Börse Frankfurt
Dax rettet sich knapp ins Plus

Deutschland entgeht der Rezession, Frankreichs Wirtschaft wächst, Italien rutscht ab. Die Euro-Raum-Konjunktur bietet Licht und Schatten. Der Dax weiß nicht genau wohin, kann sich aber zum Handelsschluss ins Plus ziehen.
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FrankfurtAm Freitag hat der Dax wieder keinen Trend gefunden. Der zuletzt ziemlich ziellose Leitindex pendelte zwischen Vortagskurs und moderaten Verlusten. Am Ende rettete er sich mit 9252 Punkten in ein zartes Plus von 0,1 Prozent. Auch schwächer erwartete Konjunkturdaten aus der Euro-Zone konnten den Kursen keinen klaren Pfad ebnen. Zwar entging die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal knapp einer Rezession. Und auch Frankreichs Konjunktur konnte zulegen. Italien hingegen blieb hinter den Erwartungen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal um 0,1 Prozent gestiegen. Damit haben sich die Prognosen der Ökonomen erfüllt. Im Vorquartal war die deutsche Wirtschaftsleistung noch um 0,1 Prozent gesunken - erstmals seit mehr als einem Jahr. Bei zwei Negativ-Quartalen infolge sprechen Experten von einer Rezession. „Deutschland ist daran vorbeigeschrammt“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

„Wir stecken aber weiter in einer Konjunkturdelle.“ Im laufenden vierten Quartal werde sich die Wirtschaft ähnlich schwach entwickeln. Darauf deuteten weniger Industrieaufträge und eine schlechtere Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen hin. „Von einer Wachstumslokomotive kann nicht mehr die Rede sein“, sagte auch Analyst Holger Sandte von der Bank Nordea.

Auch aus Paris kamen gute Nachrichten - die Wirtschaft der Grande Nation konnte wieder zulegen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Das ist das erste Plus in diesem Jahr. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone wird der EU-Kommission zufolge aber in der Konjunkturflaute verharren. Das dritte Schwergewicht der Währungsunion, Italien, ist mit einem Minus von 0,2 Prozent wieder in die Rezession gerutscht.

Am Vormittag folgten dann die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt der gesamten Euro-Zone. So legte das BIP im gesamten Euro-Raum im dritten Quartal um 0,2 Prozent zu - auf Jahressicht ein Anstieg von 0,8 Prozent. Unter den Euroländern wies Griechenland mit 0,7 Prozent das größte Plus auf. Auch Spanien konnte mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent die Märkte überzeugen. Das Gesamtbild aber konnte den Märkten keine Impulse geben.

Auch der Leitindex der Eurozone, der Euro-Stoxx-50 blieb nicht von der Pendelei verschont. Am Ende schloss er unverändert bei 3057 Stellen. In der zweiten Reihe schmolzen die Zuwächse aus dem Frühhandel schnell dahin. Die Mittelwerte des MDax standen mit 16.280 Punkten 0,4 Prozent fester. Der TecDax notierte zum Wochenschluss 0,6 Prozent schwächer bei 1263 Zählern.

„Der Dax hat den November-Blues. Anders kann man es kaum bezeichnen, was der Index seit einigen Tagen vollzieht. Denn die US-Märkte hatten die Vorlage für einen Anstieg Richtung 9500 Punkte gegeben“, kommentierte Marktbeobachterin Sarah Brylewski vom Brokerhaus Ayondo. Während hierzulande die Börsen kaum noch einen Trend verfolgen, streben die Aktienmärkte in den USA in immer neue Höhen.

Zuletzt erklomm der Dow-Jones-Index nach einer Welle neuer Rekorde einen Höchststand am Donnerstag. Am Freitag lief die Wall Street zunächst zurückhaltender - der Dow notierte unverändert bei 17.650 Punkten. Und das trotz überzeugender Konjunkturdaten. Die wichtigen Umsätze im US-Außenhandel sind im Oktober um 0,3 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten ein Plus bei den sogenannten „Retail Sales“ zwischen 0,3 und 0,6 Prozent erwartet. Im Vormonat war der Umsatz des Einzelhandels in den Vereinigten Staaten noch um 0,3 Prozent gefallen.

Passend zum starken US-Einzelhandel zeigen sich auch die Verbraucher der Vereinigten Staaten in ein stattlichen Verfassung. So legte der Index der Uni Michigan überraschend stark zu. Statt den von Ökonomen prognostizieren 87,5 Punkten kletterte der Index sogar auf 89,4 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Juli 2007.

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  • Dank der Hurren (Prostitution) und der Dealer (Verbrecher), die seit neuesten in die Berechnung des BIP einfließen dürfen, haben nur noch gerade ein 0,1 Plus beim BIP. Bravo...ganz starke Leistung unserer Politik, die die Rahmenbedingungen für die EU-Deutsche Wirtschaft mit Verbots- und Bevorteilungsgesetzen wie dem ESM (Vorteil für Bankenzocker zu Lasten des deutschen Steuerzahler) oder dem EEG (Vorteil für die EE-Abzocker zu Lasten der deutschen Industrie,Wirtschaft und Wachstumg)!

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