Börse Frankfurt
Dax schließt den fünften Tag in Folge im Minus

Die Monsanto-Übernahme durch Bayer hat die Anleger am Mittwoch in Kauflaune versetzt. Doch die Freude darüber hielt nicht lange. Der Dax schließt den fünften Tag in Folge mit Verlusten.

DüsseldorfDer Dax hat sich nach seinen jüngsten Verlusten nur mühsam stabilisiert. Der deutsche Leitindex büßte im frühen Handel am Mittwoch zunächst anfängliche Gewinne ein. Doch die Anleger fanden wieder Zuversicht als sich die Übernahme von Monsanto durch Bayer abzeichnete. Die Bayer-Papiere hielten sich hartnäckig an der Spitze des Dax. Zuletzt lagen sie 1,5 Prozent über dem Vortages-Schlusskurs. Der Übernahmepreis de US-Biotechnologie-Riesen beträgt 66 Milliarden US-Dollar, teilte Bayer am Mittwoch mit. Bereits zuvor hatten Insider verlauten lassen, dass der Deal sicher sei.

Der Index selbst schloss rund 0,1 Prozent im Minus bei 10.378 Punkten. Der Mittelwerteindex MDax gewann dagegen 0,1 Prozent auf 21.077. Der TecDax gewann 0,3 Prozent auf 1747 Punkte.

Gesprächsthema am Markt bleibt auch die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Weiterhin herrscht Unsicherheit darüber, ob die Fed kommende Woche den Leitzins ein weiteres Mal anhebt. Vor der Sitzung der Währungshüter am Mittwoch wachse unter den Anlegern die Nervosität, schrieb Investmentanalyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. Höhere Zinsen würden festverzinsliche Wertpapiere gegenüber Aktien begünstigen.

Ansonsten spielte die Musik im SDax der gering kapitalisierten Werte: Unangefochtener Spitzenreiter waren die Aktien von Braas Monier mit einem Gewinn von 18,8 Prozent auf 26,01 Euro. Der Dachziegel-Hersteller rechnet mit einem Übernahmeangebot. Der US-Baustoffhersteller Standard Industries plane, Anfang kommender Woche 25 Euro je Aktie zu bieten, teilte Braas Monier mit. Der Verwaltungsrat kündigte an, ein derartiges Angebot abzulehnen, weil das Unternehmen mehr wert sei.

Die Papiere von Gerry Weber schafften es mit einem Plus von knapp fünf Prozent auf den zweiten Platz im Index, allerdings nur für kurze Zeit. Zuletzt standen die Aktien noch 0,2 Prozent höher bei 11,48 Euro. Die Kosten für den laufenden Umbau drückten den Modekonzern zwar im dritten Geschäftsquartal in die roten Zahlen. Allerdings sei das Zahlenwerk insgesamt nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet, sagte ein Händler.

Julian Trauthig
Julian Trauthig
Handelsblatt / Deskchef Finanzen
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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