hat, ist irrational. Es sollten triftige Gründe für eine zu erwartende Wertsteigerung vorliegen.

Ein chinesischer Investor analysiert im August 2015 eine Kurstafel.

Fehler 2: Aktien-Picken
5 von 13

Befund Der Fehler erinnert an das Muster von Sportwetten: Unerfreuliche Ergebnisse werden ausgeblendet, Erfolgserlebnisse übermäßig hochgehalten. Anleger sollten aber ausschließlich die langfristige Entwicklung des Gesamtdepots im Blick haben.

Oft suchen sie ihr Heil in einer Kombination aus Einzelaktien: Im Falle eines Missgriffs ist es eine beliebte Methode, die Position aufzustocken, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken und von der erwarteten Erholung zu profitieren. Das kann jedoch auch weiteres Unheil anrichten: Das sogenannte Klumpenrisiko, eine Übergewichtung einzelner Anlagen im Depot, steigt. Private Anleger haben gegenüber Profis hier offenbar schlechtere Karten.

Das Foto vom 20. Oktober 1987 zeigt Händler in der Frankfurter Börse. Am 19. Oktober 1987 erlebte die Wall Street einen ihrer schwärzesten Tage.

Fehler 2: Aktien-Picken
6 von 13

Folgen Vom Aktien-Picken betroffene Depots bringen nur 3,1 Prozent Rendite. Mit einer Indexmischung, die die durchschnittliche Vermögensaufteilung der Anleger widerspiegelt, hätten sie dagegen 8,7 Prozent erzielt.

Jeder fünfte Deutsche legt sein Geld in Fonds an. Diese werden von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und andere Wertpapiere anlegen.

Fehler 2: Aktien-Picken
7 von 13

Gegenmittel Aktien- und Renten-ETFs sind auch hier ein probates Mittel. Passionierte Zocker von einer solchen Strategie zu überzeugen, fällt manchmal schwer. Wer unbedingt eigenhändig zusammenstellen will, sollte zwingend auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die wichtigsten Branchen achten.

Die USA gelten als Nation der Aktienbesitzer.

Der EuroStoxx 50 schloss 0,56 Prozent fester bei 3440,03 Punkten. In Paris legte der CAC-40-Index um satte 1,48 Prozent zu. Marktexperten begründeten dies mit guten Aussichten des wirtschaftsfreundlichen Kandidaten Emmanuel Macron für die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag. Dagegen gelang dem Londoner FTSE 100 nur ein knappes Plus von 0,06 Prozent. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann zum europäischen Handelsschluss ein gutes halbes Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,02 Prozent am Vortag auf plus 0,03 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozent auf 142,37 Punkte. Der richtungweisende Bund Future verlor 0,37 Prozent auf 162,69 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,0760 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0745 (Mittwoch: 1,0725) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9307 (0,9324) Euro.

  • dpa
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