Börse Frankfurt
Dax schließt auf höchstem Stand seit zwei Jahren

Beflügelt vom schwächeren Eurokurs und positiven Stimmungsindikatoren ging es für den Dax am Dienstag aufwärts, auch wenn die 12.000-Punkte-Markte unerreicht blieb. Auch für die Nebenwerte ging es hoch hinaus.
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FrankfurtDer deutsche Aktienmarkt kann am Dienstag an seinen positiven Wochenauftakt anknüpfen. Für Unsicherheit sorgen aber weiter die griechische Schuldenkrise, die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie die Lage in Frankreich vor den Präsidentschaftswahlen. Der Dax schloss 1,2 Prozent höher auf 11.968 Punkten. Das ist der höchste Stand seit zwei Jahren. Zwischendurch schoss der Index auf bis zu 11.988 Punkte nach oben – gerade einmal zwölf Punkte von der „magischen“ 12.000-Punkte-Marke entfernt.

Es war mit unter die positive Stimmung an den US-Börsen, welche den Dax höher fahren ließ. Dank ermutigender Bilanzen von Einzelhändlern hat die Wall Street ihre Rekordjagd am Dienstag fortgesetzt. Sowohl beim global führenden Einzelhändler Wal-Mart als auch bei der weltgrößten Baumarktkette Home Depot liefen die Geschäfte rund. Dies verstärkte auch Hoffnungen auf ein Anziehen der Konjunktur, die in den vergangenen Wochen vom neuen US-Präsidenten Donald Trump und seinen Plänen für Infrastrukturprogramme und Steuersenkungen geschürt wurden. Auch steigende Ölpreise trugen dazu bei. Die Gesamtgemengelage rücke neue Rekordhöhen in greifbare Nähe, sagte Analyst Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Der Dow Jones stieg über 20.700 Punkte.

In Deutschland ging es nicht nur für den Dax, sondern auch für die Nebenwerte-Indizes hoch hinaus. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, stieg 0,8 Prozent höher auf 23.636 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,1 Prozent auf 1.919 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 0,8 Prozent höher.

Vor allem die guten Daten des Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft beflügelten die Kauflaune: Die Geschäfte der Unternehmen in der Euro-Zone laufen im Februar durch den Aufschwung in Deutschland und Frankreich so gut wie seit knapp sechs Jahren nicht mehr. Ökonomen hatten einen leichten Rückgang erwartet. Halte das Tempo im März an, könne das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal mit 0,6 Prozent schneller wachsen als Ende 2016 mit 0,4 Prozent. Börsianer erwarteten weitere Impulse am Nachmittag, wenn die Anleger an der Wall Street nach dem Feiertag am Montag wieder mit an Bord sind.

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  • Nicht wesentlich Herr Hofmann, das Boot ist zu voll für das kleine Tier.

  • Mal schauen, ob der Dax den Vorsprung des Dow Jones etwas verkürzen kann.

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