Börse Frankfurt
Dax rettet knappes Plus ins Ziel

Ermutigende Daten zur US-Industrie haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag stabilisiert. Der Dax holte im späten Geschäft seine Verluste auf und schloss mit einem leichten Plus. Gebremst wurde der Markt von der anhaltenden Unsicherheit über die finanzielle Stabilität Griechenlands.
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HB FRANKFURT. Nach durchwachsenen Daten aus Deutschland und den USA ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wenig verändert aus dem Handel gegangen. Von den vormittags veröffentlichten ZEW-Konjunkturerwartungen waren keine positiven Impulse für den Markt ausgegangen und am frühen Nachmittag belasteten deutlich eingetrübte Geschäftsaussichten des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York.

Die überraschend stark gestiegene US-Industrieproduktion ermöglichte dem Dax dann aber eine Erholung, so dass der Leitindex ins Plus drehte und 0,2 Prozent höher bei 5 811 Zählern aus dem Handel ging. Das Handelsvolumen stieg auf 79,6 (Montag: 76,6) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,47 (2,34) Milliarden Euro. Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 7 365 Punkte. Lediglich der TecDax schaffte es nicht in positives Terrain und schloss 0,2 Prozent schwächer bei 812 Zählern.

In New York lag bei Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index 0,2 Prozent im Minus bei 10 484 Punkten, der S&P 500 notierte mit 1 112 Zählern ebenfalls 0,2 Prozent tiefer. Der Nasdaq-Composite legte 0,1 Prozent auf 2 214 Stellen zu.

Chefhändler Oliver Roth von der Close Brothers Seydler Bank sprach von einem lustlosen Handel. "Die institutionellen Anleger betreiben schon Window Dressing und versuchen, den Dax über sein bisheriges Jahreshoch bei 5 888 Punkten zu hieven, aber der immer stärkere Dollar versalzt ihnen die Suppe", umschrieb er das Marktgeschehen. Unter "Window Dressing" verstehen die Experten Kurse beeinflussende Maßnahmen etwa von Fonds-Managern, um stichtagsbezogen - gerade vor dem Jahresende - eine bessere Fondsentwicklung ausweisen zu können

Übernahmefantasien schoben MAN-Aktien mit zwischenzeitlich deutlichen Gewinnen an die Dax-Spitze. Allerdings gaben die Papiere einen Großteil davon wieder ab und schlossen letztlich noch 2,23 Prozent höher bei 53,98 Euro. Ein VW -Sprecher dementierte kurz vor Handelsschluss einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", dem zufolge der Großaktionär Volkswagen den anderen Anteilseignern schon bald ein Übernahmeangebot unterbreiten könnte. Die Stammaktien von VW gaben um 0,70 Prozent auf 80,43 Euro nach.

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