Börse Frankfurt Dax schafft 12.000-Punkte-Marke wieder nicht

Aufgeflammte Übernahmefantasien in der deutschen Energiebranche haben die europäischen Börsen am Dienstag nicht aus ihrer Lethargie gerissen. Kopfschmerzen bereitet Anlegern die Lage in Großbritannien.
Update: 14.03.2017 - 17:43 Uhr Kommentieren

Dax schließt bei 11.988 Punkten

Dax schließt bei 11.988 Punkten

FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt gehen vor der erwarteten Leitzinsentscheidung der USA-Notenbank sowie vor den Parlamentswahlen in den Niederlanden weiterhin nur wenige Risiken ein. Der Dax rang am Dienstag erneut mit der Hürde von 12 000 Punkten und notierte zum Handelsschluss praktisch unverändert bei 11 988 Punkten. Vorübergehend hatte ein Ölpreisrutsch infolge des Bekanntwerdens einer wieder höheren Fördermenge Saudi-Arabiens für etwas deutlichere Verluste gesorgt.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax notierte ebenfalls fast unverändert bei 23 427 Zähler und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,2 Prozent auf 1978 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 gab hingegen um 0,6 Prozent nach.

Ein wenig Unterstützung lieferte der Eurokurs, der weiter nachgab. Zuletzt mussten für die Gemeinschaftswährung 1,0640 US-Dollar gezahlt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0663 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9378 Euro gekostet. Die nicht ganz so deutlich wie erwartet aufgehellte Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten ließen die Anleger indes kalt. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) war im März auf 12,8 Zähler gestiegen.

Die besten und schlechtesten Aktien im Februar

HDAX ® PERFORMANCE-INDEX

WKN
ISIN
DE0008469016
Börse
Xetra

+13,11 +0,19%
Chart von HDAX ® PERFORMANCE-INDEX
HDax
1 von 15

Im Vergleich zum Vormonat hat der HDax im Februar zugelegt. Die 110 Aktien des HDax, in dem alle Titel aus Dax, MDax und TecDax vertreten sind, kamen auf eine Monatsperformance von 2,97 Prozent. Grund dafür ist unter anderem die Rekordlaune am amerikanischen Aktienmarkt und die Hoffnung auf einen amerikanischen Konjunkturboom durch US-Präsident Donald Trump. Gleichzeitig fürchten Anleger aber auch immer noch politische Unsicherheiten, was die Kurse zeitweise wieder zurück fallen lässt. Trotzdem: insgesamt eine durchaus positive Tendenz. Es folgen die schlechtesten und die besten Aktien im Februar.

LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005470405
Börse
FSE

-0,54 -0,79%
0,00€
Chart von LANXESS AG INHABER-AKTIEN O.N.
Lanxess AG
2 von 15

Flops – Platz 7

Den Reigen der Flops eröffnet die Lanxess AG. Der Spezialchemiekonzern ist einer der bedeutendsten Chemie- und Polymeranbieter Europas. Etwa ein Jahr lang konnte das Wertpapier von Lanxess seinen Aufwärtstrend aufrechterhalten. Doch im Februar verloren die Aktien insgesamt 4,54 Prozent, wodurch das recht überkaufte Sentiment in eine gesunde Konsolidierung übergehen dürfte. Zum Monatsende hin ist auch schon wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten.

Deutsche Börse AG

WKN
ISIN
Börse

Chart von Deutsche Börse AG
Deutsche Börse AG
3 von 15

Flops – Platz 6

Kerngeschäft der Deutsche Börse AG ist die Entwicklung und der Betrieb von Handelsplattformen, Teilnehmernetzwerken und Abwicklungssystemen für Börsen. Der Februar lief nicht gut für die Aktiengesellschaft. Eigentlich war der Zusammenschluss von Deutsche Börse AG und London Stock Exchange (LSE) geplant, doch inzwischen ist das Scheitern der Fusion zum Greifen nah. Denn die LSE hat unerwartet die Reißleine gezogen. Die Monatsperformance der Deutsche Börse AG beläuft sich auf ein Minus von 5,09 Prozent.

WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000WCH8881
Börse
FSE

-1,20 -0,86%
0,00€
Chart von WACKER CHEMIE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Wacker Chemie AG
4 von 15

Flops – Platz 5

Auch für die Wacker Chemie AG hielt der Februar nicht viel Gutes bereit. Am 13. Februar stuften die Analysten von Berenberg die Aktien von „buy“ auf „hold“ herunter und senkten das Kursziel auf 112 von 115 Euro. Insgesamt verbilligten sich die Papiere im Februar um 5,20 Prozent.

K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000KSAG888
Börse
FSE

-0,04 -0,18%
0,00€
Chart von K+S AKTIENGESELLSCHAFT NAMENS-AKTIEN O.N.
K+S AG-REG
5 von 15

Flops – Platz 4

Noch schlechter sah der Februar für die K+S AG aus. Die Baader Bank beließ die Einstufung der Aktien auf „Hold“ mit einem Kursziel von 21 Euro. Das Bergbauunternehmen mit den Schwerpunkten Kali- und Salzförderung fuhr einen Kursverlust von 5,84 Prozent ein.

CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007257503
Börse
FSE

0,00 0,00%
0,00€
Chart von CECONOMY AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
Metro AG
6 von 15

Flops – Platz 3

Die Metro AG schafft es unter die Top Drei der Verlierer. In weniger als einem halben Jahr soll das Unternehmen aufgespalten werden: in einen Elektrohändler um Media Saturn und in einen Lebensmittelspezialisten um die Real-Supermarkte und das Großhandelsgeschäft. Dann werden die Aktien der beiden künftigen Unternehmen getrennt gehandelt werden. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Aktie der Metro AG im Februar außerdem auf „Underweight“ mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Am Ende des Monats erschien für die Aktien ein Minus von 7,42 Prozent auf den Anzeigetafeln.

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
FSE

-0,17 -1,29%
0,00€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank AG
7 von 15

Flops – Platz 2

Der Aufwärtstrend der Commerzbank-Aktie seit Oktober 2016 geriet im Februar ins Wanken. Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für die Commerzbank AG auf „Underweight“ belassen – mit einem Kursziel von sechs Euro. Hinzu kommen eine geringe Kreditnachfrage, anhaltend niedrige Zinsmargen und geringe Gebühren. Am Ende des Monats stand ein dickes Minus von 10,13 Prozent.

Auf der Unternehmensseite waren nach einem entsprechenden Medienbericht Übernahmespekulationen bei der RWE-Ökostromtochter Innogy das Gesprächsthema des Tages. RWE stellte zwar klar, die Mehrheit an Innogy behalten zu wollen, die Papiere schnellten dennoch an der Spitze des MDax um mehr als sieben Prozent nach oben. Die RWE-Aktien stiegen um bis zu 9,4 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 15,02 Euro.

Die ebenfalls im Nebenwerte-Index MDax notierten Titel von Uniper legten zeitweise um 5,1 Prozent zu und markierten mit 14,78 Euro ein Rekordhoch. RWE-Chef Rolf Martin Schmitz sagte zu Berichten über ein Interesse seiner Firma an der Eon-Kraftwerkstochter. „Wir überprüfen alle Optionen.“ Eon notierten 1,4 Prozent im Plus.

Auch im Automobilsektor trieben Fusionsfantasien die Kurse. Die Aktien von Fiat-Chrysler drehten an der Mailänder Börse ins Plus und legten um 1,3 Prozent zu. Zuvor hatte Volkswagen-Chef Matthias Müller gesagt, er stehe einem Zusammenschluss mit dem italienisch-amerikanischen Konkurrenten offen gegenüber. VW-Papiere zogen zunächst ebenfalls an und notierten knapp im Plus bei 144,35 Euro. Zum Handelsschluss verloren die Titel aber 1,9 Prozent und beendeten den Börsentag bei 141, 40 Euro.

Kurz vor ihrem Abschied aus dem TecDax machten die Papiere des Laborgeräteherstellers Stratec Biomedical nach vorläufigen Jahreszahlen mit einem Plus von mehr als 9,6 Prozent das Rennen in dem Index.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Montag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 141,37 Punkte. Der richtungweisende Bund Future gewann 0,19 Prozent auf 159,38 Punkte.

US-Notenbank könnte die US-Wirtschaft lähmen
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