Börse Frankfurt
Dax scheitert knapp an Vortagsniveau

Bis zum Nachmittag machte der Dax keine gute Figur. Viele Anleger zogen es vor Gewinne mitzunehmen. Zu Handelsschluss gewann der Dax jedoch wieder an Fahrt und schaffte fast noch den Sprung ins Plus.
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Heute konnte sich der Bär nach langer Zeit wieder durchsetzen. Der Dax schloss mit 0,1 Prozent auf 7.152 Punkte leicht im Minus. Die zweite Reihe beendete den heutigen Handelstag zweifarbig. Während der MDax 0,3 Prozent verlor auf 10.713 Punkte, stieg der TecDax um 0,7 Prozent auf 797 Zähler.

Bis zum Nachmittag notierte der deutsche Aktienindex deutlicher im Minus. Mangelnde Impulse und erhöhte Abwärtsrisiken machten einige Anleger skeptisch. Viele neigten daher zu Gewinnmitnahmen. Das Tagestief des Dax lag sogar unter 7.100 Punkten.

Diese Kurskorrektur bot dann vielen Nichtinvestierten Anlegern die Chance in den Aktienmarkt einzusteigen. Der Dax setzte eine Stunde vor Handelsschluss zum Schlussspurt an und scheiterte nur knapp an seinem Vortagsniveau.

Die US-Börsen starteten schwach, schafften später aber die Wende. Der Dow Jones lag nach Frankfurter Börsenschluss 0,2 Prozent im Plus auf 13.260 Punkte, der S&P-500 stieg um 0,5 Prozent auf 1.412 Punkte und der Nasdaq-100 konnte 0,7 Prozent auf 2.732 Punkte zulegen.

Experten sahen in dem leichten Rücksetzer am Montag nur eine kurzfristige Korrektur des Dax. „In der vergangenen Woche sind wir mit einem Plus von vier Prozent ganz schön heiß gelaufen, da ist heute einfach mal Luftholen angesagt“, sagte ein Börsianer. „Der nächste Angriff auf die 7200-Punkte-Linie steht bevor - zu nah ist der Abstand zu dieser Marke, zu verlockend, diese Notierung aufleuchten zu sehen.“.

Die entscheidende Frage bleibt aber weiterhin: Wie lange geht die Party an den Aktienmärkten noch? Diese Unsicherheit hält die Spannung bei den Investoren und den Analysten hoch, nachdem die Börsen eine volle Woche lang jubiliert haben. Der deutsche Leitindex Dax schloss jeden Tag im Plus, zahlreiche Leitindizes knackten psychologisch wichtige Marken. Doch auf einen Kater nach dem rauschenden Fest weisen bereits zahlreiche Belastungsfaktoren am Horizont hin – der am Freitag weiter gestiegene Ölpreis ist einer davon.

„Enttäuschungspotenzial von konjunktureller und technischer Seite“ sehen mittelfristig die Analysten der Landesbank Berlin (LBB). Bisher hätten die im Umfeld des schwelenden Iran-Konflikts gestiegenen Ölpreise die Börsen kaum beeinträchtigt, sie könnten der globalen Wirtschaft aber einen konjunkturellen Dämpfer und den Börsen Rückschläge verpassen.

Von Unternehmensseite kamen heute kaum neue Nachrichten und so wirkten sich Analystenbewertung besonders stark auf die Einzelwerte aus. Die Deutsche Post konnte von einem Lob profitieren. In einem schwachen Marktumfeld verteuerten sich die Papiere um zwei Prozent auf 14,44 Euro. Analysten der UBS zeigten sich optimistisch, dass sich das Unternehmen trotz eines konjunkturellen unsicheren Umfeldes tapfer schlagen wird. Die Übernahme von TNT Express durch den US-Paketdienst UPS dürfte nach Einschätzung von Analysten die Deutsche Post kaum beeinträchtigen. „Alles in allem glauben wir, dass die Konsolidierung im weltweiten Express-Geschäft keine negativen Auswirkungen auf DHL Sparte der Deutschen Post haben wird, weil TNT Express der schwächste Konkurrent mit vielen operativen Problemen war, was zu Preisdruck in der Branche führte“, sagte DZ-Bank-Analyst Robert Czerwensky.

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  • und wieder lag der Heidelberger richtig.

  • ja...ist geld, das ich im falle eines verlustes verschmerzen könnte...

  • Danke für die Infos... aber der Abstand zum KO wäre mir auch zu eng. Viel Erfolg!

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