Börse Frankfurt
Dax scheitert am 7 000-Punkte-Gipfel

Die Anleger hatten auf positive Impulse vom US-Arbeitsmarkt gehofft. Doch die aktuellen Daten fielen enttäuschend aus. So konnte der Dax die 7 000-Punkte-Marke in dieser Woche nicht knacken. Die Aktien, die auch in den vergangenen Tagen gefragt waren, legten heute trotzdem unbeeindruckt zu.
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HB FRANKFURT. Kraftlos hat sich der Dax am Freitag ins Wochenende verabschiedet. Händlern zufolge wollten Investoren in einer nach wie vor unklaren wirtschaftlichen Gemengelage vor dem Wochenende kein Risiko eingehen.Der Leitindex schloss 0,1 Prozent niedriger bei 6947 Punkten und legte damit auf Wochensicht 1,6 Prozent zu. Die europäischen Indizes schlossen ebenfalls leicht im Minus.

Zunächst hatten Anleger noch mit Erleichterung darauf reagiert, dass die EZB offensichtlich ihr Anleihenkaufprogramm zur Stützung hoch verschuldeter Euroländer fortsetzt. Der Dax war zeitweise bis auf 6977 Zähler gestiegen, den höchsten Stand seit Juni 2008. Für einen Rückschlag auf dem Weg des Dax zur 7000er Marke sorgte allerdings der US-Arbeitsmarktbericht, der deutlich schlechter ausfiel als erhofft. „Eigentlich ist ganz klar, dass der Markt die 7000 Punkte sehen will“, sagte ein Händler. „Aber mit solchen Daten an einem Freitagnachmittag ist das nicht zu schaffen.“

In den USA waren im November lediglich 39 000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden; von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 100 000 mehr gerechnet. Der Bericht habe belegt, dass sich der US-Arbeitsmarkt nur langsam erhole, sagte Analyst Ralf Umlauf von der Helaba. Als Profiteur der schwachen US-Daten erwies sich der Euro; die Gemeinschaftswährung kletterte wieder über 1,34 Dollar.

Auf den Verkaufslisten standen europaweit Pharmawerte. Der Branchenindex verlor 0,6 Prozent. Händlern zufolge zogen sich Anleger zurück, nachdem die Kartellwächter Pharmafirmen durchsuchten. Die Behörden ermittelten wegen des Verdachts, dass Unternehmen den Marktstart bestimmter Generika-Präparate verschleppt und damit den Wettbewerb behindert hätten. Die Namen der durchsuchten Firmen teilte die EU-Kommission nicht mit; lediglich AstraZeneca räumte ein, betroffen gewesen zu sein. Die Aktien des britischen Konzerns büßten 0,6 Prozent ein. Der größte deutsche Arzneimittelhersteller Bayer wurde nach eigenen Angaben nicht durchsucht, Bayer-Aktien schlossen unverändert.

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  • ich freue mich schon auf die Artikel naechstes Jahr wenn der Dax neue Hoechsstaende erreicht. Der Dax ist Fundamental noch unterbewertet wegen guter Unternehmenszahlen, KGV noch recht niedrig im Vergleich zu frueher, Grossinvestoren von denen noch nie einer etwas gehoert hat wollen Aktien aufstocken und Aktienrueckkaeufe von Unternehmen werden als beweis von Unterbewertung der Aktienpreise gesehen. immer wieder das gleiche Spiel...

  • Eine neue bank-Skandal in irland - stehen in DE/AT/iT

    "Die Krankheit des keltischen Tigers" - Süddeutsche Zeitung - Archiv, 23.04.2010:

    "Wie der Risikomanager eines europäischen Finanzkonzerns in irland gegen die Misswirtschaft kämpfte und was das über die Probleme des Finanzplatzes Dublin sagt - Von Martin Hesse.
    München - im Sommer 2007 hat Ronald K. den Glauben an die Seriosität der irischen Finanzwirtschaft verloren. Der Risikomanager eines europäischen Finanzkonzerns, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, erlebte, wie lax seine bank mit wichtigen Vorschriften umging."
    http://archiv.sueddeutsche.apa.at/sueddz/index.php

    ich bin "Ronald K. ' aus dem Artikel oben. Der Name der bank wurde nicht veröffentlicht!

    Der irische Finanzminister veröffentlichte eine Erklärung über diesen Skandal am vergangenen Donnerstag (25. November 2010). ich wurde von der stellvertretenden Joan burton gebeten, zu der Erklärung des Ministers Stellung zu nehmen. ich habe beschlossen, dies öffentlich zu tun:
    http://whistleblowerirl.blogspot.com

    ich bin überzeugt, dass dies von großem interesse für die Deutsche Öffentlichkeit ist.

    PS
    Dieser Skandal wurde auch auf dem folgenden blog diskutiert. Aus rechtlichen Gründen kann ich die Fakten in diesem Artikel weder bestätigen, noch dementieren:
    http://golemxiv-credo.blogspot.com/2010/11/enemy-within.html

  • Vorwärts auf zu neuen Ufern,um so schneller erreichen wir den Tag wo die Hosen runtergelassen werden müssen.Einen neuen erfolgreichen tag auch für die LOOser der Umverteilung.

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