Börse Frankfurt
Dax rettet sich ins Plus

Vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfel zum Thema Krisenmechanismus hat sich der Dax nur wenig bewegt. Anleger erhoffen sich von dem Treffen Beschlüsse, die ihr Vertrauen in die Euro-Zone wiederherstellen. Aktien von Borussia Dortmund stürzten ab.
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HB FRANKFURT. Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Donnerstag weder von robusten US-Konjunkturdaten noch vom EU-Gipfel in ihrer vorweihnachtlichen Ruhe stören lassen. Der Dax schloss nach niedrigen Umsätzen 0,1 Prozent höher bei 7024 Stellen.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 78,3 (Mittwoch: 93,7) Mio. Aktien. Der Umsatz sank auf 2,5 (3,1) Mrd. Euro.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Der Dow-Jones-Index kletterte um 0,3 Prozent, der S&P 500 um 0,5 Prozent. Der Nasdaq-Composite legte 0,7 Prozent zu.

„Die Party geht weiter, aber man muss schauen, dass die Getränke nicht ausgehen“, sagte Chefhändler Oliver Roth von der Close Brothers Seydler Bank mit Blick auf das weiter hohe Kursniveau am Markt. Das Thema Nummer eins bleibe die Euro-Krise, die die Jahresendrally bremse. „Es wäre wichtig, dass Europa wieder mehr mit einer Stimme spricht“, mahnte der Experte. Im Fokus der Anleger stünden ansonsten das am Freitag anstehende Ifo-Geschäftsklima sowie der große Verfallstermin, der diesmal aber angesichts der Euro-Krise weniger als sonst ein Thema sein dürfte.

Vom Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs wurden Entscheidungen zum künftigen Rettungsmechanismus für finanziell angeschlagene Staaten erwartet. Anleger rechneten mit Beschlüsse, die ihr Vertrauen in die Euro-Zone wiederherstellen. „Die Politiker scheinen entschlossen, den Finanzmärkten die Stirn zu bieten und den Euro um jeden Preis zu retten“, sagte ein Börsianer.

Auch in der Summe positive US-Konjunkturdaten vermochten die Anleger nicht zu Aktienkäufen animieren. „Das ist schon ein bisschen komisch, aber gute makroökonomische Daten werden eher negativ interpretiert, weil deshalb ja die Geldspitzen der US-Notenbank Fed verringert werden könnten“, sagte ein Börsianer. Im November war in den USA die Zahl der Wohnbaubeginne gestiegen, die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war minimal gesunken.

Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung vieler Investoren war Börsianern zufolge der am Freitag bevorstehende große Verfall an den Terminmärkten. „In der gegenwärtigen Lage sind die Anleger offenbar zufrieden mit der Markt-Konstellation und werden nicht mit Umschichtungen im Portfolio beginnen“, kommentierten die Analysten der Close Brothers Seydler Bank.

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