Börse Frankfurt
Dax sammelt vor „Super-Donnerstag“ wenig Punkte

Die Ungewissheit vor der EZB-Zinsentscheidung und dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht sorgten am Mittwoch nur für einen leichten Kursgewinn beim Dax. Dagegen gaben vorläufige US-Jobdaten dem Dollar Auftrieb.
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FrankfurtÜberraschend starke US-Arbeitsmarktdaten des privaten Arbeitsvermittler ADP haben dem Dollar am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Beschäftigungszahlen schürten Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik schneller straffen wird. Der Euro, der zuletzt wieder deutlich im Aufwind war, gab leicht nach und notierte bei 1,3645 Dollar.

An den Börsen kam die Aussicht auf steigende US-Zinsen dagegen nicht so gut an. Der Dax sammelte nur wenige Punkte ein. Er ging 0,1 Prozent fester mit 9911 Punkten aus dem Rennen. Der Euro Stoxx 50 verlor 0,2 Prozent. Der MDax als Index mittelgroßer Werte gewann 0,1 Prozent auf 16.745 Punkten. Der TecDax zeigte sich mit 1323 Punkten unverändert.

Die US-Firmen haben im Juni so viele Stellen geschaffen wie seit Ende 2012 nicht mehr. Die Zahl stieg um 281.000, wie der private Arbeitsvermittler ADP mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 200.000 Stellen gerechnet. „Der deutlich über den Erwartungen liegende Bericht ist positiv einzustufen und unterstreicht die fortschreitende Erholung des US-Arbeitsmarktes“, sagte Helaba-Analyst Johannes Jande. „Zinserhöhungserwartungen werden tendenziell gestärkt.“

Am Donnerstag steht dann der offizielle US-Arbeitsmarktbericht an. Die Verfassung der US-Konjunktur ist entscheidend für die künftige Zinspolitik der Notenbank Fed. Viele Investoren erwarten, dass die Zentralbanker ihren Leitzins erst Mitte kommenden Jahres anheben werden.

Aktuelle Inflationsdaten aus der Eurozone sorgten am Mittwoch nicht für nennenswerte Kursreaktionen. So sind die Erzeugerpreise im Mai zum Vorjahr um 1,0 und zum Vormonat um 0,1 Prozent gesunken.

An den Aktienmärkten in Fernost haben ermutigende Konjunkturdaten für Auftrieb gesorgt. In China, Japan deuteten Industriezahlen auf ein Anziehen der Produktion hin. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik ohne Japan kletterte um rund ein Prozent und erreichte mit 499 Punkten den höchsten Stand seit drei Jahren.

In Tokio stieg der Leitindex Nikkei knapp 0,3 Prozent auf 15.369 Punkte. An der Börse in Hongkong kletterte der Index um 1,25 Prozent auf den höchsten Stand seit rund sieben Monaten. In Japan kletterte der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte zur Handelsmitte 0,51 Prozent fester, der breit gefasste Topix stieg um 0,52 Prozent.

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