Börse Frankfurt: Dax schließt 2015 erstmals im Plus

Börse Frankfurt
Dax schließt 2015 erstmals im Plus

Ein frohes neues Jahr? Für die Börsianer ist das bislang nicht in Sicht. Vor allem der immer stärker taumelnde Ölpreis beunruhigt die Aktienmärkte. Trotzdem konnte der deutsche Leitindex am Mittwoch leicht zulegen.
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FrankfurtWenige Minuten vor dem Börsenstart in den Mittwoch war es soweit: Der Preis für die weltweit wichtigste Ölsorte Brent ist erstmals seit Mai 2009 wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar gefallen. Ein Barrel (Fass zu 159 Liter) verbilligte sich um 2,3 Prozent auf 49,95 Dollar und kostete damit nur noch etwa halb so viel wie im Sommer.

Die Anleger ließen sich davon jedoch nicht allzu sehr beunruhigen: Nach verlustreichem Handel in den vergangenen Tagen schloss der Leitindex mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 9518 Punkten. In der zweiten Reihe zeigte sich ein ähnliches Bild: Der MDax gewann 0,8 Prozent auf 16.841 Zähler, der Tecdax rückte 0,5 Prozent auf 1368 Stellen vor.

Spekulationen auf eine baldige Ausweitung der ohnehin schon ultra-lockeren Geldpolitik der EZB haben die europäischen Aktienmärkte offenbar nach oben getrieben. Auslöser für die Spekulationen sind die rückläufigen Preise in der Euro-Zone. Die Lebenshaltungskosten sanken im Dezember zum Vorjahr um 0,2 Prozent, wie das Europäische Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Experten hatten nur mit einem Minus von 0,1 Prozent gerechnet.

„Daher dürfte die EZB in den nächsten Wochen mit einer Ausweitung ihrer Anleihenkäufe reagieren“, schrieb Postbank-Analyst Thilo Heidrich in einem Kommentar. Sie würde damit einen Anreiz bieten, dass Banken die Papiere abstoßen und im Gegenzug mehr Geld zur Kreditvergabe zur Verfügung haben.

Damit könnte die maue Konjunktur angekurbelt und letztlich die Inflationsrate nach oben getrieben werden. Die EZB entscheidet das nächste Mal am 22. Januar über ihren geldpolitischen Kurs.

Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt unterdes ungewiss: „Die Stimmung an den Rohölmärkten ist so schlecht wie seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr“, schrieb NordLB-Analyst Frederik Kunze in einem Kommentar.

„Die Marke von 40 Dollar je Barrel Rohöl scheint für immer mehr Marktteilnehmer kein absolutes Extremszenario mehr zu sein.“ Vor allem die erwartete Abkühlung der Konjunktur in den Schwellenländern mache dem Ölpreis zu schaffen, fügte Kunze hinzu. Nobuyuki Nakahara, ehemaliges Vorstandsmitglied der Bank von Japan und ehemaliger Manager in der Ölindustrie, hält sogar einen Rückgang auf bis zu 20 Dollar je Barrel für möglich.

Eine Entspannung der Lage ist bislang jedenfalls nicht in Sicht. Einer Prognose der Internationalen Energieagentur vom Dezember zufolge wird sich das Überangebot in der ersten Jahreshälfte 2015 auf zwei Millionen Barrel täglich vergrößern. Gleichzeitig senkten die Experten ihre Prognose für das Nachfragewachstum um 230.000 auf 900.000 Barrel pro Tag.

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Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax schließt 2015 erstmals im Plus"

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  • Was ist los nix hochgekauft und rutergefallen?

  • "Dax weiter auf Erholungskurs"

    Mir geht es genau so, fühle mich auch immer besser.

  • "Dax hält sich wacker im Plus"

    Ich halte mich auch gerade noch so aufrecht....

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