Börse Frankfurt
Dax pirscht sich an Rekordhoch heran

Alcoa hat die US-Bilanzsaison eingeläutet, die Fed bleibt ihrem Zinsfahrplan treu und Griechenland begleicht eine Teilschuld. Der Dax kommt derweil seinem Rekordhoch immer näher. Der MDax notiert bereits in neuen Höhen.
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FrankfurtDie Neuigkeiten aus den USA haben weder etwas Negatives noch etwas besonders Positives hervorgebracht. Aus Mangel an Alternativen greifen die Börsianer deswegen weiter bei Aktien zu. Der Dax konnte so bis auf 12.156 Punkte steigen. Von dort aus trennten den Leitindex nur noch 72 Punkte von seinem Allzeithoch. Am Ende schloss der Dax rund 1,1 Prozent fester auf 12.166 Zählern.

In der zweiten Reihe konnte der MDax bereits heute neue Rekordmarken setzen. Der Index der mittelgroßen Werte beendete den Handel 1,4 Prozent fester auf einem neuen Allzeithoch von 21.368 Punkten. Der TecDax stieg um 1,3 Prozent auf 1647 Punkte.

„Dieses Jahr steht Europa in der Gunst wegen des enormen QE-Programms, das die EZB auf den Weg gebracht hat“, sagte Pierre Mouton, der Anlagegelder im Umfang von acht Milliarden Dollar bei Notz, Stucki & Cie. in Genf betreut. „Einerseits haben wir die USA mit einer guten Wirtschaftsverfassung, wo der Markt bereits recht weit vorgerückt ist. Auf der anderen Seite haben wir Europa, wo die Erholung in den Anfängen ist und der Markt erst begonnen hat, Performance zu zeigen.“

Die in den USA gestartete Berichtssaison lässt einige Anleger auf zufriedenstellende Zahlen aus Übersee hoffen. Der Aluminiumkonzerns Alcoa, der traditionell den Bilanzreigen in den USA einläutet, hat im ersten Quartal unterm Strich ein Plus von 195 Millionen Dollar nach einem Verlust von 178 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet. Doch es gibt auch Skeptiker, die mit stärkeren Zahlen gerechnet hatten. So rutschten die in Frankfurt notierten Papiere von Alcoa zwei Prozent ins Minus. Darunter litten auch deutsche Stahltitel. Thyssen-Krupp gaben im Dax 1,1 Prozent nach. Die im MDax aufgeführten Titel von Salzgitter verloren 0,6 Prozent. Klöckner & Co. sanken ebenfalls um 0,6 Prozent.

Im Fokus steht weiterhin auch die Frage, wann die US-Notenbank die Zinsen anheben wird. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Aufzeichnungen der März-Sitzung hervorging, scheinen die Zentralbanker trotz der jüngst schwächer ausgefallenen Konjunkturdaten gewillt zu sein, an ihrem bisherigen Weg zur Zinswende noch in diesem Jahr festzuhalten.

Im griechischen Schuldenpoker gab es heute Bewegung. Das Krisenland hat einen Kredit an den Internationalen Währungsfonds (IWF) fristgerecht zurückgezahlt. Allerdings ringt Griechenland weiterhin mit den Euro-Partnern um die Auszahlung dringend benötigter Finanzmittel. Vertretern der Euro-Zone zufolge soll die griechische Regierung ihre Reformpläne spätestens bis zum 21. April so überarbeiten, dass die Euro-Finanzminister am 24. April in Riga darüber abstimmen können. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis kündigte in Paris derweil einen neuen Anlauf bei der Privatisierung von Staatsunternehmen an.

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  • Gewinne laufen lassen....ich bin gespannt was der Dax morgen macht, sollte der DOW auf 18000 steigen....die Wirtschaft brummt und wie ich mehrfach geschrieben habe ich erwarte die 12300 im Dax und dann rechne ich neu...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ich sehe nur das es wie erwartet nur nach oben gehen kann.....entweder schlechte Daten dann kommt der Zinsjoker...oder gute Daten dann läuft es eben deshalb nach oben....Geld macht man
    so wie sonst nirgends....gleichzeitig sind die Kommunen abgebrannt....mit Krediten zum 0 Tarif Hat der DAX super Aussichten...wer zusteigen will muss mehr bezahlen...

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