Börse Frankfurt
Dax rutscht zum Schluss ab

Der Dax ist unter 8200 Punkten aus dem Handel gegangen. In den letzten Minuten gab der Index noch einmal deutlich nach. Die Angst vor einer Eskalation des Krieges in Syrien lässt die Anleger zittern.
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FrankfurtErneut aufflammende Sorgen vor einer möglichen Intervention in Syrien haben den Dax am Dienstag belastet. Der deutsche Leitindex fiel um 0,8 Prozent auf 8180Punkte. Für den MDax ging es um 0,6 Prozent auf 14 551 Punkte nach unten. Der TecDax bewegte sich mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 1035 Punkte kaum von der Stelle.

"Wenn der Konflikt eskaliert, kann man davon ausgehen, dass Anleger in Scharen aus als riskant empfundenen Anlagen aussteigen", sagte Analystin Brenda Kelly von IG Markets. Dabei war die Entscheidung von US-Präsident Barack Obama, sich vor einem Militärschlag die Zustimmung des Kongresses zu holen, als vorläufige Entwarnung für einen unmittelbar bevorstehenden Angriff verstanden worden. Die US-Parlamentarier kommen erst am 9. September aus der Sommerpause. Doch dann machte die Meldung die Runde, dass der ranghöchste Republikaner im Kongress Obama unterstützt. Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner, rief seine Kollegen auf, sich ebenfalls hinter den Präsidenten zu stellen.

Die US-Regierung ist davon überzeugt, dass Syriens Präsident Bashar al-Assad für den Einsatz von Chemiewaffen am 21. August verantwortlich ist und will Assads Regierung dafür bestrafen. Viele fürchten einen Flächenbrand, der die Versorgung der Industrieländer mit Öl aus der Region in Mitleidenschaft ziehen konnte.

Mit einem Paukenschlag überraschten Nokia und Microsoft die Börse. Die Ankündigung des Software-Riesen, das Handygeschäft des einstigen Weltmarktführers für Mobiltelefone für 5,4 Milliarden Euro zu übernehmen, sorgte bei den Nokia-Aktionäre für Euphorie. Bei extrem hohen Umsatz schnellten die Titel in der Spitze um 48,4 Prozent auf 4,40 Euro in die Höhe. Das war der größte Kurssprung in der Geschichte des finnischen Unternehmens, das sich künftig auf das Netzwerkgeschäft konzentrieren will. Am Ende des Tages stand ein Plus von 34 Prozent.

Analysten sahen für Nokia Vorteile. "Diese Transaktion hat uns überrascht", hieß es in dem Bernstein-Kommentar. Nokia halse Microsoft sein Problemkind auf. Viele Microsoft-Aktionäre sahen das offenbar ähnlich und verkauften ihre Anteile. Die Aktien fielen um sechs Prozent.

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  • Also, das kam jetzt auch total überraschend, oder?

    Stocks quickly cut gains as Boehner supports Obama's action on Syria

  • Auf CNBC meinte gerade jemand, dass "Tapering" bereits eingepreist ist und es soviel Kurspotenzial (nach oben) gibt, wenn die FED ihre Massnahmen verlängert. Ausserdem seien die Jobzahlen am Freitag der nächste positive Katalysator für den Markt. Kann man glauben, muss man nicht.

  • US-Daten sind heute komplett verpufft. Im Gegenteil, Dow + S&P bröckeln sogar ein wenig. Scheint wohl keiner dem Heile Welt-Braten zu trauen.

    Wie heute morgen bereits geschrieben, bleibe ich bei meiner aktuellen Meinung - jeder Anstieg ist eine gute Möglichkeit, um seine Shortposition auszubauen.

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