Börse Frankfurt
Dax rauscht über zwei Prozent ins Minus

Für den Dax kam es heute faustdick. Schwache US-Daten, ein starker Euro und die erneute Zuspitzung der Griechenlandkrise ließen den Dax heute wild hin- und herspringen. Am Ende verliert der Leitindex fast 300 Punkte.
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FrankfurtAn der Frankfurter Börse macht sich die Volatilität wieder bemerkbar. Kaum noch etwas erinnert an die Dax-Hausse der vergangenen Monate. Zwischen seinem heutigen Tageshoch und seinem Tagestief lagen über 420 Punkte. Eine Mischung aus schwachen US-Konjunkturdaten, einem starken Euro und einer erneuten Zuspitzung der Griechenlandkrise ließen den Dax am Ende bei 11.328 Punkten satte 2,5 Prozent im Minus schließen.

In der zweiten Reihe sah es ähnlich düster aus. Der MDax beendete den Tag zwei Prozent leichter auf 20.129 Punkten. Der TecDax ging mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 1596 Zählern aus dem Handel.

Zu Beginn des heutigen Handelstages hatten noch zahlreiche positive deutsche Unternehmensbilanzen die Kurse gestützt. Im Dax halfen Infineon und Adidas, im MDax sorgten Metro und Symrise für Kauflaune und im TecDax sorgte Pfeiffer Vacuum für eine Überraschung.

Die Veröffentlichung einer schwachen US-Handelsbilanz machten die leichten Kursgewinne allerdings am frühen Nachmittag bereits zunichte. Das höchste US-Handelsdefizit seit 2008 trieb den Euro in die Höhe und nahm den Dax die Kraft. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Abend mit 1,1202 Dollar und damit rund 0,5 Prozent höher bewertet. Ein starker Euro wirkt derzeit wie ein Appetithemmer für europäische, insbesondere deutsche Aktien. Eine Aufwertung der Gemeinschaftswährung raubt Produkten europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt die Wettbewerbsfähigkeit.

Die US-Importe übertrafen die Exporte im März im Wert um 51,4 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Das ist ein Anstieg von 43,1 Prozent zum Vormonat – der stärkste seit 1996. Damit steige das Risiko, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal noch mehr lahmte als bislang angenommen, sagte ein Händler. „Würde sich das bestätigen, könnte die für den Sommer erwartete Zinserhöhung weiter nach hinten verschoben werden.“

Auch aus Griechenland kamen heute Verkaufssignale. Im Gerangel um eine Lösung der Schuldenkrise veröffentlichte die EU-Kommission eine korrigierte Wachstumsprognose. Statt der bislang 2,5 Prozent erwartet die Kommission für 2015 lediglich ein Wachstum von 0,5 Prozent. In der Folge rauschte die Athener Börse 3,9 Prozent ins Minus. Die Bankenwerte gaben 9,6 Prozent nach. Auch bei den Anleihen drückten die Anleger auf den Verkaufsknopf, was die Rendite der zehnjährigen Papiere von 10,67 auf 11,21 Prozent hievte.

Am deutschen Rentenmarkt geht derweil die Talfahrt des Bund-Future weiter. Am Nachmittag sackte er um 85 Ticks auf 154,83 Punkte ab. Die Rendite der entsprechenden zehnjährigen Bundesanleihe zog im Gegenzug von 0,446 Prozent am Vorabend auf bis zu 0,520 Prozent an.

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Adidas und Infineon beugen sich der negativen Marktdynamik

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  • Lebensversicherungen ist doch der Lacher an sich. 2,6% minus im Mogel-Dax
    Welch Aktie rechnet sich ?

  • ""Die Rendite der entsprechenden zehnjährigen Bundesanleihe zog im Gegenzug von 0,446 Prozent am Vorabend auf bis zu 0,520 Prozent an.""
    Wenn das keine gute Nachricht für die Lebensversicherungen ist?!
    Endlich eine vernünftige Rendite! (für die langsamere; es ist Ironisch gemeint,)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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