Börse Frankfurt
Dax scheitert nur knapp an den 10.000

Mario Draghi hält den Dax mit seinen Aussagen vor dem finnischen Parlament auf Kurs. Der Leitindex schließt nur knapp unter 10.000 Punkten. Für den Ölpreis indessen geht es nach dem Opec-Treffen in den Keller.
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FrankfurtDer Dax kann auf den Präsidenten der Europäischen Zentralbank zählen. Mario Draghi hat heute erneut seine magischen Worte ausgesprochen: Unkonventionelle Maßnahmen. Mit diesen zwei Worten hält der Draghi den Dax seit Tagen auf Trab. Heute hatte er sie vor dem finnischen Parlament ausgesprochen.

Der Dax reagierte augenblicklich darauf und näherte sich im Tagesverlauf auf bis zu sieben Punkte an die 10.000-Punkte-Marke. Der letzte Schwung zum Überspringen dieser Schwelle fehlte jedoch. Am Ende ging der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 9975 Punkten aus dem Handel. „Die Rückkehr in den fünfstelligen Kursbereich ist greifbar nahe“, sagte Christian Henke, Analyst bei IG Markets. In der zweiten Reihe notierte der MDax 0,3 Prozent höher auf 17.077 Zähler. Der TecDax legte 0,6 Prozent zu auf 1350 Punkte.

Laut Draghi stehe der EZB-Rat geschlossen hinter der Zusage, zusätzliche unkonventionelle Maßnahmen bei Bedarf zu ergreifen. Allerdings ermahnte er zugleich, dass die Geldpolitik nicht alle schweren Lasten alleine stemmen könne.

Für zusätzlichen Schub sorgen außerdem starke deutsche Arbeitsmarktdaten. Trotz eingetrübter Konjunkturprognosen liegt die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren und ist kaum noch höher als Anfang der 1990er Jahre. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im November 2,717 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 16.000 weniger gewesen als im Oktober und 89.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Anleger blickten heute auch auf das Treffen der Opec in Wien. Die Mitgliedsstaaten des Öl-Kartells halten wie im Vorfeld vermutet an der derzeitigen Fördermenge fest. Der Ölpreis rutschte im Anschluss tief ins Minus. Ab Nachmittag kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent mit 70,63 Dollar rund acht Prozent weniger. Das ist der tiefste Stand über vier Jahren.

Von der Talfahrt des Ölpreises profitierten heute vor allem Airline-Aktien. Die Lufthansa stieg nach der Opec-Entscheidung mit einem Plus von 2,9 Prozent an die Spitze im Dax. Die im London notierten Easyjet-Papiere legten sogar 5,5 Prozent zu. Der Branchenindex lag 1,8 Prozent im Plus

Lufthansa-Aktien konnten 1,6 Prozent zulegen. Laut der Airline würde die Ebola-Epidemie für den internationalen Luftverkehr nur eine geringe Bedrohung darstellen. „So schrecklich Ebola ist, es ist im Vergleich zu anderen Krankheiten nicht so ansteckend“, sagte Konzernchef Carsten Spohr am Donnerstag in Berlin. Die Vogelgrippe und das SARS-Virus hätten in dieser Hinsicht eine größere Gefahr bedeutet. Wegen der Ebola-Epidemie habe es einen gewissen Rückgang bei den Buchungen nach Westafrika gegeben, diese seien aber kaum bemerkbar.

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Infineon enttäuscht Anleger mit verhaltenem Ausblick

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax scheitert nur knapp an den 10.000"

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  • "Dax scheitert nur knapp an den 10.000"
    _______________________

    Interessanter als der Dax wird doch bleiben, wer mit ihm scheitert oder wer nicht.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ich mache keine Kurse!Ich stellte nur fest,dass der DAX die 10000 in 2014-bis jetzt- nie nachhaltig halten konnte.
    Das ist -weiß Gott- nun kein Geheimnis .Ich würde mir ja auch wünschen,der DAX macht- wie in den beiden Vorjahren 2012 und 2013- seine 25% pro Jahr und das jedes Jahr.Nur habe ich das nicht zu entscheiden.Der Index liegt zu Mehrheit in ausländischer Hand.Die müssten bei über 10000 weiter investieren.Bisher aber machten sie bei 10000 regelmäßig Kasse.
    Das ist keine Prognose-nur eine simple Feststellung,die jeder von uns erfahren musste,in 2014.Und das der Kursdax sein Hoch bei 5179 Punkten vom Januar nicht wiedersah,liegt nicht an mir.Meine Rate im Fonds-Sparplan liegt bei 200 Euro zum Monatsanfang- eines jeden Monats.Nur einem Frischling dazu raten,bei über 10000 voll zu investieren,das würde ich nicht machen,denn ich selbst, würde ich ja auch nichts mehr bei über 10 000 investieren.Das sollen andere machen,sage ich mir.Und so denken viele Anleger.

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