Börse Frankfurt Dax schließt das Halbjahr versöhnlich ab

Am Montag wollten die Investoren vor allem das erste Halbjahr erfolgreich beenden. Nach Verlusten in der Vorwoche, legte der deutsche Leitindex tatsächlich wieder leicht zu. Im Fokus: die EZB-Rat-Sitzung am Donnerstag.
Update: 30.06.2014 - 17:40 Uhr Kommentieren

"Window-Dressing" schiebt Dax an

FrankfurtDie Anleger an der Börse Frankfurt starten verhalten optimistisch in die neue Handelswoche. Am Montag schloss der Dax um 0,2 Prozent fester bei 9833 Zählern – und beendete damit das erste Halbjahr versöhnlich. Viele Marktteilnehmer würden darauf setzen, dass sich das Kurslevel von 9800 Punkten als Unterstützung und Katapult für einen neuerliche Rekordjagd des Dax erweist, sagte Marktanalyst Andreas Paciorek vom Brokerhaus CMC Markets. In der zweiten Reihe zeigte sich der MDax kaum verändert bei 16.816 Punkte, der TecDax legte um 0,2 Prozent auf 1309 Zähler zu.

In der vergangenen Wochen hatte der Leitindex Dax 1,72 Prozent verloren – der größte Verlust seit Mitte April. Ähnlich mau sah es beim MDax und beim SDax aus. Die Analysten der Postbank sehen aber noch Potenzial für deutsche Aktien. Vor allem für die Werte des MDax sind die Experten optimistisch. Auf Sicht von zwölf Monaten erwartet die Postbank den Dax und den MDax im Bereich von 11.250 (plus 13,2 Prozent) beziehungsweise 19.250 Punkten (plus 14,3 Prozent).

Im Fokus der Anleger: Chemieriese BASF, der sich von seinem Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen für Basiskunststoffe Styrolution trennt. Der Ludwigshafener Konzern verkaufe seine Beteiligung von 50-Prozent für 1,1 Milliarden Euro an den bisherigen britischen Joint-Venture-Partner Ineos, kündigte BASF am Montag an. Die Papiere des Chemiekonzerns schlossen 0,5 Prozent im Plus.

Ineos war bei der Gründung der in Frankfurt ansässigen Firma 2011 eine Kaufoption eingeräumt worden. „Nach dem Kauf wird Styrolution als eigenständiges Unternehmen innerhalb von Ineos geführt werden und wie bisher agieren“, erklärte der Gründer und Aufsichtsratschef des Petrochemiekonzerns Ineos, Jim Ratcliffe.

Die Aktien von Siemens haben am Montag von einem positiven Analystenkommentar profitiert. Die Aktie verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 96,45 Euro und gehörte damit zur Dax-Spitzengruppe. Die Citigroup hatte die Bewertung des Titels mit „Buy“ wiederaufgenommen und das Kursziel mit 110 Euro beziffert. Zugleich setzten die Experten den Wert auf eine Empfehlungsliste.

Siemens bleibe in der europäischen Kapitalgüter-Branche ein Favorit. Konzernchef Joe Kaeser werde den Gewinn nicht nur in diesem Jahr, sondern auch langfristig steigern. Dabei werde das Umbauprogramm „Siemens 2020“ helfen. Zugleich verbessere sich das konjunkturelle Umfeld, erklärte die Citigroup. 

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